Dr. Bertram Rapp – Patentanwalt & Hedonist: Die Kunst des guten Lebens | (#0022)
Shownotes
In dieser Folge ist Patentanwalt Dr. Bertram Rapp mein Gast. Bertram ist ein echtes Unikat in Augsburg und darüber hinaus. Einerseits ist er einer der renommiertesten Patentanwälte, Physiker und ein Mann der Wissenschaft. Auf der anderen Seite ist er ein stadtbekannter Lebemann, der seinen Hedonismus ganz offen auslebt.
Wir sprechen darüber, wie diese zwei Welten zusammenpassen und warum er sich eher als Epikureer denn als reinen Hedonisten sieht. Bertram erzählt seine spannende Reise vom Physikstudium, in dem er die Welt verstehen wollte, hin zum Anwalt, der Innovationen schützt.
Wir tauchen tief in das Markenrecht ein. Ein Bereich, den viele Agenturen und Gründer sträflich vernachlässigen. Bertram erklärt, warum eine Marke wie eine Versicherung ist, welche fatalen Fehler bei den „Nizza-Klassen“ passieren und warum Homeoffice Gift für echte Innovation ist.
Ein Gespräch über das rechte Maß, echte Freundschaft und warum man auch als seriöser Anwalt den Mut haben darf, sein Leben aufregend zu gestalten.
Was dich in dieser Folge erwartet:
- Warum Bertram lieber Epikureer als Hedonist ist und was der Unterschied ist
- Vom Physiker zum Patentanwalt: Warum Generalisten oft glücklicher sind
- Work-Life-Balance ist Quatsch: Warum Arbeit und Leben eins sein dürfen
- Der Unterschied zwischen Patenten und Marken (und warum Marken unsterblich sind)
- Nizza-Klassen & Co.: Die häufigsten Fehler bei der Markenanmeldung, die richtig teuer werden
- Warum Homeoffice laut Bertram der Innovation schadet
- KI und Urheberrecht: Wem gehört das Bild, das die KI malt?
- Das „Presseball-Kleid“: Wie Bertram und seine Frau mit öffentlicher Aufmerksamkeit umgehen
- Definition von Reichtum: Warum Geld allein nicht reich macht
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Transkript anzeigen
00:00:00: Bertram, ich habe dir eine Mail geschrieben.
00:00:01: In der Mail war einem getrefft gestanden Markenmacher-Hedonismus.
00:00:05: eine wahnsinnig spannende Kombi für mich.
00:00:08: Und dann habe ich mich sehr gefreut, dass du relativ schnell geantwortet hast und gesagt hast, da komme ich, Hannes Zürschke heute am Apparat mit.
00:00:13: Werfen wir mal Patente in Augsburg?
00:00:15: Ich freue mich.
00:00:16: Ich freue
00:00:17: mich auch, Jan.
00:00:18: Ich fand den Titel schon so interessant, weil eigentlich Begriffe sind, die überhaupt nichts mehr dazu zu tun haben, wie Marken, Patente, Hedonismus.
00:00:26: Irgendwie hat es aber alles ein bisschen was mit mir zu tun, die nebenan drum hast du dir zusammengestellt.
00:00:30: Ja, ich sage dir eins, ich sehe bei uns ganz viel... Gegenteiliges, also ich sehe dich auf unglaublich vielen Veranstaltungen, also mal schaut, wenn man die Fotos anschaut, schaut mal ob der Bertram da war, dann weiß man, ob da was los war.
00:00:43: Nichtsdestotrotz oder vielleicht auch deswegen haben wir uns persönlich, wir haben uns einmal persönlich kurz kennengelernt, das war aber nur ein ganz kurzes Erstberatungsgespräch.
00:00:51: Dein Name fällt trotzdem gefühlt in jedem zweiten dritten Anwalstermin, den ich habe.
00:00:55: Das Anwaltshaus arbeitet eng mit dir zusammen und ich hatte mal tatsächlich eine große Kiste mit oder gegen die Fucker.
00:01:03: Und da hat man dich auch mit ins Boot geholt.
00:01:05: Da können wir vielleicht später noch was erzählen.
00:01:07: Warum ich es so spannend fand, dich einzuladen?
00:01:12: Du bist sicher einer der Top-Markenanwälte, sicher nicht nur in Augsburg, sondern in Deutschland, in Europa.
00:01:17: Das weiß man und dafür bist du bekannt.
00:01:20: Und du lebst aber auch auf diesen Veranstaltungen ganz viel.
00:01:23: Und da ist für mich schon mal was Konträres drin.
00:01:25: Die meisten Marken und Patentler, die ich kenne, sind sehr zurückhaltend Techniker, Denker.
00:01:31: Und ich sehe in dir schon so ein richtiges Party-Animal auch.
00:01:34: Also seit vielen Jahren, egal wo ich auf diesen Veranstaltungen, wo ich eben nicht bin, sehe ich immer Fotos von dir.
00:01:39: Und dann lebst du vor allem auf Instagram ganz offen auch deinen Hedonismus aus.
00:01:44: Und das ist glaube ich was.
00:01:46: Korrigier mich gern.
00:01:48: Aber ich habe das Gefühl, da hatte ich noch niemand drauf angesprochen.
00:01:51: Du lebst es, du sehn es aus.
00:01:52: Es ist in jedem Post, es ist ein Hashtag mit drin.
00:01:54: Es ist ganz klar zu sehen auf den Fotos auch.
00:01:57: Und das finde ich, das ist was, was mir an Augsburg nicht gefällt.
00:01:59: Und deswegen bin ich auf diesen Veranstaltungen auch kaum unterwegs.
00:02:02: Also all das.
00:02:02: Und ich glaube, es sind jetzt echt zwei Bubbles, die komplett getrennt sind.
00:02:05: Also ich habe nichts mit dem Augsburgjournal zu tun.
00:02:08: Ich habe nichts mit dem Presseball zu tun.
00:02:09: Ich bin auf keiner Eröffnung.
00:02:11: Ich habe da gar keine Lust drauf.
00:02:12: Obwohl ich ja auch was mache, wo mir diese Kontakte was bringen würden.
00:02:16: Und du lebst das ganz offen und bist da Lebemann.
00:02:19: Und das sind für mich zwei Dinge, die mich unglaublich interessieren, weil Marken auch mit meinem Leben viel was zu tun haben, weil ich auch das geleben genieße.
00:02:27: Und weil es mich immer bitzelt, mit Leuten über Sachen zu sprechen, wo die anderen sie vielleicht nicht trauen, sie anzusprechen, obwohl du es ja ganz offen anbietest.
00:02:34: Ja, das stimmt schon.
00:02:34: Also ob ich jetzt gerade der Beste in Deutschland bin, das war jetzt die Bezweifung.
00:02:38: Weil es den Augsburg weiß ich auch nicht, aber ich beschäftige mich mit dem Thema jetzt schon über dreißig Jahre.
00:02:42: Mit der Zeit haben wir jetzt seine Erfahrungen und ich mache doch ehrlich gesagt gern.
00:02:45: Ich freue mich jedes Mal, wenn ich in meinem Büro komme.
00:02:48: Fakt ist manchmal nach den Glücksmomenten, die jemand hat.
00:02:50: Und dann sage viele, ja, es liegt auf dem Bermudersamt Strand oder Pinkenland, die rennen ja.
00:02:56: Das sind sicherlich auch Glücksmomente, die ich auch genieße, Thema Eid und nichts, was auf das vielleicht noch kommen.
00:03:01: Aber einer meiner größten Glücksmomente ist tatsächlich, wenn ich morgens ins Büro komme.
00:03:06: meinen Schreibtisch mit Akten gefüllt sehe, mich darauf freue, weil sich in jeder dieser Akten auf mich warte, eine neue Erfindung, eine neue Marketingstrategie, irgendwelche Rechtsstreitigkeiten, dann begrüße ich meine Mitarbeiter, Mitarbeiterinnenfraktionen, was wir im Wochenende gemacht haben.
00:03:19: Und das ist für mich, ist das das schönste Beginn in der Woche, Egen.
00:03:23: So, das bringt tatsächlich Glück, wenn wir dich arbeiten.
00:03:25: Mir macht unheimlich Spaß und das ist vielleicht auf die Quelle, dass ich in meiner Arbeit durchaus was zusammen kriege.
00:03:31: Die andere Seite, ich weiß noch nicht, ob es eine andere Seite ist, aber das ist tatsächlich wahr, ja, ich bin von geselliger Mensch, ich liebe die Freunde, ich liebe auch Menschen, ich bin gern mit Menschen zusammen und ich gehe auch nicht auf die ganzen Veranstaltungen, um jetzt irgendwie Mandate zu akquirieren, das funktioniert sowieso nicht.
00:03:46: Diese Beziehung zwischen Werbemaßnahmen oder Ausgehen und Mandatbekommen funktionieren meist nicht direkt.
00:03:53: Ich gehe einfach hin, weil ich gerne mit den Leuten zusammen bin und ich frage auch nicht, was dabei rauskommt und ich frage, was ich reingehen kann.
00:04:00: In eigentlichen Bühnen will ich auch zu sein.
00:04:03: Nilsbereitermatch, freundliche Menschen, nettermatch, also Nilsbereiter.
00:04:07: Wenn ich die Leute erträgt und ich kann denen irgendwie ein Lad geben, freue ich mich.
00:04:11: Ich freue mich auch, wenn ich einfach nur mit denen unterhalten kann.
00:04:14: Also, das ist schon die Geselligkeit gehört schon zu meinem Leben.
00:04:19: Ich hatte bei Corona tatsächlich ein bisschen Angst, dass man überhaupt nicht mehr ausdürftet, ob ich mich bei meiner Wahrzehause allein überhaupt noch wohlfühlen, ob ich klarguck und es ist so alt.
00:04:28: Und es hat erstaunlich gut geklappt.
00:04:30: Das hat sehr, sehr gut geklappt.
00:04:32: Wir haben eine völlig neue Lebensweise dann zu zweit so zu sagen entwickelt, zwei Jahre lang.
00:04:37: Das haben natürlich auch den Kontakt mit einem Freund und ein Leid gehabt, aber... Wir sind auch zu zweit zurückgezogen, sehr gut klar gekommen.
00:04:44: Dennoch gefreut, wie es danach wieder los ist.
00:04:46: Ja, alles dafür, alles dafür.
00:04:48: Das ist ja auch spannend, weil das Gesellige hat er, schließt er erst mal die Arbeit nicht aus, gibt es ja auch ganz oft, dass die Leute sagen, er arbeitet ja nur.
00:04:56: Ne, im Haupt nicht.
00:04:57: Ich finde sowieso diese Geschichte Werb und Live schließt sich gegenseitig nicht aus.
00:05:00: Das ist für mich genau das Gleiche, wenn ich in die Arbeit gehe, dann habe ich Spaß an der Arbeit.
00:05:04: Wenn ich wieder nach Hause gehe, dann habe ich Spaß an dem, was ich dann mache.
00:05:07: Und wenn ich am Abend auf irgendwelchen Veranstaltungen bin, dann ist es immer Werb und Live gleichzeitig Zeit.
00:05:12: Geschichte mit der Werb-Live-Bellin habe ich thematisch noch nie so ganz verstanden, weil ich die Unterscheidung auch irgendwie komisch bin.
00:05:19: Es ist beides.
00:05:20: Es ist Leben.
00:05:21: Wir leben.
00:05:21: Wir tun unser Bestes, dass wir eine ordentliche Arbeit machen, dass wir mit Menschen gut klarkommen, dass wir Freundschaften finden, dass wir Mandanten finden.
00:05:30: Und das ist gleichzeitig Arbeit und Leben.
00:05:31: Wir machen beides gleichermaßen Spaß.
00:05:33: Ich könnte sagen, ob ich lieber ein Beratungsgestrich mache oder ob ich lieber in einen Rockkonzert gehe.
00:05:40: Aber das ist, glaube ich, also ein wahnsinniges.
00:05:46: Also da darf man einfach wahnsinnig glücklich sein, wenn man das in seinem Leben erreicht hat.
00:05:49: Ich spür das auch so.
00:05:50: Also jetzt war wieder Weihnachten, dann sagen die Leute, und machst du Urlaub?
00:05:53: Ich hab jetzt auch ein paar Tage frei gemacht, aber wie sage ich mal, wer Urlaub braucht, der hat den falschen Job.
00:05:59: Ja, also schätze ich als eines meiner größten Glücksdinger.
00:06:03: Ich sage, die letzten zwanzig Jahre musste ich nicht arbeiten.
00:06:05: Und wenn das alles ineinander übergeht, das ist glaube ich auch, was die Leute teilweise auch stresst, dieser Cut.
00:06:11: Also am Schluss geht es in die Arbeit.
00:06:12: Nein zu fife, im schlimmsten Fall, in dem Job, der mir keinen Spaß macht.
00:06:16: Und dann gehe ich da raus und jetzt beginnt der Tag neu.
00:06:20: Wie so ein Abschnitt.
00:06:22: Und das ist das Schöne beim Unternehmer ist, oder wenn man selbstständig ist, dann kann das alles auseinander übergehen.
00:06:26: Ich glaube übrigens schon, dass auf diesen Veranstaltungen natürlich auch, da kommt jetzt bei mir der Werber durch, wenn ich bewusst hingehe, um Mandate zu bekommen, dann wird das nicht funktioniert.
00:06:35: Aber die Tatsache, dass ich da bin, und das ist eigentlich was, was gegen meinen Wissen spricht, eigentlich muss man, ich habe früher mal gesagt, ich gehe nicht auf so ein Netzwerk, Veranstaltungen, weil da ist ja auch die Konkurrenz.
00:06:43: Aber wenn man mal genau darüber nachdenkt, dann ist da die Konkurrenz.
00:06:46: Und wenn man selber nicht hingeht, dann zeigt man sich natürlich auch nicht.
00:06:50: In meinem Job geht es ja nur um Sichtbarkeit.
00:06:51: Sichtbarkeit, Sichtbarkeit, Sichtbarkeit in allen.
00:06:53: Es wird immer mehr, auch mit Social Media.
00:06:57: Und ja, es ist wunderschön, wenn es fließen kann und wenn es übergehen kann.
00:07:01: Absolut.
00:07:01: Und in meinem Job habe ich ja noch dazu den Vorteil, dass es gar nicht so viel von meiner Sorte gibt, dass ich Patent anwähle.
00:07:08: Echt zu melden, ein paar mehr.
00:07:10: Aber Patenter werden nur ganz wenige und von denen die in Augsburg sind, gehen die anderen so gut wie gar nicht, aus dem Haus über nur wenige, sodass ich gar nicht für mich Werbung machen muss.
00:07:19: Und ich muss nur dafür sorgen, dass die Leute Patente und Marken wichtig finden.
00:07:24: Dann kommen sie mehr oder weniger automatisch.
00:07:26: Ja, dann haben wir beide was gefunden, was uns glücklich macht und was dann schön übergehen kann.
00:07:30: Ist doch auch, ist doch auch immer eine ganz, also ich glaube, ist das größte Glück.
00:07:34: Ich frage mich manchmal, also da geht es schon auch oft in meinem Podcast hier drum so.
00:07:39: Man kann alles machen in seinem Leben, was man machen möchte.
00:07:42: Das beweist du auch mit deinem Leben.
00:07:45: Mit einem, würde ich sagen, erst mal eher seriösen Beruf vielleicht.
00:07:49: Und dann ist da trotzdem die Freude des Lebens, darf dann trotzdem auf sein.
00:07:52: Und das ist ja ganz oft getrennt in so Berufen.
00:07:55: Was mich interessieren würde, wie bist du denn auf die Idee gekommen, Patentanwalt zu werden?
00:08:01: Okay, die Geschichte war eigentlich, das ist ganz witzig gewesen.
00:08:03: Es war reiner Zufall, wie so vieles im Leben.
00:08:05: Die guten Entscheidungen im Leben kommen ja oft aus irgendwelchen Zufall.
00:08:08: Ich glaube ausschließlich.
00:08:09: Ich glaube es gibt keine, weil die Leute immer sagen, da muss ich mal eine Entscheidung treffen, die Entscheidung, die treffen sie schon.
00:08:14: Das
00:08:14: Leben trifft schon die Entscheidungen für dich und du musst dann bloß noch hier auch dann einsagen.
00:08:17: Manchmal, ja, so was da auch, ich meine, ich habe eine Physikstudie, ich bin eigentlich, wollte ich physiker werden?
00:08:22: Warum wollte ich physiker werden, weil ich die Welt verstehen wollte?
00:08:24: Ich wollte auch nicht physiker werden, weil ich jetzt da mit irgendwie einen tollen Job kriege oder ich viel Geld verdiene.
00:08:29: Geld haben wir hier im ganzen Leben nie interessiert bis heute.
00:08:31: Ich brauche genug, um zu leben, aber ansonsten hat Geld für mich keine Bedeutung.
00:08:36: Und
00:08:36: das war schon immer so?
00:08:37: Es war eigentlich schon immer so.
00:08:38: Ich habe mir genau immer so viel Geld verdient, schon als Ferienarbeiter, als Shopper, wie ich gerade gebraucht habe.
00:08:42: Wenn ich mein Motorrad tunen wollte, dann habe ich gewusst, ich brauche ein Fünfzehundert Mark dafür, dann habe ich so lange gearbeitet, bis ich Fünfzehundert Mark hatte, dann habe ich es gemacht.
00:08:50: Also auch kein Sparer.
00:08:51: Nee, jetzt natürlich schon.
00:08:53: Man muss natürlich schon ein bisschen versaltersvorsorgen.
00:08:55: Klar, natürlich ein bisschen, muss man sparen.
00:08:57: Aber sagen wir, Geld hat für mich keine Bedeutung als solche.
00:08:59: Ich kenne viele Leute, die sagen, sie sind dann erst glücklich, wenn sie einen bestimmten Betrag mal auf den Grunde haben.
00:09:05: Absoluter Zugschloss.
00:09:07: Ja, ist halt nicht meins.
00:09:10: Ich brauche das gerne.
00:09:11: Ich will leben und ich will nicht Geld haben.
00:09:12: Das ist für mich wichtiger.
00:09:14: Aber das war damals im Grunde schon so, als ich, als ich Physik studierte, ich wollte die Welt verstehen.
00:09:20: hab dann auch in Physik promoviert, in Biophysik, in Festkörperphysik, weil ich auch nach dem Hauptstudium noch das Gefühl gehabt hatte, nee, da fehlt noch ein bisschen, weil sie möchte noch ein bisschen mehr wissen.
00:09:29: Und dann, in den letzten, sagen wir mal, Monaten meiner Doktorarbeit, kam eine Freundin auf mich zu, ein Schulfreund, den ich schon von der Volksschule her kannte, und der hat ein unternehmen, mittelständisches Unternehmen, und sagte, sein Patentanwalt geht in den Ruhestand, ob das nicht was für mich wäre.
00:09:45: Und dann hab ich gesagt, ja, so Anwalt.
00:09:47: Ja, der ist auch nicht Jurist, sondern Maschinenbauern.
00:09:51: So war es dann auch.
00:09:52: Das war der Herr Charié, mit dem habe ich mich dann in Verbindung gesetzt, weil es mich irgendwie interessiert hat.
00:09:57: Und da haben wir zwei Stunden gesprochen über seinen Beruf.
00:10:00: Und das hat mich so begeistert, dass ich dann ... Direkt nach.
00:10:04: der Doktorarbeitzer hat die Ausbildung zum Verdientanwalt gemacht.
00:10:07: Die entscheidende Überlegung war damals, werde ich Spezialist in einem ganz kleinen technischen Fachgebiet.
00:10:13: Ich habe damals auf ferroelektrischen Flüssigkristallen gearbeitet, weiß kaum jemand, was das überhaupt ist.
00:10:19: Und da war ich vielleicht einer von Fünfen auf der Welt, die alles darüber wussten.
00:10:24: Und als Patentarbeit ist man Generalist.
00:10:26: Das heißt, man versteht von keinem Thema alles, aber von sehr, sehr vielen Themen so viel, dass man ein bisschen mitreden kann.
00:10:32: Das hat mich an sich mehr gereizt.
00:10:34: Und das ist auch das, was bis heute geblieben ist.
00:10:36: Ich kann nicht durch die Stadt gehen oder durch einen Supermarkt oder durch irgendwelche Industriehallen, ohne an jeder Ecke Gegenstände zu sehen, mit denen ich schon zu tun gehabt habe im Patentrecht.
00:10:48: Und was, wie ist dann die Ausbildung?
00:10:50: Also das ist ja das Spannende, das habe ich jetzt auch schon öfters gehört, hast du jetzt gerade auch bestätigt.
00:10:54: Man ist ja kein Jurist, also es gibt keine, kein Jurastudium, oder?
00:10:57: Genau, du musst kein Jurastudium machen, sondern du musst aber ein volles naturwissenschaftliches oder technisches Studium machen.
00:11:04: Das muss auch an der Universität sein.
00:11:07: Dann braucht man hinterher ein Jahr praktische Berufserfahrung und zwar nicht nur in Büro, sondern in der Forschung und Entwicklung.
00:11:13: Da muss man Hands-on vorstellen, damit man später weiß, worum es geht.
00:11:16: Was die Mandatschaft den ganzen Tag macht.
00:11:19: In der Forschung und Entwicklung und anschließend macht man Kammer-Doktorarbeit machen wie bei mir, muss man nicht.
00:11:24: Und dann macht man eine dreijährige Ausbildung, die so eine Atrani-Ausbildung ist.
00:11:29: Das sind zwei Jahre davor beim Patentanwalt bzw.
00:11:32: in eine Industriepatentabteilung.
00:11:34: Und das dritte Jahr ist man bei den Patentbehörden in Münchenbundespatentgericht, Landgericht, Deutsches Patent- und Markenamt.
00:11:40: Dann kann man die deutsche Patenterweilsprüfung machen.
00:11:43: Besteht aus einem wissenschaftlichen, praktischen und mündlichen Teil.
00:11:47: Dann muss man allerdings noch die europäische Partnerbeitsprüfung zum European Patentatory machen.
00:11:51: Die ist dann nochmal eine Herausforderung.
00:11:53: Da ist die Durchfallquote momentan so bei siebzig Prozent etwa.
00:11:56: Und das sind ja lauter Leute, die alle von der Uni kommen und in vielen Fällen schon eine nationale Prüfung haben.
00:12:02: Also das ist schon nur meine Challenge, ja.
00:12:04: Und als ich die dann hatte, habe ich mir vorgenommen, ich mache nicht mal meinen Anleger in dem Leben.
00:12:09: Prüfungen sind jetzt durch.
00:12:10: Ja, es reicht.
00:12:12: Jetzt muss man ja, was ich immer ganz will, also man muss immer überlegen, auch wer alles zuhört, ja.
00:12:17: Also man muss ein bisschen unterscheiden.
00:12:19: Es gibt Patente und es gibt Marken.
00:12:21: Marken, da bin ich jetzt voll zu Hause mit meiner Expertise.
00:12:25: Patente sind ja erst mal was Technisches.
00:12:26: Also ich habe eine Idee.
00:12:28: Da gibt es Skizzen oder wie kann ich mir das vorstellen?
00:12:30: Ich komme es zu dir und sage Mensch, Bertram, ich habe eine Idee, die würde ich gerne schützen lassen.
00:12:33: Ja, genau.
00:12:34: Also das sind natürlich nur die geringeren Mandanten, die ich habe, sind vielleicht fünf bis zehn Prozent.
00:12:38: Das sind die sogenannten Einzelerfinder, wenn du zu mir kommst, mit einer tollen Idee.
00:12:41: Daniel Düsentrieb.
00:12:42: Genau, Daniel Düsentrieb.
00:12:44: Die meisten, neunzig, fünf und neunzig Prozent sind ja Industrie- oder Milistandsmandanten.
00:12:47: Das heißt, das sind Firmen, für die ich eigentlich schon seit Jahrzehnten oft arbeite und deren Geschäft ich ganz gut kenne.
00:12:52: Und die kommen dann mit technischen Verbesserungen an ihren Maschinen, in ihren Vorrichtungen, an ihren Verfahren.
00:12:58: chemischen Substanzen, was auch immer.
00:13:00: Er spielt sich das also schon von Anfang an auf einer professionelleren Ebene.
00:13:04: Aber wenn du jetzt zu mir kommst und du hast jetzt einen neuen Kerzenleuchte erfunden, den man austauschen kann, damit man leicht reinigen kann oder was auch immer, dann analysieren wir erst mal gemeinsam die Findung.
00:13:16: überprüfen, ob es überhaupt patentfähig ist.
00:13:18: Das heißt, ob Neuheit erfinderische Tätigkeit vorliegt.
00:13:21: Dazu muss man gegebenenfalls eine Recherche machen, im Stand der Technik, um zu schauen, was es denn schon gibt.
00:13:26: Wenn sich herausstellt, ja, der Gegenstand ist neu und ist erfinderisch, dann wäre der nächste Schritt die Ausarbeitung einer Patente oder im kleineren Fall eine Gebrauchsmusteranmeldung, damit man dann ein technisches Schutzrecht bekommt.
00:13:38: Lebensdauer beim Patent, zwanzig Jahre, beim Gebrauchsmuster bis zu zehn Jahre.
00:13:43: Und Marke auch zehn Jahre noch verlängerbar?
00:13:44: Ja,
00:13:44: aber Marke ist unendlich oft verlängerbar.
00:13:47: Muss man ja auch, denn wenn eine wertvolle Marke kann man ja nach zehn oder zwanzig Jahren den Schutz rauben, wohingegen aber die technischen Schutzrechte irgendwann mal auslaufen.
00:13:55: Das ist
00:13:55: der Legofall jetzt quasi auch, oder?
00:13:57: Der Legofall wird ein besonderer Fall.
00:13:59: Das war nicht Marke, sondern das war der UWG Wettbewerbsrecht des Lego.
00:14:02: Die Lego-Bausteine gibt es schon seit den Sechzigerjahren.
00:14:05: Und bisher, also die Marken werden alle schon längst ausgelaufen.
00:14:08: Auch die Designs-Schutzrechte sind alle schon längst ausgelaufen.
00:14:11: Da ging es darum, dass der Bundesgerichtshof lange Jahre, Jahrzehnte der Firma Lego einen besonderen wettbewerbsrechtlichen Leistungsschutz zugebildigt hat, über die eingetragenen Schutzrechte hinaus.
00:14:23: Und irgendwann hat er jetzt gesagt, jetzt ist Schluss.
00:14:26: Ja, so schwierig.
00:14:26: Nach
00:14:26: sechszig Jahren.
00:14:28: Der Chinesi drückt jetzt so schwierig.
00:14:29: Genau.
00:14:29: Jetzt habe ich das sechszig Jahre dieses quasi Monopolis genießen
00:14:33: können,
00:14:34: das wir euch zugebildigt haben, ohne eigentlich einen Schutzrecht zu haben, weil er einfach so bekannt und berühmt war.
00:14:41: Und jetzt ist Schluss, jetzt darf jeder nachbauen.
00:14:43: Was ich immer ganz interessant finde, das merke ich ja oft in der Beratung meiner Kunden.
00:14:49: Es braucht dann auch immer was zum Wachritteln, dass auch wieder was passiert.
00:14:53: Und jetzt ist es schutzrecht ausgelaufen, vor kurzem erst bei Lego.
00:14:56: Und auf einmal kommt jetzt vor zwei Wochen dieser Softwarestein raus, also der auch Ton spielt, er ist ein bisschen Tony-Box-mäßig, der Sensoren hat, der KI-Mitren hat.
00:15:05: Und da bin ich dann immer ein bisschen verwundert, dass dann erst irgendwas Großes passieren muss, das wieder Großes passiert.
00:15:10: Man braucht immer eine Träger.
00:15:12: Wenn man keine Träger hat, dann gibt es auch keine Innovationen, da gibt es keine Erfindungen.
00:15:15: Wenn wir in den USA nennen, das ist gerade Disruption, da kann man davon halten, was wir bilden.
00:15:20: Aber sagen wir mal, die grundsätzliche Idee, man muss eine Disruption machen, man muss zumindest eine Träger haben, ist schon richtig, sonst gibt es keine Erfindungen.
00:15:30: Ich glaube, wenn einfach der Laden läuft, wenn man gute Umsätze macht und keine Veranlassung zu ändern und etwas Neues zu machen, dann muss man auf die Nase fallen.
00:15:41: Und dann kommt eine Entwicklungsabteilung auch wieder auf tolle, neue Ideen.
00:15:45: Auch die besten Erfindungen entstehen zum Beispiel häufig in der Umgehung eines Patents.
00:15:50: Das heißt, wenn ich mal dann sage, das darf es nicht bauen, da gibt es ein Patent und das hält noch einige Jahre, dann strengen die sich erst mal richtig an und sagen, so, jetzt machen wir was Besseres.
00:15:59: Wie fahr ich da aus?
00:16:00: Ja,
00:16:00: und oft kommt was Besseres raus dabei.
00:16:03: Also die Patentumgehung.
00:16:05: Ich habe mal in Vortrag halten die sechs Steps zur Innovation.
00:16:08: Also was ist das für verschiedene?
00:16:10: Möglichkeiten gibt oder verschiedene Wege zur Innovation und die Umgehung von Patenten ist einer der wichtigsten.
00:16:18: Also ich merke da gerade viel in unserer Branche, war ganz spannend, war auch, als wir uns gerade an der Tür getroffen haben, hast du auch gesagt, wie schaut's aus mit SEO-Inzuchmaschinen, also Geo und so weiter.
00:16:28: Und da ist natürlich viel KI-Themen gerade auch bei uns in der Branche unterwegs.
00:16:31: Und da merke ich immer wieder, was die großen Erfindungen des Lebens, egal ob das jetzt was technisches ist oder was philosophisches oder was psychologisches, ist eigentlich völlig egal.
00:16:41: Die kommen immer nur mit der Problemlösung.
00:16:44: Also das ist ja genau das.
00:16:45: Also ich habe ein Problem oder eine Herausforderung, die will ich umgehen.
00:16:48: Und das merke ich immer mehr, wenn ich mir das ganze KI-Thema anschaue, so viele Leute springen in die KI rein und sehen da die Allerheißlösung.
00:16:56: Ein Chat GBT ist, glaube ich, das massend tauglichste Produkt.
00:16:59: Die Profis benutzen das schon wieder gar nicht mehr und sagen, das geht schon wieder rum um die Ecke.
00:17:02: Aber die Menschen gehen so und das ist, glaube ich, genau der Gegenteil von den Leuten, die bei dir am Tisch sitzen, die gehen.
00:17:08: relativ planlos in so eine k.i.
00:17:10: und sagen die löst alles diese k.i.
00:17:12: löst alles und verstehen gar nicht.
00:17:14: ich habe ich sage zurzeit immer das ist ein werkzeug man muss es als werkzeug wieder verstehen und die leute sehen das nicht als werkzeug.
00:17:19: wenn du früher halt ein bild freistellen wolltest ein bisschen photoshop gange das war das werkzeug.
00:17:23: und heute kommen die leute an und sagen ja was kann ich jetzt damit machen?
00:17:28: und am schluss habe jetzt ein ganz spannendes youtube video gesehen sehr inspiriert wo der gesagt hat es ist für ihn auch kein werkzeug sondern es ist für ihn.
00:17:35: also ging so ein kunst auch aus der k.i.
00:17:38: Es ist ein Abarbeitungsautomat und ich prompte vorne rein und es gibt aber trotzdem ein Fragezeichen.
00:17:44: Und in dem Video geht es auch darum, dass er sagt, es gibt keine mühelose Exzellenz.
00:17:48: und das sieht man eigentlich gerade den ganz starken Patenten auf der Welt.
00:17:51: Die ganz großen Erfindungen, das ist keine mühelose Exzellenz.
00:17:54: und auch diese Idee.
00:17:56: Vielleicht kannst du dir auch was dazu sagen.
00:17:57: Ich glaube, es gibt ganz wenige, die da früh aufstehen und die Weltidee haben.
00:18:00: Das ist halt wie ein Lottogewinn.
00:18:01: Das ist ganz, ganz selten.
00:18:02: Die meisten guten Dinge im Leben und deswegen sage ich auch immer wieder, es gibt keine Abkürzung zum Erfolgen.
00:18:07: Man muss sich einfach hinsetzen.
00:18:08: Ich habe jetzt zum Beispiel über Weihnachten eine iOS-App entwickelt.
00:18:11: Ich bin kein iOS-App-Entwickler.
00:18:12: Und da hat mir die KI stark geholfen.
00:18:14: Ich kann verstehe Programmier-Code, ich verstehe, was da passiert, aber keine Ahnung von X-Code oder wie man das programmiert.
00:18:20: Aber es war an einem Problem orientiert.
00:18:22: Und wenn ich jetzt einfach in die KI reingange, dann wäre ich gesagt, ich habe jetzt irgendwie frei über Weihnachten, würde ich gerne eine App machen, dann werden nur Quatschs rauskommen.
00:18:29: Ich hatte eine ganz klare... Problem, Problem, dass ich löse mit vier Arbeitsstritten und es war mir einfach zu doof am Handy beim Konten.
00:18:35: Da geht es hauptsächlich im Content machen.
00:18:36: Also wenn du was postest, kann diese App quasi die Beschreibung schreiben und die Hashtags schreiben und so weiter.
00:18:41: Musste immer drei, vier verschiedene Schritte machen.
00:18:42: Und das war das Problem.
00:18:43: Ich dachte, da musst du jetzt eine Lösung geben.
00:18:45: Wenn ich dann die KI nimm und sie ganz gezielt als Werkzeug nimm, dann wird es natürlich richtig interessant.
00:18:50: Stimme ich dir zu, also die Idee unter der Dusche, die kommt sicherlich gelegentlich vor, aber euer ist das selten.
00:18:55: Es gibt eine schöne Sprichwort, ohne Fleisch kein Preis.
00:18:58: Oder Faraday hat es noch ein bisschen schöner gesagt.
00:18:59: Er hat gesagt, Genie ist zu fünf Prozent Inspiration und zu fünf oder neunzig Prozent Transpiration.
00:19:05: Da ist sicherlich was dran.
00:19:06: Man muss sich schon hinsetzen, um zu erfinden.
00:19:10: Man muss auch als Unternehmer den Mitarbeitern die entsprechende Umgebung schaffen, um zu erfinden.
00:19:15: Das heißt, ihnen noch gewisse Freiheiten lassen, auch örtlich gewisse Locations einräumen.
00:19:23: Auch die nicht zu früh sagen, nein, daraus wird es sowieso nicht, sondern ein bisschen Freiraum geben.
00:19:29: Erfindung ist Teamarbeit.
00:19:30: Erfindung findet nur selten durch eine Person allein statt.
00:19:34: Ich sehe es auch bei den Patentanmeldungen.
00:19:35: Es ist meistens drei oder vier Erfinder benannt, weniger nur einer.
00:19:40: Und das Team muss zusammenfinden.
00:19:42: Deswegen ist zum Beispiel auch Homeoffice ein Gift für Innovation.
00:19:45: Also so schön, das ist zum Abarbeiten.
00:19:47: Man hat mal seine Ruhe.
00:19:48: Man kann zu Hause irgendein Thema abarbeiten.
00:19:50: Dafür mag es ja ideal sein.
00:19:52: Aber Innovation entsteht nicht dabei.
00:19:54: Definitiv nicht.
00:19:55: Innovation entsteht nur, wenn man sich beim Kaffee irgendwie in der Sofa-Ecke sitzt und über irgendein Thema diskutiert, gegenseitig sich austauscht, befruchtet.
00:20:04: Dann kommt auch was raus dabei.
00:20:05: Ich glaube, es ist auch kein Zufall, dass der Rückgang der Patentanmeldungen in Deutschland, den wir in den letzten drei, vier Jahren zu verzeichnen haben, einhergeht mit dem fortschreitenden Homeoffice.
00:20:16: Ja, also wir merken es ja ganz klar im Brainstorming-Bereich.
00:20:19: Also wir sind jetzt hier ein sehr eingespieltes Team.
00:20:22: Wir haben uns glückt, dass wir eine Durchschnittliche Mitarbeiterzüge, die die Herrlichkeit von sieben Jahren haben, was einmalig ist in der Agenturbranche.
00:20:26: Das heißt auch, dass sie die Leute so lange kennen, geht es bei uns auch mal über ein Google Meet, über einen Teams.
00:20:31: Das funktioniert ganz gut.
00:20:33: Aber... Man muss an den gewissen, ja, ich weiß gar nicht, ob ich es jetzt sicher in Ord nennen würde, so.
00:20:39: Aber also, ein Brainstorming-Raum muss erst mal die Möglichkeit geben, und so ist es.
00:20:43: aber bei Erfindung, ist ja auch erst mal ein Brainstorming, dass man alles sagen darf.
00:20:46: Und das machen ja viele schon falsch, die sagen, was hast du für ein Schmarrn erzählt, so ein Quatsch und so.
00:20:50: Und ich sage immer, also, das finden die Kunden immer ganz witzig, sagen wir, wir machen Brainstorming, dann machen wir den Filter, dass uns der Verfassungsschutz nicht dazwischenkommt, und dann schicken wir euch mal die Ideen raus, genauso muss ein Brainstorming sein.
00:21:00: Es muss alles sein dürfen, und so soll sie in einem Team auch generell.
00:21:03: sein.
00:21:04: Wenn jeder einen Nährboden findet, wo er sein darf, dann... Kann man natürlich auch kreativ werden.
00:21:10: Ja, aber irgendeinen vermeintlichen Blödsinn zu sagen, also irgendetwas, was vielleicht ist nicht unbedingt stringent ins Thema passt, das macht man auch eher im persönlichen Gespräch als über ein Bildschirm.
00:21:19: Das stimmt.
00:21:20: Weil man hat einfach eine andere Rückkoppelung, eine andere Nochalance, auch eine andere Lockerheit,
00:21:24: spürt ja immer auch noch.
00:21:25: Immer das ist ja das Schöne auch, das merke ich auch hier, wenn wir den Podcast machen mit dem Fernzug geschalteten Gast, da entsteht nie so ein Gespräch wie am Tisch.
00:21:31: Man spürt ja, da ist ja was zwischen den Leuten.
00:21:33: Absolut, absolut.
00:21:36: Ich habe das Gefühl, dass die Markenanmeldungen in der EUIPO, also europäische Markenanmeldungen, aber schon stark steigt, weil natürlich auch sehr viele Patentanwälte heute auch ein Geschäftsmodell natürlich entwickelt haben.
00:21:48: Das sind wir gerade mit den Förderungen auch sehr interessant war jetzt.
00:21:52: WBS-Liegel zum Beispiel, Professor Dr.
00:21:54: Solmecke, der treibt das völlig durchs Land, der ist überall unterwegs auf Instagram, auf TikTok und zieht sich da alle Leute auch rein auf TikTok und sagt, Mensch, du musst doch dein Name in Europa schützen.
00:22:05: Und das sind wir aber jetzt bei der Marke und das ist ja für meinen Bereich wiederum das viel spannender als die Patente.
00:22:12: Habe mir heute überlegt, was halt ich denn von der Marke an?
00:22:15: Da habe ich gedacht, wenn ich schon mal so einen Spezialisten am Tisch sitzen habe.
00:22:19: würde ich ganz gern für die Zuhörerinnen und Zuhörer und die Zuschauerinnen und Zuschauer das haben wir so ein bisschen abholen, was mein Gefühl ist.
00:22:25: Was man ja vielleicht als Werber, der seinen Hauptgeld damit verdient, nicht unbedingt sagen sollte.
00:22:30: Nur, ich habe einmal so ein bisschen die Frage an dich, was ist denn eine Marke heute überhaupt noch wert?
00:22:39: Oder um es prägnanter noch zu sagen, brauche ich denn überhaupt noch eine Marke?
00:22:42: Ist das nicht alles beim Teufel?
00:22:43: Weil was wir ja schon merken, ist gerade China.
00:22:48: auf gut deutsch heißen auf alles.
00:22:49: na also die fasion alles die faken alles die machen ze prüfzeichen drauf die machen prüfzeichen aufgerätet die machen einfach die marken nach sagen um.
00:23:01: Und dann haben wir auch noch mal natürlich die k.i.
00:23:03: also wo wir?
00:23:04: copyright ist jetzt ja noch mal noch mal eine eigene kiste.
00:23:07: aber das finde ich schon auch in irren bereich so und da war die natürlich ganz provokant.
00:23:12: die marke steht für mich auf der eins aber brauche ich heute überhaupt noch eine marke.
00:23:18: Was hat das heute noch für einen Stellenwert?
00:23:19: Ja, das ist ein Riesenblumenstrauß, ein Thema, den du da aufmachst.
00:23:21: Ja,
00:23:22: ja, deswegen mach ich ihn auf.
00:23:24: Fangen
00:23:24: wir an, fangen wir an.
00:23:25: Braucht überhaupt eine Marke, ja, auf jeden Fall.
00:23:27: Also eine Marke hat zwei Hauptfunktionen, wobei ... Die zweite häufig gar nicht gesehen wird.
00:23:35: Die wichtigste Funktion ist natürlich die Funktion, dass ich den Markt für mich mit dieser Marke frei halte.
00:23:41: Das heißt, dass ich andere verfolgen kann, die eine gleiche oder ähnliche Marke für gleiche oder ähnliche Warn- und Dienstleistungen benutzen.
00:23:48: Das ist die wichtigste Funktion.
00:23:50: Die gilt auch für China, denn wenn zum Beispiel die Chinesen nach Deutschland importieren, dann unterliegen sie ja auch hier im deutschen Recht.
00:23:56: Und man kann ohne weiteres den Importeur dann hier in Deutschland verklagen vor dem deutschen Gericht.
00:24:01: Also das macht es nicht schwierig.
00:24:03: Etwas anderes ist es vielleicht in China selber.
00:24:05: Das heißt, wenn die Markenverletzung in China begangen wird, die chinesischen Gerichte haben natürlich auch noch die Staatsräson zu beachten und sind etwas zurückhaltend ein kinesisches Unternehmen zu schließen.
00:24:16: Aber da hat sich in den letzten zehn, fünfzehn Jahren auch einiges getan.
00:24:19: Und zwar, je mehr die Chinesen selber Markenprodukte entwickeln und Marken Affin werden, desto mehr verstehen sie das System auch und verstehen auch, dass sich andere Leute darüber ärgern, wenn Marken verletzt werden.
00:24:31: Das heißt, vor fünfzehn Jahren bekamen sie von einem chinesischen Gericht gegen ein chinesisches Unternehmen niemals recht und jetzt durchaus in vielen Fällen.
00:24:39: Und es wird auch besser, die hier in einem Japan-Korea Taiwan, die Tiger starten von früher vor vierzig, fünfzig Jahren, waren die in der gleichen Lage wie heute Mainland China.
00:24:48: Da hat man auch gesagt, das sind billige Waren aus Fernost, so hat man sie betitelt.
00:24:53: und die machen ja ohnehin nur alles nach und denen braucht man gar nicht kommen mit marken.
00:24:57: inzwischen sind das veritable markteil nehmen mit qualitäts- und leistungsansprüchen wie wir in deutschland auch wenn nicht sogar in vielen fällen noch deutlich besser und kina wird sich in die gleiche richtung entwickeln.
00:25:08: also die werden die werden nicht immer der der böse bube bleiben sozusagen so das ändert sich zum positiven hin.
00:25:14: Zum Zweiten, das ist die Schutzfunktion der Marke.
00:25:18: Zum Zweiten natürlich aber auch die Defensivfunktion.
00:25:21: Wenn ich auf den Markenschutz verzichte, dann biete ich ja jedem anderen die Möglichkeit, sich meiner Marke zu bedienen.
00:25:27: Und es gibt insbesondere in Deutschland kein Vor- oder Weiterbenutzungsrecht einer Marke.
00:25:31: Das heißt, wenn ich eine Marke benutze, sie aber nicht geschützt habe, kann sie vom Wettbewerber angemeldet werden, dem er dann die weitere Benutzung untersagt.
00:25:39: Also allein die Defensivfunktion, das bedeutet, ich sage mir, die Marke ist auch eine Versicherung.
00:25:44: Die Marke ist eine Versicherung dafür, dass ich meine Produkte weiterhin so nennen darf, wie ich sie jetzt nenne.
00:25:50: Da brauche ich noch gar nichts am Hut, damit um andere anzugreifen.
00:25:53: Selbst wenn ich sage, meine Produkte sind so gut, das ist mir völlig egal, ob meine Marke kopiert wird.
00:25:58: Aber ich brauche sie als Versicherung für mich.
00:26:01: Also aus den beiden Gründen und vor allem im Hinblick auch auf die geringen Kosten, die eine deutsche Marke vor allem verursacht.
00:26:07: Da braucht eine EU-Marke.
00:26:09: Es ist unabdingbar, dass man zumindest die wichtigsten Produkte markenrechtlich absichert.
00:26:13: Ich glaube, ich begegne ja wirklich wöchentlich Menschen, die es nicht gemacht haben, die damit auf die Nase gefallen sind und das tut wirklich weh, das tut mir sogar weh, wenn ich sehe, ihr habt es verpasst und jetzt müsst ihr die verbüßen.
00:26:28: Die zweite Geschichte mit der KI, die du angerissen hast, ändert natürlich im Grundsatz auch nichts dran.
00:26:34: Die KI ist ein Werkzeug, es ist ja nicht ein neuer Marktteilnehmer, es ist ein neues Werkzeug.
00:26:39: Und die KI unterliegt natürlich auch den gleichen Vorschriften wie oder die Benutzer der KI, wie alle, wie die bisherigen Grafikdesigene.
00:26:47: Wenn man zum Beispiel das Urheberrecht anschaut, eine KI kann Urheberrechte begründen und umständen, kann aber auch Urheberrechte verletzen.
00:26:55: Wenn die KI zu nahe an einem Original dran ist, sie haben vor kurzem Ende vor drei oder vier Wochen hat das Land Gericht München eins, ich glaube erstmalig überhaupt zumindest in Europa, entschieden, wie weit das eine KI Urheberrecht verletzen kann.
00:27:11: Da hat die GEMA geklagt, mit Liedern von Helene Fischer, glaube
00:27:15: ich.
00:27:15: Snow AI.
00:27:17: Und das Landgericht hat gesagt, na ja, die Entschuldigung, dass die KI ja vorher ihre Werke alle zulegt hat und dann hinterher neu zusammengebaut hat, was sehr wohl auch so tut, die reicht nicht aus.
00:27:28: Denn wenn dann hinterher wieder ein Urheberrecht verletzendes Werk entsteht, mit anderen Worten quasi das gleiche Werk, wie eben die Kläger behauptet haben, dann liegt darin auf jeden Fall eine Urheberichtsverletzung.
00:27:40: Man kann sie nicht damit exkulpieren, wie es entstanden ist, sondern es ist eben praktisch identisch mit dem Original.
00:27:47: Also die KI verletzt Urheberichte, kann auch Markenrechte verletzen, muss auch aufpassen.
00:27:52: Wenn man eine KI Marken entwickeln lässt, denn auch die kann Marken verletzen.
00:27:56: Wenn sie eine KI heute die Aufgabe geben, mache einen Also
00:28:14: am Ende des Tages finde ich immer so witzig.
00:28:16: Also deswegen auch nur provokante Frage.
00:28:18: Ja, gerade die Agenturen, die bei mir im Coaching sind, in meinem Innern Sörkel, das mache ich immer als allererstes.
00:28:23: Die kommen immer zum Kickoff, zwei Tage nach Augsburg.
00:28:25: Quartieren wir uns im Maximilians ein und dann gibt es da auch einen Punkt Markenrecht.
00:28:29: Und dann ziehe ich den richtiges Leder über die Ohren, weil ich so sage, schau mal, ihr steht ja da.
00:28:34: Ihr GmbH hat den Namen.
00:28:35: Ihr führt diesen Namen komplett.
00:28:37: Ihr führt das als Marke.
00:28:38: Es gibt keine einzige Eintragung.
00:28:40: Und was halt ich so spannend finde.
00:28:42: Und so sehe ich es ich mittlerweile für mich.
00:28:44: Und das würde ich gerne heute auch noch mal ein bisschen zerlegen mit dir, weil es ist so ein bisschen grotesk.
00:28:49: Also erst mal Patent und Markenrecht ist meines Erachtens eines der unlogischsten... Marken für mich als Laie, wenn ich jetzt nicht da drin bin.
00:28:58: Und was ich über die Jahre lernen musste, ich schütze nicht nur, jetzt gibt es eine Wortmarke, Zwetschge, die hat man auch lange überlegt, ob man die überhaupt macht, weil ich ja auch so heiß und so.
00:29:09: Na ja, und dann kannst du aber schon hingehen und kannst irgendwann sagen und das finde ich so spannend.
00:29:13: Was ist denn, wenn jetzt heute einer SM-Peitschen macht und die heißen Zwetschge hast du da ein Problem damit?
00:29:21: Und das denkt man immer nicht.
00:29:22: Also man schützt immer nur Marke, Werbung, Internetzeit, die Programmierung, bla bla bla.
00:29:26: Aber wo möchte ich denn, dass mein Namen auch nicht stattfindet?
00:29:29: Und das finde ich immer so spannend, wenn ich da auch mit Kunden spreche.
00:29:32: Die sind ja auch immer, und das ist für uns Agenturen, muss man auch sagen, ein genereller rotes Tuf, diese ganze Markengeschichte, weil der Kunde will immer keinen Markenanwalt gleich dazunehmen, weil Anwalt ist ja immer erst mal teuer, da hat er auch jeder so ein bisschen den Irrglauben.
00:29:44: Dann kommen die zu uns.
00:29:46: Das machen wir mittlerweile auch ganz ungern, also auch die Namensfindung.
00:29:49: Die kommen ganz oft, kommen Kunden und sagen, ich hab gar keine Ahnung.
00:29:52: Was ich mich schon immer für mich unverständlich, also für mich geht's immer da los.
00:29:55: Ich hab immer gute Namen und dann baue ich eine Firma drin.
00:29:57: Ja, als Marketingagentur natürlich.
00:29:58: Natürlich, also da geht's los.
00:30:01: Und dann tust du dir unglaublich schwer, als Agentur Namen zu finden für eine fremde Person, weil du kannst dir die Person auch gar nicht spüren, wie sie nicht drauf wollen.
00:30:09: So, dann erfinden wir natürlich im liebsten Fall immer irgendwelche Wortlaute, die es noch gar nicht gibt.
00:30:14: Trivago, opodo, das ist ja immer am allerschönsten.
00:30:16: Da freut sich der Markenanwalt dann auch im Schutz.
00:30:20: Und jetzt findest du mit dem Kunden was und wir haben das fest bei uns im Angebot mit drin.
00:30:23: also in dieser Position Namensfindungsprozess Brainstorming Namen haben wir ganz fest drin stehen.
00:30:28: wir liefern euch ein paar.
00:30:29: aber nehmt jetzt einen Marken und Patentanwalt dazu weil es passiert folgendes du machst ihnen fünf Entwürfe ist so eine gute Nummer wo sich die meisten Menschen gut entscheiden können dann schießen sie sich auf zwei eins dann ist einer ein Volltreffer und jetzt kommt der Anwalt dazu und dann ist es meistens vorbei.
00:30:43: ja wir hatten das.
00:30:45: das finde ich ein ganz spannendes Beispiel mit loop.
00:30:48: Das ist eine gute Herangehensweise, aber noch besser hat sich es aus meiner Praxis bewährt, wenn man den Marken oder Anbeil oder den Patentarbeit nicht erst in der Stufe heranzieht, sondern bereits begleitend in den Prozess reinnehmen.
00:31:01: So steht es in der Position drin.
00:31:02: Also wir würden den am Anfang gerne reinnehmen.
00:31:04: Perfekt,
00:31:04: denn dann kann der von vornherein vieles, worüber man sich ansonsten den Kopf zerbrechen, über den von vornherein rausnehmen.
00:31:11: Man fängt mit zwanzig Begriffen an, dann schaut er sich durch von den zwanzig Begriffen, zum Beispiel C. beschreibend oder nahezu beschreibend.
00:31:19: Und vor allem deswegen als absolute Eintragungshinternisierer aus der Beschreibung, die nicht unterscheidungskräftige oder freiheitungsbedürftige Marken
00:31:25: ist.
00:31:28: Na ja, Apple zum Beispiel ist ein schönes Beispiel, wäre beschreibend für Obst und Gemüse.
00:31:33: Das heißt, wenn Sie einen Obst und Gemüsestand aufmachen wollen, dann können Sie Apple nicht verwenden, oder können wir Apple nicht verwenden, weil Apple eben Apfel heißt.
00:31:40: für Computer hingegen ist natürlich schutzfähig.
00:31:42: Also man muss immer in Bezug auf die Ware ist es sich das anschauen.
00:31:45: Was sagt der Markenanwalt zu einem Markennamen Apple?
00:31:48: Perfekt für Computer ist perfekt.
00:31:50: Perfekt
00:31:50: schützbar.
00:31:51: Ich aus Marketing-Sicht würde sagen, einer der schlechtesten Namen, die man machen kann für Computer.
00:31:55: Ja, aus Marketing-Sicht sehen, ich glaube die Marken... Es ist ziemlich egal, sogar.
00:32:03: Ich glaube, es ist ziemlich egal, wie die Marke lautet.
00:32:05: Hauptsache, man peitscht sie ins Bewusstsein der Verbraucher ein.
00:32:08: Ich meine, bei Müllermilch, heißt Müllermilch nach England gegangen.
00:32:11: Das hat man gesagt, das kann doch nicht funktionieren.
00:32:13: Müllermilch mit England, die wissen ja gar nicht, mit den Übungen anzufangen, war aber ein Renner das Produkt.
00:32:18: In England hat er gesagt, egal, ich heiße so, ich heiße in England auch so.
00:32:21: Und ich glaube, wenn man genügend, ich habe mal den CEO damals von Yellowstrom gefragt, dass Yellowstrom ganz neu auf dem Markt war.
00:32:29: Wie lange braucht man denn, um so eine Marke in den Markt zu bringen?
00:32:34: Und hat gesagt, die Frage ist falsch.
00:32:35: Es geht nicht darum, wie lange es ist, sondern wie viel.
00:32:37: Genau.
00:32:38: Wie viel Geld
00:32:38: steckt
00:32:38: da rein, um die Marke zu bringen.
00:32:40: Und da wird es aber schon auch spannend.
00:32:41: Also ich bin voll bei dir.
00:32:43: Ich sage auch sehr oft zu meinen Kunden auch einen Satz, den man als Werber nicht sagen sollte.
00:32:47: Ich sage sehr oft zu den Kunden des Logos und die Marke machen wir erst mal für dich.
00:32:51: Und das ist ganz, ganz spannend, wenn du Kunden siehst, die kommen zu dir.
00:32:54: Die haben eine Idee.
00:32:54: Die sind vielleicht weit weg von Marke, weit weg von Design, ja, technisch oder finanzer oder so.
00:32:59: Und dann gibst du denen ein Bildnis, eine Wortbildmarke.
00:33:04: Das macht was mit denen.
00:33:05: Und dann druckst du das denen auf die Visitenkarte und die gehen ganz anders in die Spräche rein.
00:33:08: Also ich glaube bin hundertprozent überzeugt davon, dass man die Marke erstmal fürs Unternehmen macht.
00:33:13: Nichtsdestotrotz, es gibt schon einen spannenden Punkt.
00:33:16: Für mich ist zum Beispiel einer der, die wertvollste Marke sicher weltweit, aber einer der schlechtesten Marken Coca Cola.
00:33:21: Rote Signalfarbe, also Alarmfarbe für Lebensmittel völlig ungeeignet, würden wir, wenn wir sagen, wir entwickeln jetzt einen Getränk, niemals rot empfehlen.
00:33:28: Also aus der Fahrpsychologie völlig, völlig Banane.
00:33:31: Nicht lesbar, kaum lesbar, super schlecht.
00:33:34: Hand lettering schrift nicht verarbeitbar in der gastronomie.
00:33:38: stick ich muss es auf schürzen sticken ist ein richtiges scheiß logo muss man wirklich sagen wertvollstes logo der welt oder eine der top fünf marken auf jeden fall weltweit.
00:33:45: deswegen glaube ich es kommt gar nicht darauf an.
00:33:47: ich meine es kommt in rechtlicher hin sich natürlich entscheidend darauf an.
00:33:50: ist die mark geschützt?
00:33:51: also zwei kriterien erstens ist er absolut schutzfähig also freitagsbüchle oder nicht?
00:33:55: und zweitens gibt es ältere rechte?
00:33:57: also gibt kann man sie auch verwenden oder ist sie schon belegt?
00:33:59: deswegen habe ich vorhin gesagt wenn wir die zwanzig marken checken schauen wir absolut die schutzfähig Machen es Greening-Recherche, ältere Rechte und bleiben ohnehin noch drei Gebräche, wenn man sich Gedanken machen kann.
00:34:08: Aber in Marketing hinsicht.
00:34:10: Da verstehe ich jetzt nichts davon.
00:34:11: Das ist so ein aus der Berufserfahrung rausgesprochen.
00:34:15: Es ist, glaube ich, vollkommen egal, was es für eine Marke ist.
00:34:18: Sobald man, zum Beispiel Coca-Cola mag ja durchaus sein, dass das objektiv gesehen nach Marke den Kriterien schlecht ist oder Apple, aber trotzdem sind es absolute Top-Weltmarke, die jeder kennt.
00:34:30: Also ich glaube, es ist, wenn es jetzt nicht gerade eine Marke ist wie MRDÖ, die auf Französisch dann Merde heißt und der Toyota MR-II, das geht natürlich nicht solche Marken.
00:34:43: Aber Marken, die jetzt, wo man sagt, die sind jetzt vielleicht werbemäßig nicht optimal.
00:34:49: Wenn wir die ordentlich in den Markt prüsten, wenn die die Bekanntheit haben, ist es völlig egal.
00:34:52: Aber da liegt auch eine gewisse Verantwortung, glaube ich, drin, weil damit kämpfen wir ja auch viel mit meinem Content.
00:34:57: Wir haben in unserer Agenturbranche unglaublich viele Quatschkanonen, Agenturen, die ihrer Verantwortung überhaupt nicht bewusst werden.
00:35:02: Die haben wir leider auch in Augsburg.
00:35:04: Und da kommt jetzt schon die Verantwortung für mich.
00:35:06: Jetzt spielen wir schon im höheren Preissegment auch.
00:35:09: Aber auch da hat eine Agentur eine gewisse Verantwortung, auch zusammen jetzt das zu zerlegen und zu sagen, jetzt haben wir einerseits mal den Markenrechtler, der muss uns das recht... abklären.
00:35:18: Das ist eine Aufgabe.
00:35:20: Ich sehe es aber ganz klar auch bei der Agentur und diese Aufgabe nehmen viele nicht wahr.
00:35:23: Nicht im Design der Marke, im Entwurf der Marke, sondern auch dieses wie viel unter die Lupe zu nehmen.
00:35:29: Weil wenn das Geld nicht reicht um die Marke in den Markt zu pressen.
00:35:32: Weißt du wenn jetzt die Yellow Strom macht oder ich werden Mobilfunk anbiet, das ist alles völlig uninteressant.
00:35:36: Weil da wären Millionen über Millionen.
00:35:37: Wir reden da über Fernsehsports.
00:35:39: Mittlerweile produziert man das Fernsehsports, macht es halt über die Socials, über Internet.
00:35:42: Da weiß ich, ich habe sowieso meine fünfzehn, zwanzig Millionen Euro, damit drücke ich jede Marke in den Markt.
00:35:48: Wenn jetzt aber zum Beispiel du kommst mit einer Kanzlei und bist neu in Augsburg.
00:35:52: Und sagst jetzt, ich habe den super aussprechbaren, super schlecht aussprechbaren Namen, dann würden wir immer abraten.
00:35:57: Wo das jetzt auch finetisch zum Beispiel so wichtig viele Paaren zu marken, die was Positives verkaufen wollen und gehen dann hinten runter.
00:36:04: Das ist jetzt was sehr Sprachwissenschaftliches.
00:36:06: Na, aber wenn ihr Marke habt, die hinten macht da, da, da, da.
00:36:09: Und ich möchte aber ein Erfolgsprodukt anbieten, dann funktioniert das in unseren Köpfen damit.
00:36:12: Oder so harte Marken, die hinten so aufhören.
00:36:14: Wir sind in Deutschland eh in einer sehr harten Sprache unterwegs.
00:36:17: Und dann braucht man auch, also wir entwickeln auch gerne Marken, die so... den Erfolg zeigen.
00:36:21: Was
00:36:21: werden da ein Beispiel für eine Marke, die nach oben
00:36:23: geht?
00:36:23: Wenn wir es vorher hatten, Opodo.
00:36:25: Das ist eine sehr positive Marke.
00:36:27: Die geht gefühlt hinten auch hoch oder sie geht wenigstens straight durch.
00:36:31: Das ist ein verlässliches Produkt.
00:36:32: Das ist eher erstmal so Neo Software.
00:36:35: Also ich bin da irgendwie online und muss da buchen.
00:36:37: Da gab es am Anfang auch eine große Skepsis.
00:36:41: Das ist schon eine gute Marke.
00:36:43: Das sind immer zwei Beispiele.
00:36:44: Opodo Trivago.
00:36:45: Das sind halt zwei komplett erfundene... Worte erst mal und das ist einfach schon interessant.
00:36:53: Wir haben jetzt letztens zum Beispiel für eine Laborsoftware neuen Marken entwickelt und da geht es halt auch um Verlässlichkeit, da ist es ein wilder Markt auch und die haben wir jetzt LabLions genannt, also für die Labor Löwen quasi auch mit so einer Löwending.
00:37:06: Da kann ich mir wieder was vorstellen, das sind ja die Unterschiede in den Marken bei OPPO, du kann ich mir erstmal gar nichts vorstellen.
00:37:11: Gibt es hier auch ganz interessante Antitheper Software?
00:37:14: dass die Software, wenn man zum Beispiel neue Marke haben will für Bier oder Lastwegen, dann gibt bei der Software die Begriffe rein, die mit Bier irgendwie zu tun haben oder mit Lastwegen.
00:37:30: Und dann zerlegt die Software diese Begriffe in ihre Silben und setzt die Silben wieder neu zusammen.
00:37:35: Da kommt am Ende eine Marke raus, die zwar schutzfähig ist, weil es das Wort einfach nicht gibt.
00:37:40: Aber andererseits durch diese Silben, die verwendet werden in Bezug auf dieses Produkt, hat es trotzdem eine Konnotation.
00:37:47: Zum Beispiel eine Marke, wie Actros ist so entstanden für die schweren Lkw von Mercedes.
00:37:52: Perfekt.
00:37:53: Schau mal, das ist ja so eine Marke Actros.
00:37:54: Das sagt mir doch schon was.
00:37:55: Da ist diese Kraft GS schon spürbar.
00:37:58: Da ist Aktiv drin.
00:37:59: Da ist Aktor drin.
00:38:01: Da ist Trost drin.
00:38:02: Da ist Rost drin.
00:38:03: Das heißt, man spürt tatsächlich die Kraft.
00:38:06: Und die ist genau auf diese Weise entstanden.
00:38:08: Eigentlich nicht einfach.
00:38:16: Ja, und wir haben das ganz oft, dass auch Kunden zu uns kommen, die diesen Markenschutz komplett verplant haben, also die es einfach nicht gemacht haben.
00:38:23: Und dann haben die was Beschreibendes zum Beispiel oder halt einfach ein Wort aus dem Duden und so weiter.
00:38:27: Und dann sagen wir, das ist auch immer so eine schöne Termine, weil die kommen zu uns und die wollen eigentlich Gas geben mit uns.
00:38:32: Und dann sage ich ganz oft, wir hatten das jetzt erst letztens, die bauen jetzt hier so regionale... Nachversorger also bio regional will jetzt den Namen nicht unbedingt nennen, weil die haben tatsächlich ein größeres Markenthema.
00:38:43: Die haben eine ganz ganz einfaches Wort und dann gesagt ihr müsst euch jetzt ist der Zeitpunkt ihr habt jetzt zwei drei Filialen hier in der Region ihr wollt es rauf in den nächsten fünf Jahren auf dreizig Filialen ihr müsst jetzt sofort den Namen ändern weil es wird richtig richtig teuer es wird irgend ein großer kommen und das ist ja immer das Das hast du auch gesagt und das finde ich ganz wichtig, auch den Leuten immer zu sagen, es ist erst mal eine Hürde, die man damit schafft und das ist schon was, was man nicht vergessen darf.
00:39:08: Jetzt geht morgen, also Nummer eins kann der Mitbewerber es dir unglaublich schwer machen, das darf man auch immer nicht vergessen.
00:39:13: Ich kann den Mitbewerb auch beschäftigen, dass wir ja auch sehr viele gerade im Markengerecht erfüllen.
00:39:17: Wenn ich jetzt heute sage, so, jetzt habe ich einen Mitbewerber, der heißt Zawutschke, aber ich sage im Radio-Sport könnt ihr das überhören.
00:39:25: Das ist Zwetschge.
00:39:25: Jetzt kann ich den ersten Mal rufe ich dich an und sage, Werter haben schickt dir in den nächsten sechs Monaten die zwanzig Briefe, dann ist der beschäftigt.
00:39:31: Dann hat der auf jeden Fall schon mal keine Zeit mehr, sich um seine Agentur zu kümmern.
00:39:34: Das muss man einmal schauen.
00:39:36: Und das ist ja schon auch was, was alle machen.
00:39:38: Also, wenn jetzt ein Kunde neu zu uns kommt und hat eine Name und dann schaue ich und dann sehe ich sofort, zeitlich schnell.
00:39:43: beim DPMA oder Markencheck ist so eine Webseite, wo man nur die Zahlen oben sieht, die reichen.
00:39:47: für uns oft aus, geben den Namen einer stehen da oben, dreiundzwanzig eingetragene Marken und sagen, brauchen wir nicht weiter reden.
00:39:52: Brauchen wir an dieser Stelle nicht weiter reden.
00:39:55: Und diese, ich glaube, dafür ist für uns in der Marketingwelt Marke grad das wichtigste, eine Hürde zu schaffen, weil wir sind ja heute in einer Zeit, wo wir auch zum Beispiel Sachen IT Security haben, wir das Gleiche.
00:40:08: Hundertprozent Sicherheit gibt es nicht mehr.
00:40:09: Wenn jetzt heute einer kommt, der es drauf anlegt und unmenschliches Geld hat, dann kann der dir eine Marke... Auf jeden Fall mal verderben, wenn nicht sogar strittig machen.
00:40:18: Aber warum sollte ich das machen, wenn es viel einfacher geht?
00:40:20: Und so ist es ja in der IT auch.
00:40:22: Du kommst in jedes System heute rein.
00:40:24: So witzig, weil ich habe halt früher einen Vortrag zu IT-Sicherheit, deswegen bin ich gerade in dem Thema.
00:40:29: So, ein Passwort, das heute nur acht Zeichen hat, da kommt man relativ schnell rein.
00:40:33: Aber sobald es zwölf Zeichen hat, dauert es auch einmal Jahre.
00:40:36: Und das ist jetzt die Frage, was mache ich für eine Hürde?
00:40:38: Und da lohnt sich einfach die Marke.
00:40:40: Vielleicht kann man auch mal ein bisschen ausholen, wo wir da preislich liegen, weil es ist ja tatsächlich sehr, sehr günstig.
00:40:46: Also die deutsche Marke anwählen kostet, glaube ich, dreihundert Euro.
00:40:48: Genau, zweihundert neunzig Euro, wenn man es mit der professionellen Anwähle ist auf der Einrecht, sind es zweihundert neunzig Euro.
00:40:54: Der Anwalt kostet üblicherweise in der Größenordnung fünf bis siebenhundert Euro.
00:40:59: Also mit tausend Euro habe ich schon mal...
00:41:01: Ja, und da ist aber... Man muss kein Anwalt nehmen, man kann sich auch selber anmelden, aber es erspart sich sehr viel Ungemach, wenn man einen nimmt.
00:41:09: Das geht schon mal los mit so einfachen Dingen.
00:41:12: Man muss ja bei der Marke die Waren angeben, für die man den Schutz haben will.
00:41:16: Werbeagentur z.B.
00:41:17: ist die Klasse thirty-fünf, Werbung und Marketing, das ist relativ übersichtlich.
00:41:21: Das sind die Nizza-Klassen?
00:41:23: Ja, aber jetzt nehmen Sie zum Beispiel mal, nehmen Sie an, Sie wollen ein Büromöbel verkaufen, so schöne Tische wie hier.
00:41:30: Ich will ein Büromöbel verkaufen machen.
00:41:32: Ich will in der Stadt, in den Laden machen, ich brauche eine Marke für mein Büromöbel verkaufen.
00:41:36: Dann schaue ich in die Nizza-Klassifikation rein, finde Klasse zwanzig, Möbel, Möbelspiegel, Rahmenzeug, perfekt, der passt wunderbar.
00:41:46: Damit habe ich genau das falsche gemacht.
00:41:48: Weil ich kein Möbelhersteller bin.
00:41:50: Ein Möbelhersteller braucht die Marke für Möbel.
00:41:52: Nicht ein Möbelhändler.
00:41:54: Ein Möbelhändler braucht wieder die Fünfunddreißig.
00:41:56: Und zwar mit der Formulierung Groß- und Einzelhandelsdienstleistungen mit Möbeln.
00:42:00: Das heißt, er hat eine Marke.
00:42:01: Er meinte, er hat die richtige, weil er Möbel drin stehen hat.
00:42:04: Aber er hat komplett die falsche.
00:42:06: Und er kann sich auch nicht durchsetzen.
00:42:07: Die Marke wird löschungsreif nach fünf Jahren, weil er sie nicht benutzt.
00:42:10: Er hat auch keine Möglichkeit gegen Dritte vorzugehen damit.
00:42:14: Und das sind so die einfachen kleinen Fehler.
00:42:16: und die vermeiden man halt, wenn man sich professionell in Rat holt, ganz abgesehen davon, dass ein paar Länder so fortzieht, ob absolute Eintragungshindlüsse vorliegen, dass er zu einer Recherche raten würde, zumindest so eine Identitätsrecherche, dass er, wenn man kollidierende Marken findet, Abgrenzungsvereinbarungen, Ausarbeit und solche Dinge.
00:42:34: Also das Geld ist relativ gut angelegt.
00:42:37: und die Marke hält ja zehn Jahre zunächst einmal, dann kann man sie verlängern.
00:42:41: Das heißt, diese roundabout tausend Euro, die sind dann aufs Jahr gerechnet nur noch hundert Euro.
00:42:46: und das ist als Investition.
00:42:47: ... in die Rechtssicherheit, die man damit hat, ... ... eigentlich ein relativ geringer Betrag, ... ... wenn man es mit Versicherungen vergleicht.
00:42:53: Also ich finde, das ist ein No-Brain auch.
00:42:55: Deswegen haben wir das auch ganz, ganz ... ... präsent bei uns in den Angeboten drin.
00:42:59: Und das wäre auch meine Bitte an alle Agenturen, ... ... fordert es da eure Leute darauf auf.
00:43:02: Das ist erst mal bei uns ein Disclaimer.
00:43:03: Wobei, muss ich auch sagen, ... ... da können wir vielleicht im Nachgang ... ... nach unserem Fortkast dann nochmal sprechen.
00:43:10: Ich glaube, ... ... dass man das einfach als Agentur auch ... ... einfach als Produkt anbieten sollte.
00:43:14: Und wenn ich da jetzt drin hab, ... ... Markenrecherche ... Basis, das würde erst mal reichen.
00:43:18: Also da muss er jetzt nicht die komplette Beratung, die Anmeldung und so weiter, aber dass man erst mal sagt, hier, da ist ein fünfhundert Euro, jetzt sind wir mal ehrlich, eine gute Marke kostet zehn, zwanzig, tausend Euro, wenn ich die bei einer Agentur entwickeln lasse.
00:43:27: Was sind da fünfhundert Euro, was sind da tausend Euro?
00:43:29: Und die Leute verstehen immer nicht, dass sie sich da so viel verbauen können.
00:43:32: Jetzt baust du dir eine Marke auf, das ist ja, das baut sich über die Jahre auf.
00:43:36: Jetzt geht er in die, naja, in die verlassenen Anerstraße, brauche ich vielleicht nicht mehr gehen, also in eine gute Fußgängerzone und baue mir da einen Namen auf.
00:43:43: und jetzt kommt, und das finde ich auch noch mal ein ganz spannender Punkt, Man muss eine Marke benutzen, das ist auch relativ spät immer bei den Leuten so auf den relevanten Set.
00:43:51: Also ich kann es heute nicht, das hat auch was Tröstliches, ich kann es heute nicht sagen, ich habe einen Kofferraum voll Gold, jetzt kaufe ich mir alle möglichen Marken und dann schaue ich mal was passiert, sondern man muss diese Marke aktiv benutzen.
00:44:03: Weil sonst kann sie mir auch wieder einer nehmen quasi.
00:44:05: Genau.
00:44:06: Das deutsche Gesetz noch das europäische räumte Markeninhaber eine Schonfrist von fünf Jahren ein.
00:44:10: Das heißt, in den ersten fünf Jahren kann er machen, was er will.
00:44:13: Hat die vollen Verbietungsrechte aus der Marke.
00:44:15: Aber nach Ablauf von fünf Jahren kann er die Marke nur noch in dem Umfang durchsetzen, indem er sie tatsächlich benutzt.
00:44:22: Das heißt, wenn ich für fünf Nizza-Glasen die Marke habe, aber nur für einen benutze, dann sind die anderen, ist für die anderen die Marke nicht mehr durchsetzbar.
00:44:30: Was ja auch richtig ist.
00:44:32: Und was auch wieder ein Teil der partienarbeitlichen Beratung ist, das heißt, das schaue ich als erstes drauf, bin ich eine Marke im Mittel, wie alt ist die denn?
00:44:40: Und wenn sie älter als fünf Jahre ist und schaue ich mal kurz ins Internet oder nach anderen Informationsquellen, ja, wofür wird die denn überhaupt benutzt?
00:44:47: Und wenn ich dann sehe, die wird für das, was meinen Mandanten interessiert, nicht benutzt, dann kann sie identisch sein und tut trotzdem nicht weh.
00:44:55: So ein Punkt, auf den man sorgfältig achten muss, wenn man mag eine Recherche auswertet.
00:44:58: Vielleicht
00:44:59: auch diese Abgrenzungsgeschichte ist auch noch mal ein spannender Fall.
00:45:03: Es gibt ja durchaus, finde ich übrigens eines der spannendsten Beispiele immer, ich finde es so lustig, weil der wissenschaftliche Name ist Klemmbausteine.
00:45:10: Und das kennt jeder Duplo, das hat jeder schon mal probiert, wenn er keine Haselnussallergie hatte, also als Snack, diese Süßigkeit Duplo und dann gibt es ja die Duplo Klemmbausteine.
00:45:18: Wir hatten was sehr ähnliches.
00:45:20: Wir nennen unser Team ja schon immer, zwanzig Jahre jetzt kreativ wie heute.
00:45:24: Und es gab mal die Idee, Nicht für diesen Podcast, sondern für den anderen Podcast, die wollten wir Mäute nennen.
00:45:30: Und wir haben uns als Wortmarkt geschützt und lassen Kreative Mäute.
00:45:33: Die gehört uns.
00:45:34: Und dann haben wir nochmal überlegt, wie wir das mit dem Podcast machen.
00:45:39: Und dann... kam ganz schnell die Erinnerung, wir haben uns damals mit Mäute, mit der Festivalband geeinigt und da gab es eben eine Abgrenzungsvereinbarung.
00:45:47: Die haben gesagt, die, also wir haben damals kreative Mäute eingetragen, als, nee, das war anders, wir haben Mäute eingetragen.
00:45:53: Das ist natürlich bei denen im Patentanwalt, muss man sagen, bei euch läuft sehr viel mit Software, klingen, gehen benachrichtigt auf.
00:45:59: Und dann haben sich die Anwälte relativ schnell kurz geschlossen.
00:46:02: Und dann war es aber auch ganz gut, weil es dann relativ schnell Kaisen hat.
00:46:06: Hier ist die Handynummer vom Zwetschger und hier ist die Handynummer von dem Mäute.
00:46:10: Macht ihr das schnell untereinander aus, weil es ist eigentlich relativ einfach.
00:46:13: Ihr wollt ein Podcast machen, aber natürlich ist bei uns diese Nizza-Klasse auch mit Musik und Merchandise und einem möglichen Beleg.
00:46:19: Ihr seid in den gleichen Nizza-Klassen, das passiert relativ häufig, gerade in den Fünfundreißig und Einenvierzig, um die es hier geht.
00:46:25: Bei euch ist Fünfundreißig und Einenvierzig
00:46:27: in
00:46:27: beiden Fällen.
00:46:28: Und da begegnet man sich relativ häufig.
00:46:30: Es kann aber sein, dass man vollkommen verschiedene Dinge macht.
00:46:33: Denn die einundvierzig ist Ausbildung, Erziehung, Unterhaltung.
00:46:36: Da fällt das drunter, was wir gerade machen.
00:46:38: Da fällt aber auch ein Salonorchester drunter.
00:46:40: Und die fünfunddreißig ist die Werbeklasse.
00:46:42: Da fällt auch relativ viel drunter.
00:46:44: Wenn man sich in den Klassen begegnet und nicht zufällig mal wirklich genau das Gleiche tut, dann kann man sich in der Regel sehr gut abgrenzt voneinander setzen.
00:46:51: Natürlich manchmal ein bisschen guten Willen bei der Parteien voraus.
00:46:55: Aber in meiner Erfahrung nach haben die allermeisten Parteien, die sie im gewerblichen Rechtsschutz betätigen, schon guten Willen.
00:47:01: Dann gibt es ein paar, die mit dem Kopf durch die Wand wollen.
00:47:04: Den kann man nicht helfen.
00:47:05: Das
00:47:05: kann man nicht helfen, die sind wirklich in Leben ja auch so.
00:47:08: Aber die meisten sehen diese Dinge mit einer großen Vernunft und sagen, okay, eine Werbagentur tut mir als Band nicht weh.
00:47:15: Ja, ja, ja.
00:47:16: Also das war, glaube ich, auch die gute Empfehlung.
00:47:18: oder allgemein, das stelle ich in meinem Job immer wieder fest, fragen mich auch viele Agenturen, ja, aber was mache ich, wenn dann der Kunde und dann haben wir einen Vertrag und dann haben wir ein Problem, also reden hat schon immer geholfen.
00:47:28: Genau.
00:47:28: Und ich glaube, das war auch, das ist auch nochmal was anderes.
00:47:30: Gehe ich mit dem Anwalt schreiben, an den anderen Anwalt hin, die beide mit Geld verdienen, sich schreiben zu schreiben oder rufe ich einfach an und sage, du, wir haben gar nichts vor.
00:47:38: Also, ich sag dir kurz, was ich machen will, ist es in Ordnung für euch.
00:47:40: Lass uns einen einen Seite aufsetzen und dann passt es oder mal lässt es halt auch gut sein.
00:47:44: Aber du musst man sich auch selber manchmal wieder erinnern, was man für Marken hat und für was man sich dann auch benutzen darf.
00:47:49: Das ist kein Freibund.
00:47:52: Ja, super spannend das Thema.
00:47:54: Da müssen wir ein Produkt entwickeln, Bertram.
00:47:55: Wir brauchen so ein Produkt, das wir unseren Kunden gleich mitverkaufen können oder was man Agentur noch mitverkaufen kann.
00:48:00: Weil ich finde es auch so, ich denke immer mehr in Produkte heute auch.
00:48:06: Das kann man auch einfach stricken.
00:48:08: Da haben jetzt Juristen nicht so das Problem, damit.
00:48:10: aber Agenturen haben ganz oft immer Angst auch beim Datenschutz und so.
00:48:12: Und wir haben zum Beispiel ein ganz klares Produkt, das heißt Datenschutzrecht und Technikpaket.
00:48:16: Da haben wir jemanden dazugeholt von außen.
00:48:17: Das macht nicht mal eine Anwaltskanzlei, sondern ein Datenschutzbeauftragter, ein Externer.
00:48:21: Der hat sich wiederum auch versichert.
00:48:22: Das muss man ja auch immer sagen.
00:48:24: Also auch ein Anwalt und auch ein Patentanwalt ist nicht allwissend, sondern es gibt immer eine Versicherung dazu, wenn da was grobfallesiges passiert ist.
00:48:30: Klar, wir sind sogar vorgeschrieben
00:48:31: bei uns.
00:48:32: Wir
00:48:32: müssen die Berufshaftpflicht versichern haben.
00:48:34: haben wir natürlich auch, wir haben eine mit fünf Millionen Euro Deckung.
00:48:38: Das heißt, wenn z.B.
00:48:39: bei uns ein europäisches Patentenbach runtergeht, was noch nie passiert ist zum Glück und was hoffentlich auch nie passieren wird, aber dann geht das natürlich schnell mehr in die Millionen.
00:48:47: Das ist klar, das muss ja auch gar keine anweitliche Fehler sein.
00:48:50: Das kann ein Fehler im Büro sein, das eine Frist nicht notiert wird zum Beispiel, die ist dann abgelaufen und nicht wieder einsetzbar.
00:48:56: So was passiert, wie gesagt, bei uns ist es noch nicht passiert, aber man kann Fehler, menschliche Fehler, wo Menschen arbeiten, nicht ausschließlich.
00:49:04: Das gehört auch dazu und der muss auch erlaubt sein.
00:49:06: Also was ich immer so spannend finde, ist halt, dass die Leute sich so aus der Verantwortung ziehen.
00:49:10: Weil schon am Ende des Tages kann ich nicht, das habe ich ganz oft, dass dann Agenturen sagen, ja wir haben keinen Text da, also können wir keine Texte anbieten.
00:49:16: Aber wenn du zu uns kommst und sagst, du willst eine Webseite, dann müssen wir die Texte anbieten können.
00:49:19: Das gehört zu unserer Dienstleistung dazu.
00:49:21: Und wenn wir keinen Text da haben, dann müssen wir uns jemanden suchen, der das macht.
00:49:23: Und das glaube ich halt eben auch, man kann jetzt nicht im Logo Game mitspielen.
00:49:27: Das haben
00:49:27: wir übrigens auch schon oft gehört, wir haben keinen Text da.
00:49:30: Das Text ist scheinbar so unglaublich schwierig.
00:49:32: Ja, nee.
00:49:33: Also es gibt unglaublich gute Leute, die das unglaublich gut können.
00:49:37: Die brauchen halt auch wieder einen guten, also es geht immer um Wertschätzung am Ende des Tages.
00:49:41: Und wenn ich sage, Text ist nicht so wichtig und ich glaube, das ist eine der wichtigsten Dinge, die wir in Zukunft haben, weil da werden wir uns ganz klar mit empathischen, mit emotionalen, mit hoch kreativen Texten absetzen können von der KI, weil da kommt nur Einheitsbau raus, shit in, shit out und Mittelmaß.
00:49:58: Das leisten sich die Agenturen nicht, weil sie es nicht als ihre Aufgabe sind.
00:50:01: Das ist ganz oft so, wir haben kein Text, wir haben kein Foto, wir machen keinen Datenschutz.
00:50:05: Dann sage ich, aber was macht ihr denn überhaupt noch?
00:50:06: Also irgendwelche gebunden Bilder und die dann zusammenkleppeln, die dann nicht mal Datenschutzkonform in den Netz rumfliegen, dann werdet ihr eurer Verantwortung nicht bewusst.
00:50:13: Und das ist halt so ein bisschen der Wildwuchs in der Agenturbranche.
00:50:16: Und eigentlich gehört es dazu, man muss dieses Markengeben mit anbieten können, da man selber nicht darf, muss man eigentlich Produkt draus machen.
00:50:23: Das ist eigentlich ein gutes Produkt.
00:50:25: Ja, das sehe ich ganz genau so.
00:50:26: Da bauen wir was.
00:50:27: Ja, wir
00:50:28: machen ein Prozess auf.
00:50:31: Das lässt sich ja auch schön digital abarbeiten.
00:50:33: Absolut.
00:50:35: Ja, ich glaube auch tatsächlich, dass da schon auch ein bisschen eine neue Generation kommt.
00:50:38: Deswegen, also wir haben ein paar EU-Marken jetzt mit WBS gemacht, weil die das mehr als Produkt aufsehen.
00:50:43: Also das ist gänzlich unterschiedlich, wie wenn man bei dir eine Aspiratung hat oder bei jemand anderen im Augsburg.
00:50:49: Aber es bringt die Leute schneller erst mal überhaupt in dieses Thema rein.
00:50:54: Das ist ja immer auch gut.
00:50:55: So immer mein Rad, gell?
00:50:56: Ist für mich auch ganz spannend, dass er sich dann kein Patentanwalt suchen, weil ein Steuerberater würde sich jeder suchen.
00:51:01: Also ich mache eine Firma auf und dann ist klar, ich brauche vielleicht auch einen Anwalt, wäre auch nicht schlecht.
00:51:05: Sag auch immer, sucht euch einen Anwalt, bevor ihr ihn brauchst, dann habt ihr schon mal jemanden.
00:51:10: Und ja, da frage ich mich auch, woher kommt das?
00:51:14: Was hast du da für eine Vermutung?
00:51:15: Also warum sehen die Leute dieses Patentrecht nicht wichtig?
00:51:17: Das ist doch hier Hauptessent.
00:51:18: Bei der Steuer, wo man auch noch einen Finanzamt hat und wenn ich jetzt nicht tatsächlich die völlige Krise verursacht oder mutwillig irgendwas mache, kann ich die anrufen, kann mit denen reden, kann mit denen verhandeln.
00:51:28: In der Marke gibt es keine zweite Chance.
00:51:30: Warum sparen die Leute sich bei ihrer Geschäftsidee, mit der sie sich ersetzt?
00:51:35: Es hat ja noch keiner gestartet und gesagt, ich habe so eine lauwarme Idee.
00:51:38: Schauen wir mal, ob ich das mache.
00:51:39: Die sind ja alle völlig euphorisiert, auch wie sie bei dir wahrscheinlich am Tisch sind.
00:51:43: Das ist das Problembewusstsein, glaube ich, der Entfahrt da.
00:51:45: Die wollen natürlich das Unternehmen gerade der Gründe in erster Linie auf sein neues Business und schaut, dass alles passt.
00:51:51: Und dann lässt sich einen schönen Namen ein.
00:51:52: Ein Fan sagt, der Name ist klasse.
00:51:54: Im günstigsten Fall meldet er noch beim Patentamt an, ohne aber vorher zu recherchieren.
00:51:59: Und dann bekommt er nach zwei, drei Jahren die Abmahnung.
00:52:01: Und das erlebe ich jetzt wirklich, möchte ich grad sagen, wöchentlich.
00:52:05: zweimal im monat auf jeden fall dass jemand kommt mit dem abendschreiben sagt ich habe doch ich habe ich für doch die marke schon seit drei jahren und sage ja haben sie den recherchiert ob sie vorher schon gab?
00:52:16: er hat jetzt gemerkt und jetzt
00:52:18: das haben probleme.
00:52:19: probleme.
00:52:20: da würde mich nur eins interessieren mit blick auf die uhr wir müssen noch zum hedonismus kommen wichtig es gibt aber doch schon noch was wenn ich jetzt das schon verwendet habe.
00:52:33: Also der hat jetzt nicht die Marke, aber er verkehrt mit dieser Marke.
00:52:37: Naja, wenn er die Firmierung hat, also wenn er so firmiert, wenn er so eine Firmierung hat, dann hat er über seine Firmierung ein Recht, ein weiter Benutzungsrecht im bisherigen Umfang, auch im bisherigen territorialen Umfang.
00:52:49: Das heißt, wenn die Firma nur in Augsburg und in Schwaben benutzt worden ist, dann beschränkt sich das Recht eben auf Augsburg und Schwaben.
00:52:57: Es gab mal bekannte Geschichten, ich glaube, Rialto war es.
00:53:00: Langnese Rialto, die hatten die Eiskrim Rialto.
00:53:03: Bundesweit natürlich, klar.
00:53:06: Und in München gab es ein Eiskaffee Rialto.
00:53:08: Und die haben durchgesetzt... dass in München keine langnäße realtor als krim verkauft werden darf.
00:53:15: Die haben sich dann zwar geeinigt, vermutlich ist auch Geld geflossen dabei.
00:53:18: Ganz
00:53:19: bestimmt sogar.
00:53:20: Aber
00:53:21: man sieht, das ist ein territorial begrenztes Kennzeichenrecht, ein Firmenrecht.
00:53:25: Weil die hießen eben realtor als café und hatten deswegen ein Recht an ihre Firmenbezeichnungen.
00:53:29: Hatten aber keine Marke.
00:53:30: Also das muss man bei der Recherche auch einfach aufschauen.
00:53:32: Das war nur die Firmenbezeichnung.
00:53:34: Wenn sie eine Marke gehabt hätten, dann wären sie weit aus besser dran gewesen.
00:53:37: Dann wäre auch der Betrag vermutlich um eine Null oder um zwei Null.
00:53:41: Gebrüchen, den Sie, die ich vermute ja nur, ja, den Sie vielleicht bekommen haben könnten, weil dann hätten Sie langnäße in ganz Deutschland die Benutzung unterbinden können, dann wäre es natürlich, entweder die hätten sich dann einen neuen Namen gesucht oder sie hätten mehr bezahlt.
00:53:54: Das heißt, die Marke gibt automatisch ein bundesweites Verbietungsrecht, wohin gegen die Firmenbezeichnung nur ein territorial und sachlich begrenztes Verbietungsrecht gibt.
00:54:07: Außerdem, wenn man jetzt eine Marke benutzt, die nicht die Firmenbezeichnung ist, also eine Produktmarke und meldet die nicht an, dann hat man in Deutschland überhaupt kein Recht dran, also auch kein... Weiterbenutzungsrecht, wenn jemand andere die gleiche Marke dann anmeldet, kann er einem das verbieten.
00:54:23: Das in England und den USA ein bisschen anders, da gibt es sogenannte Vor- und Weiterbenutzungsrechte.
00:54:27: In Deutschland gibt es das nicht, das ist relativ streng und das erleben wir ja eben ständig, dass jemand irgendeine Produktmarke benutzt jetzt nicht die Hausmarke für die Firma, sondern die Produktmarke und dann zur Unterlassung aufgefordert wird und dann eben auch eine neue Marke sich suchen
00:54:42: muss.
00:54:43: Ist ja auch ganz gängig, also wenn man die großen Wo wir gerade sagen, Verbrecher, Lebensmittelhersteller in Deutschland, Unilever und wie sie alle heißen anschaut.
00:54:51: Also es ist nur die Firmierung.
00:54:52: Da ist die Firmierung und dann gibt es da ganz viele Marken.
00:54:54: So ein Geo-Chips heißt es nicht die Geo-Chips geben wie Haar, sondern die hängt unter irgendeinem großen Prozent.
00:54:59: Ganz genau, ja.
00:55:00: Da stecken ja immer nur fünf oder sechs große dahinter, aber dafür haben sie eine riesige Anzahl von Marken.
00:55:05: Wobei in letzter Zeit noch eine weitere Markenkategorie zunehmend Bedeutung hat, das sind die Handelsmarken.
00:55:13: Der Handel geht zunehmend dazu über.
00:55:15: nicht mehr auf die Markenprodukte zu setzen, so ein eigenes Handelsmarkt zu entwerfen, was den Markenherstellern gar nicht so gut gefällt.
00:55:21: Aber die Handelsmarken haben inzwischen, kann ich es keine Prozesse nennen, aber eine unglaublich große Bedeutung und damit versuchen natürlich die Händler und große Händler auch die Hersteller unter Druck zu setzen.
00:55:31: Also so ein Jahr oder Billig und Gut.
00:55:34: oder heißt Billig und Gut?
00:55:35: weiß ich gar nicht, rewe feine Wahl oder so.
00:55:38: Es gibt durchaus einige Marken, die man auf den ersten Blick gar nicht als Handelsmarken erkennen würde.
00:55:44: Sondern um mein neuer, das sind Herstellermarken, das die kennen wir, aber in Wirklichkeit sind sie eben auch Handelsmarken.
00:55:49: Ah, die der Supermarkt einfach selber?
00:55:51: Ja, genau.
00:55:51: Das ist
00:55:52: ja ein bisschen das Amazon-Phänomen, der Supermarkt weiß ja am besten was er selber... am meisten verkauft.
00:55:56: Und dann schaue ich mir das halt an und baue nicht ein Unit auf und sage jetzt, lass uns das mal selber herstellen.
00:56:00: Ja, und das Supermarkt ist weniger abhängig von den Händlern.
00:56:03: Und dann kann es sagen, na ja, wenn du mir keine Qualität mehr lieferst oder keinen guten Preis mehr, dann gehe ich eben woanders hin, lass mir meine Joghurtbecher woanders füllen und klebe dieselbe Platine obendrauf.
00:56:13: Denn es ist ja die Marke des Händlers und nicht mehr die Marke des Herstellers.
00:56:16: Also die schaffen sich sozusagen die Markenvorteile selber auf Handelsebene und nicht auf Herstellerebene.
00:56:22: Das ist
00:56:23: doch auch wild, oder?
00:56:24: Ich habe hier auch das Gefühl, wir sind in so einem Zeitaltergrad.
00:56:29: Viele reden von der Wirtschaftskrise.
00:56:30: Ich sage schon, seit Wochenende sehe ich keine Wirtschaftskrise, sondern die Managementkrise.
00:56:33: Aber irgendwie sind wir schon auch so in einem Zeitalter angelangt.
00:56:37: Wo alle schon ein bisschen auch versuchen, sich gegenseitig zu verarschen.
00:56:40: Also habe ich so das Gefühl.
00:56:41: Bei Amazon hat man was sehr ähnliches.
00:56:44: In den donierenden Umgebungen, paar Leute, die Amazon im großen Stil handler sind, die sagen, wenn dein Produkt irgendwann zu groß wird, dann wird es ein Amazon Basic Produkt.
00:56:53: Die listen dich einfach aus, die schmeißen dich raus und sagen, die Wäscheklammern laufen so gut.
00:56:57: Die Fabrik, wo du das in China produzierst, wir kennen die, weil das Paket kommt immer bei uns im Logistikzentrum an.
00:57:02: Es steht doch drauf, wer es uns geschickt hat.
00:57:04: Jetzt machen wir mit ihnen halt ein Deal, du bist drauf.
00:57:06: Wenn man dem Teufel die Hand reicht.
00:57:07: Das meine ich.
00:57:09: Umso wichtiger, dass man rechtlich dann auf der richtigen...
00:57:12: Ja, mein Ammo zum Kumpel kommt kaum vorbei.
00:57:14: Das ist der absolute
00:57:15: Teufel, das sieht man dem ja schon an.
00:57:16: Also er hat unsere Frisur, das steht ihm gut, aber ansonsten ist er der Teufel auf jeden Fall.
00:57:21: Das ist eigentlich ideal, das System, die lassen die Leute versuchen und probieren und das ist ein Produkt, das dann unter hundert läuft, das schnappen sie sich selber.
00:57:32: Und dafür geben sie bei Amazon noch Geld für die Werbung von ihrem Produkt aus, also sie bezahlen die komplette Ideenentwicklung auf jeden Fall.
00:57:39: Ja, auf jeden Fall.
00:57:40: Also ich bin auch kein großer Ab und zu kommen, nicht dran vorbei bei Amazon zu bestellen, aber ehrlich gesagt, wenn ich irgendwas finde, was mir gefällt, dann versuche ich eine zweite Quelle aufzutun und versuche manchmal direkt bei dem Händler zu bestellen.
00:57:54: Also ich bin jetzt kein bewusster Unterstützer von Amazon, aber ich verstehe die Leute, die es natürlich toll finden, denn sie können es zurück schicken.
00:58:00: Es kostet alles nächstes unheimlich bequem.
00:58:02: Man kriegt Punkte, man hat One-Click-Shopping.
00:58:05: Also wir haben es auch versucht zu eliminieren.
00:58:07: Es ist tatsächlich in manchen... Bei uns im Business, nicht möglich.
00:58:12: Man kann es nicht eliminieren, aber man kann es vielleicht ein
00:58:15: bisschen... Reduzieren, ja.
00:58:16: Es ist ja allgemein was, wo wir Menschen dazu neigen, das merke ich schon auch immer mehr.
00:58:20: Ich sage immer ganz oft zu den Leuten, was kostet denn die WhatsApp-App?
00:58:24: Was kostet die denn?
00:58:25: Dann sagen die, die ist kostenlos.
00:58:26: Dann sage ich, das ist die teuerste App auf deinem ganzen Telefon.
00:58:29: Und aber irgendwie hat der Mensch generell, dann nehme ich mich nicht aus, so ein Verdrängungsmechanismus.
00:58:34: Man weiß eigentlich, was läuft.
00:58:37: Kollegen hier, der war jetzt jahrelang nicht auf Instagram und jetzt hat er sich angemeldet und die ersten einhundert Freundesvorschläge waren Volltreffer.
00:58:43: Naja, woher kommt es?
00:58:44: WhatsApp gehört zu Meta, Instagram gehört zu Meta.
00:58:46: Die Bewegungsprofile werden in der App gespeichert.
00:58:48: Das ist ein Matching, der weiß, der hält sich hier immer mit den anderen zwei und zwanzig Leuten in der Agentur auf.
00:58:53: Also es ist uns ja alles bewusst.
00:58:55: Aber irgendwie schaffen sie diese Produkte so sexy zu sein und so gut und so einfach zu sein und umgarnen uns mit so einer einfachen User Experience, dass wir bereit sind, bei WhatsApp unser ganzes Leben zu... Jedes Bild, das wir über WhatsApp versenden, verlässt unsere Eigentum.
00:59:10: Das ist ja völlig krank.
00:59:12: Also völlig krank.
00:59:12: Das würde ich mal nie machen.
00:59:13: Ihr renne mich nur an die neunzige Jahre.
00:59:15: Durch die spätten Achtziger gab es mal die Volkszählung in Deutschland.
00:59:19: Ja, also nur vom Fernsehen.
00:59:21: Ja, da gab
00:59:22: es eine Volkszählung.
00:59:23: Da wollten die Leute irgendwie über die Lebensverhältnisse der deutschen Bescheid wissen.
00:59:28: Es war eine offizielle Geschichte von der Bundesregierung.
00:59:30: Es wurden Fragebogen verteilt mit zwanzig Seiten, wollten wissen, ob man eine Gasheizung hat und wie viele Leute in der Wohnung wohnen und Kinder, männlich, weiblich, also alle möglichen Daten.
00:59:41: Das gab Protest.
00:59:42: Riesenaufschrei.
00:59:43: Demos.
00:59:43: in allen Städten von München bis Berlin sind die Leute auf die Straße gegangen.
00:59:48: Wir wollen uns nicht nackt ausziehen.
00:59:49: Wir wollen unsere Infos nicht preisgeben.
00:59:52: Das ist nichts gegen Facebook.
00:59:53: Unglaublich.
00:59:54: Nichts dagegen.
00:59:55: Unglaublich.
00:59:56: Ja, sind wir beim nackt ausziehen.
00:59:58: Ja.
01:00:00: Das war jetzt eine charmante Überleitung.
01:00:04: Ich glaube, Presse bei vor zwei oder drei Jahren.
01:00:07: Die ganze Stadt spricht über das Kleid von deiner Frau.
01:00:11: Ja.
01:00:11: Sprechen die dich auch direkt an?
01:00:13: Ja, manche sprechen mich direkt an, in der Regel sprechen sie mich nett und höflich an, die die Böse sprechen, die trauen sie meistens
01:00:19: nicht.
01:00:19: Die kennt man gar nicht.
01:00:21: Aber was sagen die dann?
01:00:23: Die netten oder die netten sagen, dass ihnen gefallen hat.
01:00:25: Die sagen, dass sie es leisten kann.
01:00:27: Wenn sie sich es nicht leisten kann, werden sie es auch tragen.
01:00:29: Ja, also das gibt es durchaus positive Rückmeldungen, finde ich auch ganz, ganz okay.
01:00:33: Und dann gibt es natürlich viele, gerade bei Facebook, hat sie auch ein bisschen ein Shitstorm bekommen, die Kamplers, so was.
01:00:38: Und jetzt kennt sie ja jeder.
01:00:39: Na, mein Gott, wenn sie im Beginn am Strand ist, dann ist es genau so.
01:00:41: Das ist auch noch viel dabei.
01:00:42: Also, da setzen wir uns komplett drüber hinweg über solche Geschichte.
01:00:47: Das wird
01:00:48: mich eben vor allem interessieren.
01:00:49: Also, ist es ein... Ist es euch einfach komplett wurscht?
01:00:55: Ja, ich benutze es jetzt nicht als Anziehungsmagnet oder so was.
01:00:58: Nicht so, dass ich sage ziemlich sechsetig an, damit die Leute, damit du in die Zeitung kommst, auf gar keinen Fall überhaupt nicht.
01:01:03: Ich mische mich da gar nicht ein.
01:01:04: Ihre Sache ist, ihr gefällt es und die zeigt man dann meistens vorher nicht immer.
01:01:09: Ich sage ja, das ist okay, machen wir.
01:01:11: Und ich würde aber nie darauf kommen, zu sagen, das kannst du machen.
01:01:15: Aber man sendet ja, also das ist so das, aber ich muss sagen, ich bin an dem Punkt in meinem Leben, das hat mir auch viel Content machen, bzw.
01:01:21: gelernt.
01:01:22: Mir ist alles wurscht.
01:01:23: Es interessiert mich nicht.
01:01:23: Also es ist mein Leben, es interessiert mich wirklich gar nicht.
01:01:26: Aber das würde ich gerne rausfinden.
01:01:29: Also ist es so, dass er sagt, das gefällt uns und deswegen machen wir das, aber nichtsdestotrotz ist ja Fakt, dass man was aushendet.
01:01:36: Ja, also in dem Moment war es uns vorher tatsächlich nicht bewusst, was noch da war.
01:01:40: Tatsächlich nicht, weil diese Blitzlichtsituation war eine andere als dich zu Hause machen.
01:01:45: Ja, klar, logisch.
01:01:48: Das war uns gar nicht in der Form klar.
01:01:50: Aber selbst wenn es so gewesen wäre, hätten wir wahrscheinlich nichts dran geändert, warum auch.
01:01:53: Ich meine, ich will kein politisches Amt mehr begleiten in der Stadt.
01:02:00: finden das entweder gut oder es ist ihnen egal, aber es ist noch keiner gekommen, der sagt, ich kündige jetzt ihnen das Mandat, weil sie zu explizit in der Öffentlichkeit unterwegs sind.
01:02:09: Aber dann passt es dir vielleicht auch.
01:02:10: Also das finde ich auch immer so ein guter Geld.
01:02:11: Ich will dir
01:02:12: dann mit Smogging den seriösen Kontrapunkt wieder so wissen.
01:02:14: Wir sind ein schönes Paar und haben ein schönes gemeinsames Auftreten.
01:02:17: Wir drehen noch gern gemeinsam auf.
01:02:19: Jetzt vielleicht nicht gerade bewusst so in dieser Form.
01:02:21: Das hat ja im nächsten Jahr dann noch mal eine Resonanz gefunden.
01:02:24: Die Leute warten ja.
01:02:25: Die Leute warten dann.
01:02:26: Der Mensch ist neugierig.
01:02:27: Die haben alle selber zu wenig zu tun auf jeden Fall.
01:02:29: Ja,
01:02:29: offenbar.
01:02:29: Aber es gefällt dir auch, wenn man dann drüber schreibt.
01:02:34: Es gefällt dir auch, dass die negative Nachrichten die Liste überhaupt nicht.
01:02:36: Hat sich da noch nicht gemacht.
01:02:38: Und ansonsten ist die Reaktion, die uns zugewandt ist, eigentlich durchaus positiv und nett.
01:02:43: Also, mich kümmert es jetzt eigentlich nicht.
01:02:46: Ich habe keine Nachteile davon.
01:02:47: Und wer heißt so schön?
01:02:49: Wenn die Leute über dich reden, dann stellen sie dich in dem Moment in den Mittelpunkt ihres Lebens.
01:02:52: Sichtbarkeit.
01:02:53: Ja.
01:02:53: Sichtbarkeit über alles.
01:02:54: Aber es steckt jetzt keine Absicht.
01:02:56: Ja, ja, ja.
01:02:57: Ja, das war auch mein Gefühl.
01:02:59: Das finde ich eben ganz spannend, weil wenn man das jetzt erzählt... Also wenn ich jetzt jemandem davon erzählen würde, dann würde das immer unterstellt werden.
01:03:06: Und man hat aber auch gar nicht das Gefühl.
01:03:07: Also wenn man sieht dieses Bild und es ist keine... Aber nichtsdestotrotz, jede Darstellung ist ja eine gewisse Aussendung, so ist es.
01:03:13: Klar, natürlich, ja.
01:03:15: Vielleicht die einzige Aussendung ist wirklich, dass es egal ist.
01:03:19: Dass ich es gerne mache.
01:03:21: Das hat mich so interessiert.
01:03:22: Ich bin ja... Ich will jetzt nicht irgendwie... Unverschämt rübergekommen oder aufdringlich oder übergriffig.
01:03:28: Das wäre immer auch unangenehm, wenn das in der Form wahrgenommen werden würde.
01:03:31: Aber die Leute können sich es entweder anschauen oder können es nicht anschauen.
01:03:34: Also ihre Sache.
01:03:36: Was prägt für dich diesen Begriff Hedonismus noch?
01:03:38: Was gehört da alles dazu?
01:03:39: Also wenn man dein Instagram Profil anschaut, sieht man auch viele andere schöne Frauen.
01:03:43: Man sieht schöne Autos, schnelle Autos.
01:03:45: Man sieht.
01:03:46: Frankfurt Rumors sehe ich öfters.
01:03:47: Ja, genau.
01:03:49: Gut, ich meine, der klassische Begriff Hetonismus ist natürlich schon mit Genuss pur, Lifestyle, eigenes Wohlbefinden an die erste Stelle setzen, Luxus vereinbart.
01:04:00: Das ist nicht so, dass ich das nicht mag.
01:04:02: Das sieht man ja auch.
01:04:03: Aber ich würde mich jetzt eher als Epicuräer bezeichnen, als Hetonisten, als Anhänger des Philosophen Epicur.
01:04:11: der im Grunde eine ähnliche Anstauung hatte.
01:04:16: Der hat als Haupttriebfeder die Ataraxia, also den Seelenfrieden gehabt, die Aponia, also die Abwesenheit von Schmerz und das war schon mal die halbe Miete, der innere Seelenfrieden, die Gemütsruhe und die Abwesenheit von Schmerz.
01:04:37: Danach... hat er sofort, und das ist auch noch ein ganz wichtiger Punkt, der mich jetzt vom Rhein-Hedonisten unterscheidet, die Freundschaft und die Hilfsbereitschaft gehabt.
01:04:47: Das ist für mich total wichtig.
01:04:48: Also ich bin gern freundlich, nett und hilfsbereit.
01:04:52: Und so möchte ich auch rüberkommen und erscheinen, wenn mich jemand um was bittet, dann werde ich alles, was ich tun kann, um das möglich zu machen.
01:05:00: Das passiert ja auch häufig.
01:05:05: Das ist der epikuräische Hetonismus.
01:05:07: So würde ich mich am ehesten sehen.
01:05:09: Was beim Epikur fehlt, ist der Luxus.
01:05:11: Den habe ich zwischendurch auch mal ganz gerne.
01:05:13: Das muss ich dazu geben.
01:05:14: Aber es darf auch nicht zu viel sein.
01:05:16: Also ich glaube, die Leute, die zu wenig haben, sind unglücklich.
01:05:20: Klar, wenn sie armen sind, dann kann man nicht glücklich sein.
01:05:22: Wenn man zu reich ist, ist man in der Regel auch unglücklich.
01:05:25: Also ich kenne sehr viele Leute, die sehr viel Geld haben und unglücklich sind.
01:05:29: Und natürlich auch, wenn man hier die wenige haben, dann auch nicht glücklich sind.
01:05:32: Wir hatten mal der Vater Anselm von... Anselm Grüner.
01:05:34: Nee, der von der...
01:05:35: Von der... Von der... Von der... Von der...
01:05:36: Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der...
01:05:41: Von der... Von der... Von der... Von der... Von der...
01:05:42: Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Von der... Das rechte Maß heißt nicht unendlichen Luxus, das heißt aber auch nicht den Armut zu leben, wenn man es jetzt in Mönchner unterstellen würde, sondern das heißt genau das.
01:06:01: Damit bin ich glücklich.
01:06:03: Wenn ich weniger habe, bin ich unglücklich.
01:06:05: Und wenn ich mehr hätte, wäre ich auch unglücklich.
01:06:07: Das versuche ich so für mich zu finden.
01:06:09: Also einen Epicuräischen Hedonismus, wenn man so will.
01:06:14: Was spielt der Eifersucht für eine Rolle?
01:06:17: Eifersucht auf die Partnerin und solche Dinge.
01:06:24: Aber
01:06:25: ich sehe da immer auch Fotos, wo andere schon die Frauen noch mit dabei sind.
01:06:28: Ach so, von ihr jetzt auf mich oder so war es, oder?
01:06:30: Weiß ich
01:06:31: nicht.
01:06:31: Also Eifersucht ist eigentlich etwas, was wir nicht kennen.
01:06:33: Es ist irgendwie, da sprechen wir auch nie darüber.
01:06:36: Deswegen kann ich auch gar nicht viele zu sagen, also wir sind nicht gegenseitig eifersüchtig aufeinander.
01:06:42: Wir wissen, dass wir uns trauen können und dass wir uns lieben.
01:06:45: Und wenn dann mal jemand, wie jemand anderen fotografiert werden sollte oder... Dann ist das völlig in Ordnung.
01:06:52: Also da, diese Gefühlsregung gibt's so gut wie nicht.
01:06:57: Da wären, glaube ich, ganz viele Leute ganz glücklich, wenn sie das auch mal so erleben können.
01:07:02: Ja, ja, spannend.
01:07:03: Wir
01:07:03: wollen so auch nicht gegenseitig einschränken.
01:07:05: Ein bisschen ein Geheimnis ist bei uns privat.
01:07:07: Und jeden soll lassen, wer ist.
01:07:08: Also auf gar keinen Fall den anderen irgendwie verbiegen oder verändern wollen.
01:07:11: Das macht die bei mir nicht, das mache ich bei er auch nicht.
01:07:14: Sondern jeder ist so, wer ist und jeder lässt den anderen
01:07:16: so.
01:07:16: Also, Traum.
01:07:18: Traum würde ich glaube jeder unterschreiben wobei ich sagen muss Ganz selten dass man ein paar findet, die mich das auch abnimmt.
01:07:28: Also witzig, ich hatte immer so ein, zwei in meiner Jugend.
01:07:30: Ich hatte immer so ein, zwei Freunde, wo ich mir gedacht habe Mensch, das ist perfekt.
01:07:34: Die passen perfekt zusammen.
01:07:35: Wir haben eine tolle Ehe, das macht ihnen alle Spaß und so weiter.
01:07:38: Das waren tatsächlich die zwei, wo's am meisten kaputt hat.
01:07:40: dann auf einmal irgendwann.
01:07:40: Und dieses ganze Kartenhaus zusammengeübt.
01:07:42: Also große Show, nichts dahinten, Dame.
01:07:45: Als wenn das so wäre, wenn es jetzt mit jemand anderem tatsächlich eine Beziehung eingehen würde, oder dann wäre wahrscheinlich schon Eifersücht da, das ist auch bei uns nicht so.
01:07:55: uns mit anderen ablichten lassen, dann ist das einfach in freundschaftlich.
01:07:58: Manchmal ne Party-Atmosphäre und manchmal nehmt man auch jemand auf den Arm oder nehmt man den Innenarm.
01:08:02: Aber weiter geht's ja auch nicht dran und das sind jetzt keine Aktionen, die uns gegenseitig zur FSWD-Line verlassen.
01:08:07: Ach so, das finde ich ja spannend.
01:08:09: Das hat für mich schon einen Eindruck gemacht.
01:08:10: Das hat nicht nur nach dem Foto ausgesehen.
01:08:12: Schon gedacht, dass da auch was geht.
01:08:14: Ja, ja.
01:08:15: Nein,
01:08:16: solche... Ach ja.
01:08:18: Schau mal, das finde ich eben so spannend.
01:08:19: Das ändert was aus, man schaut sich das auf Instagram an, man kennt sich nicht, muss ich ehrlich sagen.
01:08:25: Also es ist immer total schwer Leute von außen auch zu erspüren und so.
01:08:30: Weil das ist mir gleich auch aufgefallen, dass du heute hierher kommen bist.
01:08:34: Ich hätte dich nicht als so freundlich eingeschätzt.
01:08:36: Also das wirkt einfach so.
01:08:38: Dieses Outgoing, diese Bilder, diese Lambos, diese Faradis, die man da sieht.
01:08:44: Das habe ich mir viel mehr Alpha vorgestellt, so sehr mir das alles scheißegal und so nimm ich die gar nicht wahr.
01:08:49: Also ganz nah war, ganz nett, ganz freundlich und das ist auch eine spannende Kombination auch.
01:08:53: Ja, das was ich ganz gern mag ist, dass der Eindruck, den ich für Mittel gegenüber Leuten, die mich nicht kennen, allein durch meine Outfit, durch die Stellung, durch die Theatrie, wie ich mich so in der Öffentlichkeit verhalte, genau diese Reaktion im Grunde hervorruft.
01:09:06: Und der
01:09:07: Kastumer Johnny, die wird besser hinten mit uns.
01:09:09: Ja,
01:09:09: genau.
01:09:11: Aber das Beste ist so rum als andersrum.
01:09:12: Ja
01:09:12: voll.
01:09:13: Das
01:09:13: Beste ist so rum als andersrum.
01:09:14: Wenn wir die Leute kennenlernen, dann sagen sie meistens, eigentlich ist sie ja doch ganz okay.
01:09:17: Ich liebe die Unterschätzung auch.
01:09:18: Also es ist so, ich glaube Patentan, weil das kann man auch sagen auf einer Party, das verstehen die Leute.
01:09:24: Ich sage mittlerweile, wenn ich fremde Leute kennenlernen und auch gar nicht interessiert bin an einem, also diese Partygespräche, so ja und was machen sie?
01:09:31: Ich sage mittlerweile, entweder sage ich, ich bin Lehrer.
01:09:34: Dann erinnert dieses Gespräch über den Job auch.
01:09:35: Das finden die so langweilig.
01:09:36: Oder ich habe viele Jahre, ich bin Gärtner.
01:09:39: Und wenn die dann aber irgendwann sehen haben, mit welchem Auto ich kommen bin oder sonst irgendwo vermuten konnten, dass man das mit einer Gärtner-Stelle vielleicht nicht erwirtschaften kann, dann habe ich mir gesagt, ja mach so exklusive Sachen auch mal auf Mallorca und so werde ich ein bisschen eingeflohen.
01:09:50: Und dann war das das Gespräch zu Ende, weil dieses Oberflächliche, das ist auch nicht mein Ding.
01:09:53: Und mir ist auch immer lieber, bin ja schon immer einer der eher viel redet, deswegen lerne ich über den Podcast auch viel zuzübern.
01:10:01: Aber ich mache es mir mal ganz gern.
01:10:03: lange zuzuhören, viele Informationen und dann erst preiszugeben, wer man ist.
01:10:08: Und das zeigt ja mir so ein bisschen die Content-Sache auch, auch mit deinen Instagram-Posts.
01:10:12: Da gibt man Bild ab und das Bild bildet sich eigentlich am Ende des Tages im Kopf der Rezipienten.
01:10:17: Ja, das ist
01:10:17: es.
01:10:17: Aber ich mache auch so dieses andere Statement, also wenn mich jemand nicht so gut kennt, dann sage ich mir auch, ich bin irgendwie Berater oder so was, Industrieberater.
01:10:24: Ich hatte
01:10:25: mal ein Gespräch in Kiel mit einem, was war das für ein Anlass, weil es genau war, ein Abendessen, und ich war neben einem Herrn im älteren Herrn, und der ist nach einiger Zeit gefragt, was er beruflich macht und sagt, er ist Soldat.
01:10:42: Und dann nach weiteren fünf Minuten hat mich der Herr Links von mir gesagt, es ist der Konteradmiral der Marine.
01:10:47: Ich
01:10:48: habe
01:10:49: gesagt, die Assault Art war nicht gelogen.
01:10:51: Und wie
01:10:51: schnell ein Bild aufgeht im Kopf.
01:10:53: Also es ist wirklich ... Don't judge a book by its cover.
01:10:55: Es ist wirklich verrückt.
01:10:58: Ein bisschen tiefstaben ist manchmal gar nicht so schlecht.
01:11:01: Das ist ja das was mich bei den Instagram Fotos bei vielen Leuten so überrascht, dass die alle gefiltert sind und geschönt.
01:11:09: Und wenn man die Person dann in Wirklichkeit trifft, dann ist sie...
01:11:13: Also ich muss sagen,
01:11:14: da geht es zu die falsche Richtung.
01:11:16: Aber ich verstehe es nicht.
01:11:17: Also ich sitze immer wieder dran und denke mir, was bringt es denn auch im Dating jetzt zum Beispiel?
01:11:21: Ja, ich würde mich doch erst einmal eher normal darstellen und dann versuchen positiv zu punkten.
01:11:25: Aber so stelle ich mich erst als Supermodel da.
01:11:29: Und dann falle ich doch komplett ab.
01:11:31: Also im Marketing-Kontext ist noch mal was anderes.
01:11:34: Da sind wir wieder bei Opodo.
01:11:36: Ist noch mal was anderes.
01:11:37: Super wichtig.
01:11:37: Also wir achten enorm drauf.
01:11:39: Und sollte man auch darauf achten, dass die Customer Journey wirklich eine waagerechtige Linie ist.
01:11:45: Und ganz oft geht es entweder so oder so.
01:11:49: Wenn es zugeht, ist es eigentlich eine Verlorne.
01:11:51: Es ist was Verlornes.
01:11:53: Also in der Marke, die heute... Solide dasteht und am Schluss wird sie im markenerlebnis viel viel besser.
01:11:59: da muss ich als marketing expert sagen warum ist das nicht weiter vorne in der customer journey?
01:12:03: weil das würde ja viel schneller zum kauf zum lid führen.
01:12:06: Eine marki die hinten abkackt die macht was was wir überhaupt nicht machen.
01:12:09: also wenn zu uns Kunden kommen und das ist auch völlig unabhängig von bg ist interessiert uns nicht wenn die kommen und sagen ich will ein shit verkaufen aber ich habe ein shitload auf money jetzt machen wir wahnsinns marketing vorne dann dass das produkt verkauft wird nehmen wir nicht an und der user und die menschen werden immer.
01:12:26: immer mehr picky was das auch angeht.
01:12:28: es gibt zum beispiel von entweder eine software die macht dir immer dass du mit den augen in die kamera schaust für wenn du halt mal so guckst bei diesem videokonferenz.
01:12:36: das ist sehr oft schwierig.
01:12:37: Und wenn, da gibt es eine Studie dazu, wenn das Auge nur einmal kurz glitcht, weil die KI versagt hat, dann merkt der Mensch das nicht mal bewusst, aber unterbewusst merkt er das.
01:12:44: Und das ist in der Customer Journey auch so super wichtig, dass das durchgängig ist.
01:12:47: Nur dann hast du auch aus deinem Gefühl raus das Gefühl, du bist jetzt komplett befriedigt von diesem ganzen Prozess, weil alles hat gepasst, so am Ende des Tages.
01:12:56: Aber bei den Dating-Plattformen sehe ich es wie du.
01:12:58: Also ich verstehe die Logik auch gar nicht.
01:13:00: Also jetzt händ ich was aus.
01:13:01: Die Leute haben es eh schon schwer, übers Internet andere Menschen kennenzulernen.
01:13:04: Jetzt händ ich was aus.
01:13:06: Das ist auch ganz oft.
01:13:07: zu Fotografen.
01:13:08: Das ist ein super gutes Bild, aber ich sehe den Menschen nicht da drin.
01:13:12: Da neigen wir aber, glaube ich, alle, ob es ist dazu.
01:13:14: Man hat ja so Fotos, wo man sagt, Mensch, da qualie ich mir aber besonders gut, aber wenn man das halt gegen den Spiegel hält, dann ist es meistens ein bisschen weiter weg.
01:13:19: Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig.
01:13:21: Da achte ich auch, bei uns ist das Teamfotos machen auch ein ganz schweres Plaster.
01:13:25: Weil die dann meistens zu meinen Filter fallen.
01:13:27: Ich will, dass die Menschen so gesehen werden.
01:13:29: Wir hatten es vorher auch, bevor wir die Aufnahme gestartet haben.
01:13:32: Ich achte bei den Mikrofonen immer darauf, dass die wenig machen.
01:13:35: Weil ich will die Leute immer so zeigen, wie sie sind.
01:13:37: Und ich bin da wirklich auch ratlos, was mit denen ist.
01:13:40: Da hauen die ein.
01:13:41: Face App heißt, glaube ich mittlerweile.
01:13:43: Wir benutzen dann diese Instagram, Frauen wie Männer, muss man auch sagen.
01:13:47: Und tunen sich da Sachen hin und keine Ahnung.
01:13:51: Und dann sitzst du denen gegenüber und...
01:13:54: Ich habe gesagt, davon macht es ja mit den Leuten selber was, wenn die ihr ganze Zeit... Das
01:13:57: meine ich nicht, ich frage mich, was ist da los?
01:14:00: Also es ist so unlogisch doch.
01:14:01: Und es geht inzwischen ja, vor kurzem habe ich in einem Café jemanden getroffen, die ich schon seit zwei Jahren nicht mehr gesehen habe, aber es ist ja auf Insta verfolgt.
01:14:08: Die habe ich nicht mehr erkannt, die ist auf mich zugekommen und gesagt, hallo Bertrand, wie geht es dir?
01:14:11: Und gesagt, wer bist du?
01:14:13: Weil die so verfälscht ist auf Insta, dass man sie in Wirklichkeit nicht mehr erkennt.
01:14:18: Das steckt sicher an Selbstwertthema dahinter, muss es ja.
01:14:21: Ja, das ist doch Wahnsinn.
01:14:23: Also ist auch was, da bin ich um ehrlich zu sein auch ganz froh.
01:14:26: Ich war früher ein ganz altler Bock, ganz furchtbar.
01:14:27: Also ich habe immer meine Haare so gegeben.
01:14:30: Und irgendwann habe ich ein Foto gesehen.
01:14:32: Das war die Veranstaltung.
01:14:33: Elf plus eins haben wir die genannt.
01:14:34: Es war zwölfjähriges von der Agentur.
01:14:36: Und dann habe ich ein Foto gesehen, wo ich die Ansprache da halte.
01:14:39: Und dann sehe ich, dass da hinten Licht wird.
01:14:41: Nächsten Tag runter.
01:14:44: Das war aber aus einer Eitelkeit eigentlich.
01:14:47: Und heute hat sich das komplett gedreht.
01:14:49: Also ich sage immer, ich bin halt auf der Welt, um schön zu sein.
01:14:51: Ich habe Expertisen, ich habe Wissen, ich bin intelligent, aber ich bin ja darum schön zu sein und es macht es so einfach auf einmal.
01:14:58: Man kann es ja trotzdem gepflegt kleiden und so weiter.
01:15:00: Also jeder muss ja sein Ding auch so finden.
01:15:02: Wir
01:15:02: haben alle unsere Eitelkeit und das ist ja völlig in Ordnung, das ist ja völlig normal.
01:15:06: Aber man soll halt nicht versuchen, einen komplett anderen Menschen da zu stellen.
01:15:09: Schauspieler.
01:15:10: Ja, eben, dass man mal das eine ein bisschen aufhüpft, dass sie einen Frauen-Lippenstift aufdrückt, das ist völlig in Ordnung.
01:15:17: dass man jetzt aus einem normal gealterten Gesicht ein völlig faltenfreies Gesicht macht, dass eine fünftigere Gähe aussieht, wenn sie zwanzig wäre, das ist doch absurd.
01:15:26: Ja, absurd.
01:15:27: Es hat auch mit der Wirklichkeit nichts bezogen.
01:15:29: Und ich glaube, die Leute werden auch unglücklich, denn irgendwann einmal schauen sie sich ja dann doch in den Spiegel und vergleichen das vielleicht mit ihrer virtuellen Realität.
01:15:37: Na ja, aber...
01:15:39: Bertram, zum Schluss mit Blick auf die Uhr wird mich noch interessieren.
01:15:43: Das fand ich ganz, ganz spannend, dass du gesagt hast so, man muss das richtige Gleichgewicht finden, was man braucht, um glücklich zu sein.
01:15:49: Ich habe mir ganz oft in meinem Leben, wert auch ganz oft gefragt, ob ich reich bin.
01:15:55: Und das finde ich ein ganz, ganz spannendes Wort.
01:16:00: Also, es kann ja, Dieter Lange hat letztens gesagt, das Reich kommt von es reicht.
01:16:05: zum Leben, was für mich ganz spannend, wenn man viel Geld hat, ist man vermögend und nicht reich.
01:16:10: Und ich für mich würde definieren, dass ich ganz arg reich bin, also ich bin auch finanziell sehr zufrieden, aber für mich ist Reichtum, dass ich den ganzen Tag machen kann, was ich möchte, dass es mich glücklich macht, was ich mach, dass ich gesund bin, ist mein größter Reichtum.
01:16:24: Und weil sie einen wahnsinnigen Reichtum findet, wenn ich heute sage, ich möchte jetzt essen gehen, dann kann ich essen gehen.
01:16:29: Und das kann ich auch dreimal im Monat machen und auch fünfmal im Monat.
01:16:32: Und das ist für mich ein wahnsinniger Reichtum, dass ich mein Leben leben kann, wie ich das möchte.
01:16:34: Und jetzt würde mich interessieren, abschließend, was ist für dich Reichtum?
01:16:39: Bist du reich und was ist es für dich?
01:16:41: Absolut, also in der Konnotation, wie du es gerade gesagt hast, die meine kannst du natürlich reichtummen, irgendwie nach dem Fortschon-Fivehundert messen.
01:16:50: Aber ich fühle mich reich, wenn ich morgens aufwache, die Augen aufmache, in meiner schönen Wohnung bin.
01:17:00: Ich weiß, ich bin gesund und ich habe einen Arbeitstag vor mir, der mir Befriedigung verschafft.
01:17:05: Und habe meine Freizeit erleben, das ist natürlich.
01:17:09: Dann bin ich reich, dann habe ich zehn von zehn auf den Punkten des Glücklichseins.
01:17:13: Ich habe eigentlich jeden Tag zehn von zehn.
01:17:17: Und jeder, der in Deutschland einen ordentlichen Job hat, nicht krank ist, ein Dach über den Kopf.
01:17:25: Für den gibt es keinen Grund auch nur einen Punkt Abstrich zu machen von den Zehen von Zehen.
01:17:28: Denn im Vergleich zur ganzen Welt überall, wo man hinschaut, geht es uns so gut wie niemand anderem.
01:17:33: Ich hoffe, dass es wirtschaftlich bei uns so weitergeht in Deutschland, dass wir diese Zehen von Zehen halten können.
01:17:38: Aber ich bin, naja, ob man krank ist oder reich, aber ich bin auf jeden Fall glücklich damit, was ich habe.
01:17:44: Ein schöneres Schlusswort kriegen wir nicht zu.
01:17:47: Vielen, vielen Dank, dass du da warst und dich auf dieses Experiment eingelassen hast.
01:17:50: Muss man auch dazusagen, dass es mir geschrieben auf eine Fragenliste gibt.
01:17:52: Ich hab gesagt, ne, gibt's nicht.
01:17:54: Wir lassen einfach mal das Gespräch entstehen.
01:17:56: Und hat mich arg gefreut, dass dich darauf eingelassen hast und die Weg zu uns gefunden hast.
01:18:00: Ja, herzlichen Dank, Heinrich.
01:18:01: Vielen Dank für die Einladung.
01:18:02: Hat euch Spaß gemacht.
01:18:03: Freut mich.
01:18:03: Danke, Werter.
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