Jonas Deichmann – 120 Ironmans in 120 Tagen: Wie man Unmögliches möglich macht | (#0021)
Shownotes
In dieser Folge ist Profi-Abenteurer und Extremsportler Jonas Deichmann mein Gast. Jonas ist nicht einfach nur Sportler, er ist ein weltweites Phänomen. Bekannt als der „deutsche Forrest Gump“ hat er Dinge getan, die für normale Menschen physisch unmöglich erscheinen: Ein Triathlon um die ganze Welt und zuletzt 120 Ironmans in 120 aufeinanderfolgenden Tagen.
Er ist dreifacher Spiegel-Bestseller-Autor, hat eine eigene Netflix-Doku und hält als einer der gefragtesten Keynote-Speaker 100 Vorträge pro Jahr. Wir sprechen darüber, wie man vom BWL-Studium und Software-Vertrieb zum Vollzeit-Abenteurer wird und warum er sich bewusst für die Selbstständigkeit entschieden hat, statt Profisportler in einem Team zu sein.
Jonas gibt tiefe Einblicke, wie er mit extremen Situationen umgeht – sei es allein nachts schwimmend in der Adria oder wenn politische Grenzen seine Route komplett zerstören. Besonders spannend: Wir beleuchten das Business-Modell hinter dem Abenteuer.
Was dich in dieser Folge erwartet:
- Warum Jonas 120 Ironmans in 120 Tagen absolviert hat und was das mit dem Körper macht
- Der Weg vom Software-Vertriebler zum weltbekannten Abenteurer
- Die Geschichte, wie er in Mexiko über Nacht zum „deutschen Forrest Gump“ und Medienphänomen wurde
- Sein Geschäftsmodell: Wie sich sein Einkommen aus Sponsorings, Büchern und Keynotes zusammensetzt
- Radikale Akzeptanz: Wie man Panik vermeidet, wenn man nachts allein im offenen Meer schwimmt
- Warum er keine „Wirtschaftskrise“ sondern Zeit für Veränderung sieht
- KI im Sport und Business: Warum echte Geschichten durch KI nur noch wertvoller werden
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Transkript anzeigen
00:00:00: Heute habe ich einen Mann bei mir, der nur ein Limit kennt und das Limit ist nur er selbst.
00:00:05: Einer der größten Abenteurer wahrscheinlich, die bisher jetzt hier bei mir waren und einer der verrücktersten Extrem-Sportler, wenn man sich so ein bisschen einließt, gerät mich immer ein bisschen weniger vor, weil ich immer gespannt bin, wie das Gespräch einfach so entsteht.
00:00:17: Aber was man über ihn finden kann, man findet zum Beispiel den Netflix-Doku, die den gleichen Titel auch trägt, Hannes Tvetschke heute am Apparat mit.
00:00:25: Jonas Leichmann.
00:00:26: Jonas, ich freue mich.
00:00:28: Ja, ich mich auch.
00:00:28: Wird gut.
00:00:29: Das
00:00:29: sitzt auf Mallorca?
00:00:33: Genau, ich bin hier im Trainingslager überwintert und bin von Anfang November bis Anfang März hier als Homebase auf Mallorca.
00:00:41: Ich habe ja kein klassisches Zuhause.
00:00:43: und habe viele Motivationsvorträge bei Firmen in Deutschland, Schweiz, Österreich und noch ein bisschen Rest von Europa, Portugal, Spanien und so weiter.
00:00:52: Und von Mallorca hat man einfach die besten Verbindungen, da kann man überall direkt hin.
00:00:57: Und hier schönes Wetter.
00:00:58: Ich habe nächstes Jahr ein neues großes Projekt und bereite mich hier aktuell darauf vor.
00:01:03: Jetzt
00:01:03: muss man ein bisschen ausholen.
00:01:06: Es war ganz spannend, also im Vorhinein zu so einer Folge, die natürlich immer privaten mit ein paar Leuten und werfen so ein paar Namen auch ins Rennen.
00:01:13: Und da gab es welche, die sofort wussten, wer du bist.
00:01:16: Ah, Jonas Deichmann, krass, das ist ja ein krasser Dude.
00:01:18: Und dann gibt es natürlich ganz viele, denen der Name erst mal gar nichts sagt.
00:01:22: Und jetzt glaube ich, muss man mal ein bisschen einordnen für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer.
00:01:27: Wie, das würde mich mal interessieren, wenn du heute auf eine Party gehst in Mallorca, glaube ich als Extrem Sport, das wäre jetzt nämlich so Party-Hart unterwegs natürlich, aber wenn du jetzt auf eine Party gehst und lernst jemand kennen, wie stellst du dich davor?
00:01:37: Also ich bin der Jonas und ich mach.
00:01:39: Also ich sage immer, als sage ich mal so ein Berufs- oder Lebensbezeichnung, ich bin Abenteurer und Extrem Sportler.
00:01:46: Und das erste, was kommt, ist Abenteurer.
00:01:48: Also auch diese Reihenfolge.
00:01:51: Ich glaube, es muss auch ein bisschen sein, weil einste an der größten Projekte waren Iron Man's auf einander folgenden Tagen.
00:01:59: Das finde ich mir ganz spannend.
00:01:59: Man liest dann so, Iron Man's in hundertzwanzig Tagen, aber sie waren ja aufeinander folgend.
00:02:04: Vielleicht holst du uns da mal ein bisschen ab, weil auch das habe ich in privaten Gesprächen gemerkt.
00:02:07: Iron Man ist nicht jedem ein Begriff, das ist absolut die Maximum, was man eigentlich machen kann, ist Fahrradfahren, laufen und schwimmen, aber in Distanzen, die für mich als Unsportler völlig und denkbar sind.
00:02:21: Ein Ironman-Distanz ist die Königsdisziplin im Ausdauersport.
00:02:26: Der richtige Begriff wäre Triathlon-Lang-Distanz, aber es ist wie googeln, was ja nicht eine Firma ist und eigentlich sucht man etwas.
00:02:35: So ist es im Triathlon auch ein Ironman.
00:02:40: Gängige Begriffe, eine Triathlon Langdistance und das ist drei Komma.
00:02:43: acht Kilometer schwimmen, hundert-achtzig Kilometer Radfahren und dann zum Abschluss noch eine Marathon, zweiundvierzig Kilometer laufen und das eben alles hintereinander am Stück.
00:02:52: Und da ist eine Langdistance, der Iron Man ist so die, klar.
00:02:58: man kann schon sagen, die Königsdisziplin eben.
00:03:02: Im Ausdauersport gibt es natürlich immer irgendwelche Nischen extrem Dinger, aber das ist das, was man so in der breiten Masse kennt als Königsdisziplin.
00:03:09: Und da habe ich letztes Jahr den Weltrekord für die meisten hintereinander gemacht und zwar hundertzwanzig Tage lang.
00:03:14: ... jeden Tag eine lange Distanz.
00:03:16: Das habe ich bei der Challenge Rot ist ja der weltgrößte ... ... Triathlon in Rot bei Nürnberg ... ... und da habe ich vom neunten Mai bis zum ... ... fünften September ... ... jeden Tag einen gemacht ... ... und also sind dann insgesamt ... ... vierhundert sechsundfünfzig Kilometer ... ... Schwimme in einundzwanzig tausend Radeln ... ... und ein bisschen über fünftausend Kilometer ... ... laufen in vier Monaten.
00:03:36: Also auf unseren Breiten grad einmal um die Welt.
00:03:39: Ja, da gibt es auch ein Projekt.
00:03:40: Also du bist auch einmal ... ... in Triathlon um die Welt gelaufen.
00:03:43: So bin ich auch auf die Idee gekommen.
00:03:44: Also ich habe mich seit dem Jahr zwei Jahrzehnte selbstständig gemacht, habe als Abenteurer erst verschiedene Fahrradweltrekorde aufgestellt, also immer Kontinente so schnell wie möglich durchquert.
00:03:53: Einmal durch Eurasien, dann die Panamrika von Alaska nach Argentinien und dann vom Nordkap in Norwegen bis Kapstadt Südafrika jeweils in Weltrekordzeit.
00:04:02: Und dann habe ich in Drierdorn einmal rund um die Welt gemacht während der Pandemie.
00:04:08: von München an die Atria geradelt, dann bin ich da vierhundertsechsten fünfzig Kilometer durch die Atria geschwommen, auch mit einem Floß, das ich nicht mehr hergezogen habe, also da war kein Begleitboot dabei und bin dann ja durch Osteuropa und Russland bis nach Vladivostok geradelt, danach bin ich einmal fünftausend Kilometer quer durch Mexiko gerannt und nochmal von Lissabon zurück nach München geradelt, also einmal um die Welt.
00:04:32: und es war vom Verhältnis her.
00:04:36: Also die drei Disziplinen waren schon auch im Verhältnis vom Iron Man.
00:04:39: Das heißt, das war eine hundertzwanzigfache Iron Man Distanz, aber als verkleidet, als Abenteuer.
00:04:47: Also habe ich vierzehn Monate gebraucht, aber eben auch ohne Team dahinter.
00:04:49: Ich bin ein Gepäck selber getragen und alles mit zibierischem Winter und mexikanischem Sommer und alles.
00:04:55: Und da kam aber so diese Gedanke auf.
00:04:58: Ich bin auch immer Abenteurer, aber ich wollte mit sieben und dreißig einmal wissen, was wirklich möglich ist.
00:05:05: Und wenn man extrem Ausdauersportler ist, dann ist die Iron Man eben so die Königsdisziplin.
00:05:12: Und da war das dann irgendwie naheliegend.
00:05:15: Jetzt habe ich hundertzwanzig um die Welt gemacht.
00:05:17: Jetzt schaue ich mal, wie schnell ich das machen kann und mache hundertzwanzig hundertzwanzig Tagen.
00:05:24: Ja, völlig verrückt.
00:05:27: Mich interessiert er vor allem auch immer das Business hinten dran.
00:05:29: Jetzt hast du gesagt, ich habe mich selbstständig gemacht als Abenteurer.
00:05:33: Das ist ja auch Wahnsinn.
00:05:34: Also allein schon der Satz, wie der da steht.
00:05:36: Was machst du hier für ein Selbstständig über die Abenteurer?
00:05:39: Ich stelle mir es extrem schwer vor, wann man den Switch macht.
00:05:44: Weil also am Ende des Tages, irgendwann beginnt bei dir eine Sportbegeisterung.
00:05:48: Vielleicht fangen wir da mal an und du merkst, Mensch, Sport ist mein Ding.
00:05:51: Das macht mich glücklich.
00:05:52: Und... Jetzt muss ich das ja irgendwie vermischen mit meinem Job erstmal, aber irgendwann kommt zu der Sprung, wo ich auch vielleicht mal ins überlegen komme und sage, Mensch, kann ich da nicht auch ein Business draus machen.
00:06:02: Das ist eine ganz spannende Sache, weil ich würde sagen, da verbindet uns eine Sache, die man eigentlich als Werber gar nicht sagen darf.
00:06:09: Das, was du machst und das, was ich mach, als Job, macht erstmal die Welt nicht besser.
00:06:14: Das ist ein harter Satz, vor allem auch im Marketing.
00:06:16: Aber Marketing macht die Welt leider nicht besser.
00:06:18: Es ist unabdingbar, man braucht es.
00:06:20: Und so ist es aber ja im Sport dann auch.
00:06:23: Also du gehst in eine Leidenschaft nach und jetzt sucht man dafür Sponsoren.
00:06:26: Man sucht Sichtbarkeit, hat dann auch das Glück.
00:06:28: Du bist auch Autor, hast einige Bücher geschrieben.
00:06:31: Man muss ja ein Business drumrum.
00:06:33: stritten am ende des tages und das das will mich so interessieren es ist doch super schwer stellt mir den punkt schwer vor wann wagt man diesen schritt aufzumachen?
00:06:42: mensch ich gehe jetzt irgendwie vierzehn monate auf reisen.
00:06:44: es muss ja irgendwo auch finanziert sein.
00:06:46: natürlich wenn die stories so groß sind wie sie jetzt bei die sind aber die sind sie ja am anfang nicht gewesen dann finde ich auch sponsoren dann springen die da drauf dann sagen wir wollen die sichtbarkeit mit nutzen.
00:06:55: wie wie bist du da?
00:06:56: wie bist du da reingekommen?
00:06:59: Also erst mal muss ich ein bisschen widersprechen bei der Aussage, es macht die Welt nicht besser.
00:07:03: Das war definitiv am Anfang so.
00:07:04: Also ich muss auch sagen, wo ich mich seit dem Jahrzehnten selbstständig gemacht habe, da war meine Motivation, die war, ich habe Bock, jetzt große Abenteuer zu machen.
00:07:13: und um das langfristig zu machen.
00:07:16: Jedes Jahr ein großes Abenteuer muss ich davon leben können.
00:07:19: Also ich muss ein Business-Modell darum finden, das ist die einzige Möglichkeit.
00:07:22: Aber die Grundmotivation war erstmal, ja, ich kann natürlich für eine Charity irgendwie ein bisschen Gelder sammeln, aber die Grundmotivation war, ich habe da Bock drauf, definitiv.
00:07:33: Mittlerweile hat sich das ein bisschen verändert.
00:07:35: Also bei meinem Triathlon Rundrund und die Welt und im Lauf durch Mexiko sind, bin ich plötzlich als deutschervolles Gumpen eine nationale Berühmtheit geworden und tausend von Menschen sind mitgegangen.
00:07:43: Bei meinem Projekt letztes Jahr in Rot, die hundertzwanzig und hundertzwanzig Tagen, wir haben ja Also Zehntausende von Menschen waren dort.
00:07:51: Und es haben mittlerweile über tausend Menschen mit mir in Ersten Marathon gemacht.
00:07:57: Es haben über hundert mit mir in Ersten Ironman gemacht.
00:08:01: Die hätten das sonst nicht gemacht.
00:08:02: Und vor allem ist letztes Jahr im Landkreis rot.
00:08:05: Das war ja, es hat so noch nie im Triathlon gegeben.
00:08:07: Das war das Event in dem Landkreis.
00:08:11: Und da sind jeden Abend auch ganz viele einfach für die letzten zehn Kilometer.
00:08:16: dazu gekommen und sind gelaufen.
00:08:17: Also letztendlich, ich lebe den Traum von vielen und ich bringe ganz, ganz viele Menschen zum Sport und ich bin mir sicher letztes Jahr als Landkreis Rotes das Durchschnittsgewicht der Bevölkerung um zwei, drei Kilo runter gegangen.
00:08:29: Also was ich sagen will, Menschen zu mehr Sport und zu Bewegung zu bringen und Menschen praktisch vorzuleben, ja man kann diesen ersten Schritt machen und es muss ja nicht ein Ironman sein und auch keine Hundertzwanzig, aber einfach seine Träume zu leben.
00:08:44: Das ist etwas, Wo man durchaus, also das ist jetzt nicht, dass ich hier die Ozeane vermüllbefrei oder sowas, aber man Menschen zum Sport zu bewegen und Menschen vielleicht ein bisschen anzuschubsen, ihren Träumen zu folgen, ist durchaus etwas unglaublich Wichtiges.
00:09:03: Und jetzt mal noch zurückzukommen zu der Frage, wie ich da reingekommen bin.
00:09:09: Es ist ein bisschen natürlich Familienradition.
00:09:12: Mein Opa war Schlangenfänger in Westafrika und in jeder meiner Familie war selbstständig.
00:09:19: Es ist irgendwie klar gewesen.
00:09:21: Ich habe ein sehr außergewöhnliches Studium gehabt.
00:09:25: Ich habe mein Abitur in Deutschland gemacht und bin dann ins Ausland, habe in Schweden, Brasilien, Singapur und Indien BWL studiert.
00:09:34: Und das war dann schon klar, also ich möchte auch selbstständig sein und ich möchte ortsunabhängig sein und meinen eigenen Weg gehen, das war immer klar.
00:09:42: Aber trotzdem bin ich, komme ich von der Businessperspektive, ich komme aus einer Familie, wo jeder Unternehmer ist.
00:09:49: Also mir war auch klar, nach einem Studium, ja, wir kennen es in ein paar Theorien ein bisschen, aber so wirklich wissen, wie Business funktioniert, tust du noch nicht.
00:09:58: Und daher bin ich dann bewusst in den Softwarevertrieb gegangen.
00:10:01: einfach weil ich habe gewusst, ganz egal was du machst als Selbstständiger, ich habe nach dem Studium nicht gewusst, ich werde jetzt Extrem-Sportler oder Profi-Abenteurer, sondern ich habe gewusst, naja, du machst jetzt zwei, drei, vier Jahre Vertriebserfahrung, bisschen Geld auf die Seite legen.
00:10:16: und dann, ich hatte ganz verschiedene Ideen für die Selbstständigkeit, aber mir war immer klar, langfristig werde ich selbstständig.
00:10:23: Und dann hat mein damaliger Chef auf einer Firmenfeier meinen ersten Weltrekord gesponsert.
00:10:30: Und so konnte ich den Eurasien-Weltrekord tatsächlich aus einem angestellten Verhältnis noch machen.
00:10:35: Und das war während dem Projekt, ich habe noch nicht so richtig gewusst, also ich habe vor dem Projekt nicht gedacht, ich werde jetzt damit selbstständig, aber ich habe gewusst, ein Weltrekord ist ganz egal, was du tust, gut für dich.
00:10:49: Und denen die Medien zu bringen, ist auch gut für dich, weil am Ende, wenn ich jetzt was anderes meine Firma in irgendwas anderem hätte.
00:10:57: Also für dich ist es ja auch so, du bist auch mit Kunden beim Abendessen und du möchtest herausstechen, du möchtest derjenige sein, an den sie sich erinnern.
00:11:06: Und daher eine außergewöhnlich Geschichte, wie eine schnellste Fahrradquerung Eurasiens zu haben, das werde ich schon für irgendwas brauchen, so war mein Gedanke und habe das in die Medien gebracht.
00:11:19: Mir wurde irgendwo bei Kilometer zehn oder zwölf tausend in Sibirien, wurde mir klar, ich muss das jetzt machen.
00:11:29: Es kam gut an den Medien.
00:11:30: Ich habe einen Grundrauschen gehabt, aber jetzt nicht hunderttausend Follower oder Sponsoren oder so was.
00:11:36: Ich habe mit fast die Grundbekanntheit gehabt und habe dann gedacht, was kann ich denn verlieren?
00:11:45: Bisschen ersparen, dass ich dann ein Jahr von leben kann, habe keine Kinder gehabt, noch meinen niedrigen Lebensstandard vom Studium beibehalten und Software-Vertriebserfahrung, ein gutes Studium.
00:11:55: Also, ich hätte ja, wenn es nicht funktioniert, sofort einen neuen Job gefunden.
00:11:59: Daher war das Risiko für mich, es nicht zu probieren.
00:12:04: Ich glaube, das ist aber auch die unternehmerische Grundeinstellung.
00:12:07: Also was habe ich zu verlieren?
00:12:10: Was habe ich in meiner Schublade?
00:12:12: Das finde ich auch so interessant an meiner Geschichte.
00:12:14: Man hat vorher schon einen Einsatz durchblitzen hören.
00:12:16: Ich bin jetzt nicht so sportbegeistert.
00:12:18: Vielleicht bringst du mich noch dazu.
00:12:21: Aber was habe ich trotzdem in meiner Kiste quasi, mit dem ich arbeiten kann?
00:12:26: Und ich glaube, das ist schon ein spannender Punkt.
00:12:29: Und das finde ich eben bei dir auch so spannend.
00:12:32: Es ist alles am Ende des Tages möglich.
00:12:35: Das, was ich mit den Leuten in meinem Content immer wieder zeigte, du kannst alles machen.
00:12:38: Also in einer der letzten Folgen war hier einer der CFO, also kümmert sich um Finanzen, aber nebenzu noch in den Online-Shop für Lichtschwerter.
00:12:45: Wo du dir so denkst, was ist los?
00:12:48: Und ich glaube, das ist schon ganz, ganz spannend.
00:12:50: Wenn man sein Ding findet, das wünsche ich den Leuten auch immer, dass man das so findet.
00:12:54: Wenn man sein Ding findet, dann kann man davon auch leben und kann den Traum auch machen.
00:12:58: Und wenn ich weiß, was ich in meiner Schublade habe, ich komme aus einer unternehmerischen Familie, ich weiß, dass ich meinen Willen durchsetzen kann.
00:13:04: Ich glaube, Willenstärke ist bei dir einer der größten Skills natürlich auch.
00:13:07: Sonst könnten wir mal solche Distanzen auch gar nicht machen.
00:13:09: Dann kann man einfach machen, was man möchte an der Stelle.
00:13:13: Wo ging denn das sportliche los bei dir?
00:13:15: Wann hat das dann das erste Mal so gebitzelt, dass du sagst, Mensch, Sport, das ist was, das begeistert mich in meinem Leben.
00:13:21: Mit zwei, drei, vier Jahren.
00:13:25: Also meine ersten Erinnerungen von meinem Leben sind, vom Sport sind, von irgendwo auf dem Berg oben.
00:13:32: Also die erste Erinnerung, die ich von meinem Leben habe, die jetzt nicht von Bildern kommt, sondern wo ich wirklich weiß, ich erinnere mich... nicht an das Bild, sondern an die Situation, die ist oben im kleinen Weisertal in Österreich auf dem hohen Ifen, wie ich mit meinem Bruder und meinem Vater dort bin.
00:13:47: Und wir gucken, denn ein Vater hält uns an Füßen fest und wir gucken, die Fels waren runter.
00:13:51: Das ist meine erste Erinnerung vom Leben.
00:13:53: Und die Erinnerung, die danach kommen, das ist alles Sport und Abenteuer.
00:13:57: Also es ist von klein auf so gewesen.
00:14:03: die Begeisterung und ich habe natürlich trotzdem eine Phase gehabt, also auch gerade im Studium habe ich nicht gedacht, dass ich mal mit Sport arbeite oder mit Abenteuer, sondern ich komme von einer sehr guten Business School, das ist klar, man kriegt dann auch irgendwelche Werte und Geschäftsmodelle und ich bin auch heute unglaublich gerne Unternehmer.
00:14:21: Also es ist, ich habe dann irgendwann einfach den Weg gefunden, wie kann ich Abenteuer und Sport miteinander verbinden und du hast es auch gerade schon so angedeutet in die Richtung, das ist etwas, was unglaublich wichtig ist.
00:14:34: Man wird sehr, sehr gut in etwas, wenn man dafür mit Leidenschaft brennt, weil dann geht man nicht über Wochen oder Monate, sondern über Jahre die extra Meile.
00:14:43: Und es fühlt sich, also ich habe am Anfang meiner Selbstständigkeit, also vor allen Dingen wurde es dann, ich habe ja auch so ein klassisches Hockey-Stick, wenn man jetzt von der Geschäftsperspektive drüber redet.
00:14:53: Ich habe, sagen wir mal, die ersten mit den Fahrradweltrekorden, das ging gut, aber es war noch ein kleines Unternehmen, da habe ich mal hier und da mal einen Vortrag gehalten und habe kleine Sponsoren gehabt.
00:15:01: kam der Dreadler um die Welt und ich bin in Mexiko über Nacht praktisch eine nationale Berühmtheit geworden, dass mir eine Straßenhühnung gefolgt und plötzlich war ich auf der Titelseite und Fernsehen überall als der Deutsche Voskamp.
00:15:12: Und das ist dann auch Deutschland rübergekommen.
00:15:14: Und bei mir hat sich die Reichweite für zwanzig Fach praktisch über Nacht.
00:15:18: Und da habe ich Phasen gehabt, wo es losging, wo ich... Es ist immer so schwierig zu bei mir zu sagen, was ist Arbeit und was ist privat?
00:15:29: Weil ich sehe Training nicht als Arbeit an, aber es ist mein Job am Ende mit Vorträgen und Kinotour und Almen und Interviews und Talkshows.
00:15:38: Ich habe nur gearbeitet, ich habe nichts anderes gemacht.
00:15:41: Und da ist aber meine große Leidenschaft nicht dafür brenne, kann ich das natürlich deutlich länger durchhalten, als wenn es nicht so anfühlt, ich muss das jetzt machen.
00:15:53: Also ich bin jetzt am ersten April, der ist erstens zwanzig, dann zwanzig Jahre selbstständig mit der Agentur und ich sagte, ich habe keinen einzigen Tag bisher gearbeitet und ich glaube gerade nicht so ein bisschen aufzumachen.
00:16:02: Aber weißt du, was ich so spannend finde, ich glaube, das würden die Leute jetzt immer so in so Schubladen legen.
00:16:07: Das merke ich schon auch, wenn Leute mit mir sprechen, die sagen jetzt bei dir, das ist ein Abenteurer und ein Sportler, das ist einfach Ausnahmeding und bei ihm funktioniert es.
00:16:14: und dann differenzieren sie sich so und sagen so, das hat ja nichts mit meinem Leben zu tun und das glaube ich eben nicht.
00:16:19: Also ich glaube auch in einem Die vermeintlich normal nach außensehenden Leben, also in einer normalen Selbstständigkeit, kann man was finden, was einen genauso erfüllt.
00:16:29: Also was einem das Gefühl auch gibt, dass man nicht arbeitet.
00:16:31: Und ich glaube, das finde ich so inspirierend an deiner Geschichte.
00:16:35: Man kann halt, das sind ja verschiedene Baustände, die bei dir zusammenkommen.
00:16:38: Also ich habe diese wahnsinnige Begeisterung für Sport.
00:16:40: Ich komme aber aus einer... Unternehmer-Familie, wie kann ich das Ganze kombinieren?
00:16:44: Das finde ich schon auch spannend, dass das so Puzzleteile sich zusammensetzen.
00:16:47: Also natürlich sind Keynotes zu halten, immer interessant, weil man da für vorstige gutes Geld verdienen kann.
00:16:53: Das kann ein Part sein, aber du wirfst es ja auch aus ganz verschiedenen Puzzleteilen quasi zusammen, dann einkommen.
00:16:59: Das würden wir auch nochmal interessieren, was sind da so die verschiedenen Parts?
00:17:02: Also eine Keynote, für die Leute, die keine Keynotes halten, gibt es immer zwei.
00:17:07: goldene regeln entweder hältst du eine keynote ganz umsonst also es gibt nicht so preisgefüge in keynot und dann geht es los.
00:17:13: meistens bei fünf tausend euro sagt man es kostet eine keynote solange man noch kein bestseller auto ist.
00:17:18: jetzt hast du ein spiegel bestseller batch auf einem buch auf jeden fall schon mal war nicht drauf.
00:17:22: dann steigert sich das ganze.
00:17:23: und jetzt das finde ich auch so spannend was die der Autonomalverbraucher, der geht durchs Leben und sagt so, das ist mein monatliches Income und da fließt es rein und das muss monatlich kommen.
00:17:33: und wenn daran was rüttelt oder wenn die Kündigung ins Haus steht, dann habe ich schon ein Problem.
00:17:36: Das ist ja bei dir viel, viel freier.
00:17:38: Da ist irgendwo ein Topf, der fühlt sich aus verschiedenen Dingen.
00:17:41: Wo ist da überall ein Businessmodell?
00:17:44: Ja, also es hat sich natürlich auch extrem gewandelt die letzten Jahre.
00:17:47: Mein Business-Modell war so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so.
00:18:06: Also es ist ja auch naheliegend, wenn du hundertzwanzig Ironmans ineinander machst, dass du ein bisschen was zur Resilienz erzielen kannst.
00:18:12: Und es war mit einer halben Milliarde Impressionen auch das wahrscheinlich erfolgreichste Univardsportprojekt aller Zeiten.
00:18:22: Also da ist eine Bekanntheit da und mittlerweile ist bei mir etwa siebzig Prozent vom Umsatz sind, ja vielleicht fünfsechzig Prozent vom Umsatz sind, sind Keynotes.
00:18:34: da ganz ganz wenig öffentliche Vorträge, vor allem einfach Motivations-Kinotes oder auch, also es muss nicht ein Vortrag sein, es ist auch oft einfach eine Diskussionsrunde mit CEO oder Manager zum Restthema Resilenz oder anderen Themen und da habe ich ja so zwischen Siebzig und hundert Vorträgen im Jahr.
00:19:00: Es ist ein ziemlich lukratives Business und es geht auch über alle Branchen hinweg, weil ganz viele größere Firmen natürlich, aber auch ganz viel im Bankensektor, bis in Pharma, aber auch bei ein paar Start-ups.
00:19:15: Profisport, also auch in den Bundesliga-Teams oder beim DFB.
00:19:19: Also es ist unglaublich abwechslungsreich.
00:19:20: und das ist auch das Schöne, wenn man jetzt, wenn es nicht nur eine Porsche ist, sondern ich nehme mir auch immer was mit, wenn ich jetzt dann auch irgendwie zum Abendessen bleibe oder so, dann bist du mal bei einem großen Automobilhersteller, dann bei einer Unternehmensberatung, dann bei einer Bank, dann bei Sportteam, das ist ja super spannend.
00:19:35: Und der zweite Teil ist Sponsoren.
00:19:39: Da habe ich auch, ja mit der Reichweite, die ich habe natürlich auch einige große Sponsoren wie Sony oder Bosch und Versicherungen oder auch aus der Sportbranche.
00:19:51: natürlich ist ziemlich alles bis zu Unterhose durchgesponsert und ein kleinerer Teil sind dann noch Bücher.
00:19:58: Ich habe mittlerweile drei Spiegel Bestseller geschrieben und über hunderttausend Bücher verkauft und ein Netflix-Doku.
00:20:05: trotzdem muss ich da ganz klar sagen Das ist nicht so lukrativ, wie man denkt.
00:20:11: Also Bücherverkauf nimmt Amazon und dann auch noch der Auslieferer den Großteil der Marge weg.
00:20:18: Und das macht für mich aber nichts, weil ich sehe Bücher verkaufen als ein kleines Zürzeinkommen und vor allem aber als ein Marketing-Tool, weil wenn man sagen kann, man ist Spiegelbestsellerautor oder auch bei Vorträgen einfach noch ein Buch da lassen, das ist ja ein Buch bleibt dann irgendwie, das bleibt sichtbar.
00:20:36: Also es ist für mich ein Marketing-Tool.
00:20:38: Und das hat sich auch verändert vom Geschäftsmodell hin, dass ich, wo das mit den Vorträgen so losging, ich natürlich dann auch gemerkt habe, das ist für mich zum einen das lukrativere und aber auch das angenehmere Business, weil es einfach ziemlich straight forward ist und also ich halte meinen Vortrag und bleibe noch da und dann... Schreibe ich eine Rechnung und, dass sich der Fokus mehr darauf hingelegt hat.
00:21:10: Also am Ende des Tages ist das ja immer alles auch Marketing.
00:21:13: Also Spiegelbesteller, der Batch ist von Spiegel erfunden.
00:21:17: So wie es wahrscheinlich mit jedem Weltrekord auch ist, am Ende des Tages ist es ja immer auch was, wie bei uns jetzt zum Beispiel, wir haben dieses Jahr acht German Design Awards gewonnen, da sagen jetzt manche Leute auch.
00:21:27: Die sind in der bezahlte Preise, so wie jeder Preis am Ende des Tages auch bezahlt ist.
00:21:31: Aber es ist immer ein Batch, wie man über die Leute auch spricht und ich glaube, das ist auch genau das Thema.
00:21:36: Wenn ich jetzt heute aus dem Studio rausgehe und sage, ich hatte heute einen Podcast, dann geht jetzt das Marketing schon los.
00:21:43: Das war der Jonas, der ist Spiegel-Wersterler-Auto, der hat verschiedene Weltrekorde.
00:21:47: Am Ende des Tages wollen die Leute ja immer oder brauchen auch irgendeinen Anker um die Menschen.
00:21:52: ... eine gewisse Schublade erst mal einzusortieren.
00:21:56: Wir haben jetzt heute einen Kino-Speaker da.
00:21:58: Was macht der?
00:21:59: Und was würdest du sagen?
00:22:01: So Top-Manager oder auch Top-Sportler dienen Kino- oder den Workshop mit dir veranstalten.
00:22:07: Was haben die für ein Thema, das sie mit dir gerne beleuchten würden?
00:22:12: Also
00:22:13: im Vertrieb ist es klar.
00:22:14: Ich halt auch sehr viele Vertriebs-Meetings.
00:22:16: Da ist es normalerweise ... Durchhaltevermögen, auch Umgang mit Rückschlägen, ganz, ganz stark.
00:22:24: Und das Thema Motivation.
00:22:26: Also es hat ganz, ganz viel mit dem positive Mindset zu tun, dieser positiven Grundhaltung.
00:22:31: Und da ist.
00:22:32: am Ende, muss man sagen, Vertrieb und Extremsport, die Prinzipien, die funktionieren, das ist eins zu eins, dasselbe.
00:22:37: Also wer das schafft, kann sich so vorstellen, wenn ich hundertzwanzig Ironman-Distanzen hier einander mache.
00:22:44: Und ich komme an Tag fünf abends um... elf in meine Ferienwohnung mit dem übelsten Muskelkater und bin am Humpeln und ich weiß um sechs Uhr morgens um halb sechs muss ich wieder aufstehen, um die nächste Langdistanz zu machen.
00:23:00: Also wieder vierzehn Stunden Sport.
00:23:01: Und ich weiß, hundertfünfzehn kommen noch.
00:23:03: Also da ist eine gewisse, auch mein extremere Parallel zum, wenn man gerade vom zehnten Kunden die dann eine andere Absage bekommen hat und daraus läuft und weiß, naja, man muss abhaken und gleich zum nächsten gehen.
00:23:16: Und also es gibt schon Parallelen, vor allem, wie man das schafft.
00:23:20: Trotzdem... ... optimistisch zu bleiben, ... ... Dinge zu akzeptieren, ... ... also sage ich mal gerne radikale Akzeptanz ... ... und mit der Haltung ... ... ins nächste Meeting zu gehen, ... ... ja das funktioniert.
00:23:33: Der kauft das jetzt oder ... ... ich mache jetzt mal eine Langdistance, ... ... also sind sehr viele Parallelen und ... ... im Topmanagement ... ... ist es ganz, ganz viel auch über ... ... ein Anhaltungsthema.
00:23:46: Also wie schafft man es, diese positive Grundhaltung zu haben, wie schafft man es mit Rückschlägen umzugehen, mit Unsicherheit, also auch mit Thema Unsicherheit.
00:23:56: Das ist ja was, was ich in extremer Form habe bei so Abenteuern und was auch jetzt viele Konzerne aktuell mit dem Wandel umtreibt.
00:24:08: Und dann natürlich auch Thema High Performing Team ist gerade im Management auch ein Thema.
00:24:14: Ja, das sind so Grundthemen.
00:24:17: Und was wäre da dein Take-away, ohne dass man jetzt ein Kino bei dir rufen muss?
00:24:21: Was würdest du sagen, ist da einer so der Top-Tipps?
00:24:27: Also der absolute Top-Tipp für mich ist auch, das gebe ich jedem tatsächlich, das bezieht sich nicht nur aufs Business, sondern es bezieht sich auf alles im Leben.
00:24:38: Ich habe also mentale Stärke, entwickelt man nicht auf dem Sofa.
00:24:41: ... mentale Stärke entwickelt man, ... ... indem man es sich nicht leicht einfach macht.
00:24:45: ... ... mentale Stärke entwickelt man, ... ... indem man auf Herausforderungen zuläuft ... ... und sie sucht und akzeptiert.
00:24:53: Und das ist was, ... ... das als Songchance zu sehen, ... ... das ist unglaublich wichtig.
00:24:58: Genauso auch das Thema ... ... also da kann man viel mit Visualisierungen arbeiten, ... ... es geht auch darum, ... ... große Ziele in kleine herunterzubrechen, ... ... also es ist so.
00:25:09: im Sport ist es ... Ganz viele scheitern im Sport, weil sie sich davon einschüchtern lassen, was noch kommt.
00:25:18: Also das ist, wenn du, wenn es dir bei Kilometer, wenn du ein Ultralauf machst, von hundert Kilometern und bei Kilometer fünfzig, kannst du kaum noch laufen und du denkst, oh, es sind noch fünfzig Kilometer, ich habe erst die Hälfte.
00:25:29: Oh, es ist weit, da kommt noch ein Anstieg.
00:25:31: Das schaffst du nicht.
00:25:32: Ist der gute Ultraläufer, der denkt, na ja, da oben in anderthalb Kilometern kommt eine Verpflegungsstation und da gibt es was Leckeres.
00:25:39: Und ja, das ist ja gar nicht mehr weit.
00:25:41: Und dann geht es von einer zur nächsten.
00:25:42: Und das kann man ja aufs Business eins zu eins übertragen.
00:25:47: Und das Thema radikale Akzeptanz, also Dinge zu akzeptieren, wie sie sind und sich auf das konzentrieren, was man selber ändern kann.
00:25:57: Also das Thema wäre jetzt aktuell zum Beispiel, wir haben gerade ein paar politische Krisen oder es gibt... Konjunktur und viele andere Dinge.
00:26:11: Aber mal ganz ehrlich, der absolute Großteil der mitarbeitenden Unternehmen kann daran rein gar nichts ändern.
00:26:20: Er kann sich in eine negative Spirale begeben und darüber nachdenken, ändert überhaupt nichts, außer dass man auch noch negative Energie hat, sondern man kann es einfach akzeptieren und sich auf das konzentrieren, was man selber beeinflussen kann.
00:26:34: Also es war ein ganz, ganz wichtiges Thema, Dinge zu akzeptieren, abzuhaken und weiter machen.
00:26:44: Was ich finde, ist ganz spannend.
00:26:46: Ich finde es auch jetzt super spannend, dass du das Wort Wirtschaftskrise nicht in den Mund nimmst, weil ich sage immer ganz gerne, ich sehe gar keine Wirtschaftskrise und ich habe es das Glück, dass ich tatsächlich in meinem Job, ähnlich wie du, jeden Tag ganz unterschiedliche Menschen kennenlernen darf und mich das auch wahnsinnig inspiriert.
00:27:01: Und ich sehe da bei den Leuten, die erfolgreich sind, sowieso keine Wirtschaftskrise, aber natürlich habe ich auch Unternehmen, die auch am Struggle sind, da wo die Umstrukturierung da ist.
00:27:11: In den meisten Fällen ist es meines Erachtens eine Management-Krise und keine Wirtschaftskrise.
00:27:15: Und ich hatte da letzte Woche ein spannendes Gespräch, da hat jemand gesagt, ja, aber jetzt müssen wir doch mal ehrlich sein, zu die letzten, der hat es noch weiter aufgezogen, zehn bis fünfzehn Jahren ist es doch schon auch stark Nation, also davor war doch auch irgendwie besser.
00:27:28: Das finde ich schon spannend, mal aus der Perspektive zu betrachten.
00:27:31: Wir haben natürlich schon auch in den letzten hundert Jahren eine große Wirtschaftswunder hinter uns, über das jetzt keiner mehr redet.
00:27:37: Nach der Nachkriegszeit, da ging alles komplett durch die Decke.
00:27:39: Wir haben wahnsinnige Dinge erfunden auch in Deutschland oder waren da auch wahnsinnig am Markt.
00:27:44: Am Ende des Tages ist halt alles auch kein Stillstand.
00:27:47: Und das ist, glaube ich, im Sport auch so.
00:27:48: Es muss ja immer weitergehen.
00:27:50: Es gibt halt so Branchen.
00:27:51: Da fand ich zum Beispiel der Einzelhandel auch immer spannend, die da vor ein paar Jahren alle in Straucheln gekommen sind.
00:27:56: Aber wenn halt meine einzigen zwei Aktionen im Jahr-Sommer- und Winterschluss verkaufen sind, dann werde ich halt irgendwann mal auch ein Problem kriegen, wenn ein Riesenplayer wie online um die Ecke kommt, wenn ich auch mich auf den Lorbeeren ausruhe.
00:28:08: Und das ist, glaube ich, eine ganz gute Parallel zum Sport.
00:28:10: Wenn ich da nicht in Bewegung bin und weiter und weiter und weiter mache, sich halt nichts verändern.
00:28:14: und deswegen sehe ich auch aktuell gar keine Wirtschaftskrise, sondern die Welt hat sich halt verändert.
00:28:19: Unglaublich in den letzten fünfzig Jahren.
00:28:22: Also es gibt eine sehr, sehr große Krise für diejenigen, die nicht bereit sind innovativ zu sein und sich zu verändern und auch ihr Geschäftsmodell zu verändern.
00:28:32: Es ist einfach so.
00:28:34: Dinge, die Man kann immer sagen, das ist der wübelste Satz, den man sagen kann, das hat man ja immer schon so gemacht, das hat ja immer so funktioniert und die Welt verändert sich viel, viel schneller heute.
00:28:47: und das bedeutet, dass diese Denkweise in keine Art und Weise funktioniert in ganz, ganz vielen Branchen.
00:28:54: Und trotzdem, ich sehe es so, es ist einfach eine Welt mit höheren Risiken und höheren Chancen und die Gewinner, die gehen für die Chancen.
00:29:04: Und das ist ein gutes Beispiel, was wir haben gerade auch über Spiegel, Bestseller und Bücher gesprochen.
00:29:12: Und Buchhandel ist so der absolute Klassiker.
00:29:14: und Buchladen irgendwo hast.
00:29:16: Da hast du massive Konkurrenz von Amazon, aber auch genauso von Talia und den großen Ketten.
00:29:23: Also als jetzt mittelgroßer Buchhandel könnte man sagen, der perfekte Sturm.
00:29:30: Dazu kann man sich darüber und sagen, was soll ich noch machen?
00:29:36: Bei meinem vorletzten Buch haben wir kooperiert mit einem stationärer Buchhandel in Braunschweig.
00:29:46: Klassiker, aber alles Schlechte praktisch zusammenkommt, wenn man es so sehen möchte.
00:29:51: Er hat aber das als Chance gesehen und hat sein Geschäftsmodell so verändert, dass er jetzt neben dem stationären Buchhandel tatsächlich für Autoren anbietet, die Signatur vor Ort im Buchhandel zu machen, also Bücher signieren und die aber auch tagsgenau zu versenden.
00:30:09: Das hat einen unglaublichen Mehrwert, weil die Spiegelbestseller funktioniert so.
00:30:14: ... also werden gemessen, wie viele Bücher ... ... wurden in dieser Woche verkauft.
00:30:19: Das heißt, das große Geheimnis, ... ... also du kannst dir Spiegel Westseller ... ... das Prädikat nicht kaufen, ... ... du kannst aber viel dafür tun, ... ... dass es funktioniert, ... ... wenn du ein guter Autor bist.
00:30:27: Und das bedeutet, ... ... du möchtest alle Bücher ... ... in der ersten Woche haben.
00:30:34: Wenn die aufgeteilt sind ... ... auf die ersten drei Wochen oder so, ... ... dann bist du halt überall ... ... vielleicht knapp unter der Schwelle ... ... und wenn du alles in der ersten Woche hast, ... ... dann verkaufst du ganz viele, ... ... kommst auf die Spiegel Westselliste.
00:30:44: Und dieser Buchaladen hat sich jetzt darauf erkannt und macht jetzt vor Ort für Autoren.
00:30:49: Du kannst vor Ort dort signieren und die machen den Tages genau und versandt und garantieren dir, dass du die Woche entscheidest, wo es zählt für die Spiegelbestellliste.
00:30:57: Es ist mittlerweile ein Bombengeschäft, weil das für Autoren wie nicht sogar wichtiger ist, auf die Spiegelbestellliste zu kommen, als eine höhere Marge zu haben.
00:31:06: Und die haben, also die haben ein absolutes, absolutes, könnte man sagen, Krisenbranche genutzt, um zu wachsen und zu expandieren.
00:31:17: Und das geht in ganz vielen Branchen so.
00:31:20: Am Ende des Tages sage ich auch immer... Es geht eigentlich nur darum, die Probleme der Menschen zu lösen.
00:31:27: Am Ende des Tages will jeder ein Ziel erreichen.
00:31:29: Bei mir in der Agenturbranche gibt es ja wahnsinnig viele schwarze Schafe, die am Ende des Tages einfach nette Webseiten zum Beispiel machen wollen.
00:31:38: Jetzt kommt ein Jonas Deichmann zu uns und sagt, ich hätte gerne neue Webseite.
00:31:41: Dann wäre der erste Satz, den du von mir hörst, nicht, dass du eine Webseite brauchst.
00:31:44: Was ist denn dein eigentliches Ziel?
00:31:46: Und dann muss man das rauskissen, dass er das, was der Buchhändler am Ende des Tages ausgemacht hat.
00:31:50: Was ist dein Ziel, du brauchst?
00:31:51: Eine gute Präsenz du brauchst, eine gute PR du brauchst.
00:31:54: Die Sponsoren müssen prominent dargestellt werden und so weiter.
00:31:56: Und wahrscheinlich brauchst du auch eine Website, das würde ich dir gar nicht absprechen.
00:31:59: Aber am Ende des Tages geht es immer darum, diese Ziele zu erreichen für die Kunden.
00:32:02: Und ich glaube, das ist das, wo die meisten Unternehmen in Straucheln kommen, die halt immer weiter, immer das Gleiche machen, was sie eh schon machen.
00:32:11: Innovationen eben.
00:32:12: Zum Beispiel im Automobilsektor, die großen Innovationen, die da passiert sind, die sind halt auch Romumsäck, findet man halt das dritte Blinker-Design.
00:32:20: Und dann macht man noch mal ein schöneres Infotainment und dann designen wir das Navi ein bisschen um, aber so Erfindungen wie Airbag und Seitenaufpreischutz, die heute mittlerweile sogar gesetzlich sind, wenn man so was halt erfindet und ein Patent dafür entwickelt.
00:32:33: Dann dann wird das ganze richtig interessant.
00:32:36: Ich habe zum beispiel über weihnachten kann ja ein bisschen aus dem nie kästen plaudern ist auch noch nicht raus.
00:32:41: Hab eine eine app entwickelt für content creator.
00:32:44: Die auch ein problem löst am ende des tages und da finde ich was ganz spannend ist.
00:32:49: Natürlich gerade in jeder podcast folge kommt irgendwann das thema ki auch auf.
00:32:54: habe ich mir heute früh auch gedacht, Mensch, der Jonas, der hat wahrscheinlich gar keinen Stress mit KI.
00:32:57: und dann habe ich gedacht, ah, KI ist wahrscheinlich im Sport mittlerweile auch schon sowas von eingezogen mit den ganzen Tools, die man heute auch auf einem Fahrrad hat und so.
00:33:07: Viele Leute nutzen dann die KI grad zu, stürzen sich da voll drauf und KI ist alles.
00:33:12: und das habe ich mit KI gemacht, hatte das letzte Woche auch ein Gespräch dazu, diese Webseite mit KI gemacht, dann schaut man sich die Webseite an und die ist schlichtweg nicht gut, dann bringt mir die KI am Ende des Tages auch nichts.
00:33:22: Und bei der App war es jetzt aber so wieder sehr problemorientiert.
00:33:25: Was brauchen die Menschen, die Content machen?
00:33:27: Die haben wir noch nicht zu viel erzählen zu der App, aber am Ende des Tages löste das Problem des Captionschreibens.
00:33:33: Also ich mache heute den Content und muss dann immer die Beschreibungen dazu schreiben.
00:33:36: Und es sind ganz verschiedene Steps.
00:33:39: Was ist das Ziel von dem User am Ende des Tages und wie kann ich das Ganze jetzt umsetzen?
00:33:43: Und wenn es da ein Problem löst, ja dann ist es am Ende des Tages auch ein No-Brainer und wird mein Business wieder voranbringen.
00:33:50: Also es ist sehr spannend.
00:33:52: Ich nutze KI für zum Beispiel Reisebuchungen und so Sachen oder für Proofreading und vor allen Dingen für jede Art von Research.
00:34:01: Also wenn ich irgendeine Frage habe oder irgendwas, das allererste ist, ich gebe es bei GPD ein und also ich mache in meinem Leben ein bisschen einfacher.
00:34:09: Aber ich möchte KI, ich würde jetzt nie ein Bild mit KI bearbeiten lassen oder irgendwas oder den Video erstellen oder irgendwas, weil am Ende Ich sehe KI als eine riesige Chance, mein Leben ein bisschen effizienter zu machen in vielen Dingen.
00:34:24: Und ich sehe es auch als riesige Chance für mich als Positives, für mich als Speaker und als Abenteurer.
00:34:35: Denn der Punkt ist, du kannst, je mehr KI es gibt und je mehr auch auf Social Media unauthentischer KI gesteuerte Content herstellt, desto mehr wollen die Leute auch richtige, ehrliche Geschichten haben.
00:34:52: Und das ist was, was mir als Speaker natürlich voll entgegen kommt, weil ich glaube nicht, dass auf einem Top-Level Irgendwann oder auch auf Social Media, dass alle jetzt KI-gescheuerte Geschichten wollen.
00:35:10: Im Gegenteil, es ist der Bedarf an echten Abenteuergeschichten, der steigt, weil die Leute das auch mal wollen.
00:35:21: Ja, weil es auch völlig konträr zu dem ist.
00:35:23: Da ist er das echte Leben.
00:35:26: Also ich glaube auch... Ich bin immer so ein bisschen am überlegen, wie ich daran auch reingehe.
00:35:30: Also das war jetzt zum Beispiel jemand bei mir aus dem Enger den Kreis, der bei mir auch im Coaching ist und der hat eben so eine Website, der selber auch Programmierter ist, damit hergestellt.
00:35:39: Ich glaube, und so habe ich es jetzt ein bisschen eingeordnet, wir haben Ende Januar auch wieder Vacation für meinen Team, wo ich auch ein bisschen was zu KI erzählen will.
00:35:47: Man muss es als Werkzeug sehen.
00:35:48: Und da ist, glaube ich, so ein bisschen der Twist gerade im Kopf.
00:35:51: Die Leute verherrlichen so dieses, das habe ich alles mit KI gemacht.
00:35:55: Und früher hast du in unserer Branche zum Beispiel gesagt, das vorher über Bildbearbeitung gesprochen, ich will einen Freisteller machen, ich habe ein Bild jetzt von Jonas und will den Hintergrund entfernen, dann nehme ich Photoshop.
00:36:04: Da war das Werkzeug ganz klar Photoshop.
00:36:06: Und ich glaube dahin müssen wir wieder kommen aus dieser Verherrlichung der KI zu, es ist ein Werkzeug, wo kann ich das sinnvoll einsetzen?
00:36:13: Wir setzen es zum Beispiel auch ausschließlich ein, wenn das Wissen zu hundert Prozent von uns kommt.
00:36:17: Natürlich machen wir auch zu Recherchen und haben verschiedenste KI's dann für die verschiedenen Aufgaben, gibt ja auch welche, die können besser rechnen, die anderen können besser recherchieren.
00:36:26: Aber sobald ich das als Werkzeug sehe und das Wissen von mir kommt und die Expertise von mir kommt, kann ich mich am Schluss auch wieder auf die Ergebnisse verlassen, weil das ist ja auch ein Riesen-Thema.
00:36:35: Also Chatchibutier haut ja manchmal auch Dinge raus, wo du sagst, ui, ui, ui, die werden jetzt dadurch gerutscht werden, das stimmt, sei gar nicht mehr.
00:36:40: Ja, also ich bin auch bei, wenn ich mir ein neues Projekt überlege, ich bespreche das normalerweise als allererste mit meinem Vater, er macht mein Management und wir haben eine Grundprimisse.
00:36:51: Ich mache nur Dinge, die noch keiner zuvor gemacht hat.
00:36:54: Also ich mache keine Projekte, die nicht einzigartig sind.
00:36:58: Also wenn es keine einzigartige Geschichte gibt, also ich werde jetzt nicht irgendeinen bestehenden Weltrekord, der zehnmal gemacht wurde, nochmal verbessern.
00:37:05: Ist ein ziemlich langweiliges, meine Meinung.
00:37:08: Ich habe ja schon Anspruch, es soll was Großes werden und das ist Einzigartigkeit.
00:37:12: Und mit KI ist es so, KI ist ziemlich gut, aber es ist nicht einzigartig.
00:37:19: Also, du kennst es ja, was bei rauskommt.
00:37:21: Also, selbst wenn du einen LinkedIn-Post siehst, du siehst, ob der zu viele Binderstriche drin hat und von ChatGPT geschrieben wurde.
00:37:30: Und das heißt nicht, dass er schlecht ist, aber es ist auch nie exzellent, weil es ist nicht einzig ADKI wird, wird dir nicht die Ideen geben, gerade im Storytelling, die auf die du selber kommen kannst.
00:37:47: Das ist ganz gespannt, weil es ist genau, also mein Signature Satz ist da immer, die KI wird nur mit Mittelmaß befüllt, also kann sie nur Mittelmaß ausgeben oder die KI wird auch nie kreativ sein können, aber ich sag dir eins, da geht es ab unter den Posts, da ist alles aus.
00:38:02: Und das trifft dich aber genau, das ist genau das Problem, das dann passiert.
00:38:06: Das ist halt oft auch das Mittelmaß, das dann da kommuniziert am Ende des Tages, ne?
00:38:10: Weil also Kreativität kann nicht aus einer KI entstehen.
00:38:13: Es funktioniert einfach nicht, weil die Menschen nicht verstehen, weil die Empathie nicht verstehen, weil das, was wir jetzt in dem Gespräch, da kann eine KI gar nicht erspüren.
00:38:22: Ja, und am Ende des Tages musst du dann sagen, fürs Mittelmaß reicht's.
00:38:24: und du hast vorher aus einem spannenden Satz gesagt, wo ich auch immer sage, es wird nur noch Gewinner und Verlierer geben.
00:38:30: Ich glaube gar nicht, dass es unbedingt so ein zeitkritisches Ding ist, sondern ich glaube, dass es schon immer so war.
00:38:36: Es war halt nur teilweise auch einfacher und es war auch im Mittelmaß einfacher, Geld zu verdienen.
00:38:41: Aber ich glaube, genau diese Exzellenz, das ist das, was man auch aus dem Sport lernen kann.
00:38:46: Höher, schneller, weiter.
00:38:48: Was du ja auch beweist, wenn man da genügend Energie reinsteckt, dann kann ich halt auch oben mitschwimmen.
00:38:53: habe ich es vielleicht in manchen Teilen mit diesen Tools, die jetzt dann auch kommen und mit der KI auch auch wieder wesentlich einfacher.
00:39:01: Ich glaube zum Beispiel bei dir auch, ich finde es unglaublich spannend, um Dinge wegarbeiten zu lassen, für die meine Lebenszeit auch zu schade ist.
00:39:10: Schon wenn der Podcast jetzt vorbei ist zum Beispiel, dann geht es Transkript, also die Audiodotei aus unserem Gespräch, geht in den KI und schreibt ein Transkript.
00:39:17: Das ist mittlerweile super, super schnell.
00:39:19: Da hat mir jetzt die App auch geholfen, die ich da selber entwickelt habe, weil ich da die Tools jetzt auch in Haus habe.
00:39:24: Das wäre ein Wahnsinn.
00:39:25: Also diesen Podcast auch, auch nach einer Stunde Gespräch, weiß ich manchmal nicht mehr was Wahnsinn, die Highlights.
00:39:29: Das kann mir alles die KI liefern, bin in einer Sekunde.
00:39:32: Und die Show Notes dazu zu unserem Gespräch heute, die kann mir auch die KI liefern, weil sie kennt ja das ganze Gespräch.
00:39:37: Aber der Input ist ja aus dir und mir gekommen und das würde gar keinen Sinn machen, meines Erachtens auch das noch händisch zu schreiben, weil es wird dadurch nicht besser.
00:39:45: Der Asset, den ich der KI gibt, der kommt ja von uns beiden jetzt.
00:39:49: Absolut, es gibt viele Dinge, wo man sein Leben so viel effizienter und besser gestalten kann durch KI.
00:39:57: KI ist etwas, was unglaublich toll ist.
00:39:59: Und es gibt auch Dinge, wo KI uns massiv überlegen ist.
00:40:03: Wenn man beispielsweise über Wahrscheinlichkeitsrechnungen zu tun hat, ist viel, viel besser.
00:40:09: Oder Kombinationen, wenn ich irgendwas wissen möchte, zum Beispiel zu meiner Ernährung.
00:40:15: ist KI, also da wäre ich tagelang beschäftigt, um das herauszufinden, was mir KI innerhalb von ein paar Sekunden liefern kann.
00:40:23: Das ist das absolut super.
00:40:24: Und trotzdem, der entscheidende Punkt ist, einzigartigkeit bekommt man mit KI natürlich nicht.
00:40:32: Ja, und sagen wir im Sport selber, also jetzt, weil es geht ja schon immer um viele Daten auf einmal verarbeiten, ich könnte mir schon vorstellen, dass sich da auch was tut, gerade im Spitzen des Sport auch, dass ich zum Beispiel einmal meine Ernährung habe und dann habe ich Vitalwerte von mir, medizinische Daten.
00:40:49: Das Leben ist ja auch verändert.
00:40:50: sicher auch, man wird mal fitter sein, man wird mal unfitter sein.
00:40:53: Und dann noch Trainingsdaten dazu.
00:40:55: Gibt es da schon irgendwas, wo ich sage, das packe ich alles zusammen in der Software, die über KI läuft?
00:40:59: Definitiv.
00:41:00: Also im absoluten Spitzensport, wenn wir jetzt über Tour de France-Teams reden oder Profifußball und so weiter, das ist, da ist mittlerweile extrem viel KI drinne und Apps.
00:41:11: Man sieht auch in... Im Triathlon oder im Radsport, wie die Zeiten aktuell explodieren, wie es praktisch jedes Jahr eine neue Weltbestzeit gibt und die Leistungen stärker und stärker werden.
00:41:21: Und das liegt ganz, ganz viel daran, dass man einfach viel, viel genauer so ziemlich alles im Leben steuern kann.
00:41:27: Also man kann mittlerweile, das ist kein Erholung, du kannst ja, wenn es Thema Ernährung oder auch Nährstoffe und so nehmen, du kannst es ja genauer messen.
00:41:39: Milligramm genau messen, was du brauchst und wie du was zufügst.
00:41:42: Also das ist so bei der Tour de France vor zehn Jahren, da haben alle Fahrer auf der Etappe das gleiche getränkt bekommen.
00:41:50: Da haben wir gesagt, ja, das funktioniert, brauchst hier diese Elektrolyte und diese Kohlenhydrate, das funktioniert.
00:41:54: Mittlerweile haben bei den Top-Teams, die jeder Fahrer sein eigenes Getränk, was genau auf ihn angepasst ist.
00:42:01: Und das bringt natürlich nochmal diese letzten Prozent.
00:42:04: Wir reisen hier über Spitzensport, wo Wenn du dir zu dir fährst, die fahren über drei Alpenpässe und es wird im Sprint oft entschieden, weil die Leistungssicht so gering ist, dass ein halbes Prozent, das ist verdammt viel.
00:42:18: Und genauso natürlich auch mit Trainingssteuerung, du kannst natürlich viel, viel besser schauen.
00:42:24: Wie hast du beispielsweise schlecht geschlafen, dann muss man ein bisschen Intensität rausnehmen und all diese Dinge.
00:42:29: Also man kann viel, viel besser schauen und berechnen, was der Körper braucht.
00:42:37: Und bei mir ist es ein bisschen mit Vorsicht zu genießen, muss ich sagen, weil also Trainingspläne beispielsweise, das ist was, was ich niemals von KI machen lassen würde.
00:42:48: Also generell habe ich keinen Trainer, weil ... Die Trainingspläne sind nicht für hundertzwanzig Ironmans geschrieben und das weiß die KI auch überhaupt nicht.
00:42:58: Also du kannst die KI fragen und sie wird dir einen ziemlich ziemlich guten Marathonplan machen.
00:43:04: Wenn du vorher noch eine Leistungsdiagnostik und dein dein Alter und alles angibst und so weiter und ein bisschen deiner Werte mit Fütters, da kann die KI einen spitzen Marathon Trainingsplan für den Hobbyatleten schreiben.
00:43:16: Aber wenn du die KI fragst, wie machst du hundertzwanzig Ironmans?
00:43:21: KI braucht ja bestehende Werte.
00:43:24: Und das könnte man jetzt von mir nehmen, aber sonst hat es ja niemand gemacht.
00:43:34: Also der Punkt ist, wenn ich jetzt zum Beispiel meine, jede Sportuhr, jedes Tool, was existiert, wird mir ständig sagen übertraining.
00:43:47: Natürlich.
00:43:48: Ja, natürlich.
00:43:48: Und es ist nicht richtig.
00:43:49: Also ich brauche dieses Training.
00:43:51: Ich brauche dieses Training.
00:43:53: Ja, du bist ja absolut unvergleichbar an der Stelle.
00:43:56: Ist ja auch klar.
00:43:58: Jonas, weil du auch die Tour de France erwähnt hast, irgendwann muss es ja auch eine Entscheidung gegeben haben.
00:44:04: Wenn man so sportlich ist wie du, dann wird er wahrscheinlich, also ich sehe das jetzt auch als zwei unterschiedliche Jobs am Ende des Tages.
00:44:11: Ich bin beim FC Bayern Fußballer, bin ich Profi-Fußballer, ich bin bei der Tour de France.
00:44:15: Und du hast dich irgendwie für den selbstständigen Weg, witzig, weil die sind auch alle selbstständig, aber irgendwie hast du dich noch mal für was Freieres entschieden.
00:44:24: War das ganz bewusst oder?
00:44:28: Definitiv.
00:44:29: Ich bin immer auch so reingewachsen.
00:44:30: Also die sind Fußballspieler oder Tour de France nicht selbstständig, sondern angestellt bei einem Team.
00:44:36: Und auch jetzt Skifahrer oder so weiter sind praktisch beim Verband angestellt.
00:44:41: Die haben es ein bisschen mehr Freiheit für Selbstständigkeit, aber sind nicht so richtig selbstständig.
00:44:46: Wir erleben wiederum wären selbstständig.
00:44:48: Und für mich war das, ich meine, ich bin auch erst mit neun und achtundzwanzig bin ich Profi-Sportler geworden.
00:44:56: Ich habe also in meiner Jugend, ich war gut, ich bin im Radrennen auch gefahren, aber man muss es auch so sagen, im Jugendbereich brauchst du nicht diese enorme Ausdauer, die ich habe.
00:45:10: Es ist viel wichtiger, sprinden zu können, also Schnellkraft ist ein bisschen im Vorteil.
00:45:15: Was ich nicht habe, also ich war gut im Radfahren, aber jetzt auch nicht der absolute Überflieger.
00:45:20: Ich habe aber schon damals gemerkt, naja, konnte halt länger als die anderen.
00:45:25: Und wir waren es aber, ehrlich sein, war das für mich nie, nie eine Option.
00:45:30: Also ich wollte das auch gar nicht in den Profisport gehen, sondern ich wollte studieren und das Leben führen.
00:45:37: Und es hat sich dann einfach so ergeben.
00:45:39: Und ich habe die Möglichkeit bekommen.
00:45:42: Ich bin ja auch gerade ursprünglich auch abenteurer.
00:45:46: Ich bin auch mehr abenteurer als jetzt glasseser Hochleistungssportler.
00:45:52: Und habe vor allen Dingen ein Projekt, was jetzt in Deutschland das Projekt mit der höchsten Reichweite war und das, wofür ich am bekanntesten bin mit den hundertzwanzig, hundertzwanzig Tagen.
00:45:59: Das war ein Hochleistungsprojekt.
00:46:01: Aber meine eigentliche DNA ist viel mehr, viel mehr Abenteuer.
00:46:08: Also was mich auch begeistert hat am Anfang von unserem Gespräch, dass du diesen Marathon um die Welt, diesen Triathlon um die Welt alleine gemacht hast.
00:46:17: Also stelle ich mir, also das ist auch immer was, was ich nicht könnte, ist dann durch so ein Meer schwimmen.
00:46:23: Stelle ich mir vom Gefühl her, kann ich dir gar nicht sagen, also das fühlt sich für mich ganz, ganz strange an.
00:46:28: Was ist da unter mir?
00:46:29: Na, jetzt wissen wir ja, dass es mehr, wesentlich mehr los ist, also offen auf der Welt.
00:46:34: Wie gehst du sowas an?
00:46:36: Jetzt springst du da rein, hast du so ein Kanu dabei, da ist dein Gepäck mit dabei und jetzt weißt du die nächsten... Wie viele Stunden siehst du?
00:46:44: kein Land oder Tage oder weiß ich nicht?
00:46:47: Also das Projekt, wo ich durch die Arte ja geschwommen bin, als Teil von einem Trierdom die Welt war, definitiv das, wo ich am wenigsten gewusst habe, was kommt.
00:46:56: Ich war auch kein... ich komme nicht vom Schwimmen, ich komme vom Radfahren.
00:47:00: Also ich konnte ein bisschen graulen, aber ich habe jetzt nie irgendwie ein Schwimmkurs gemacht oder ich bin auch in der Jugendlichen Schwimmverein gewesen.
00:47:05: Also ich bin kein Top-Schwimmer gewesen.
00:47:08: Und... Ich habe dann vorher ein bisschen getestet, natürlich.
00:47:12: Ich habe mir selber einen Floß bauen lassen.
00:47:15: Das ist wie ein bisschen größerer Handtasche, da mit dem Seil dran unterschwimmt.
00:47:18: Und da konnte ich meinen Schafsack, meine Isomatte, ein bisschen Verpflegung reinmachen.
00:47:22: Und bin dann vierhundertsechsenfünfzig Kilometer die koalische Küste entlang geschwommen.
00:47:26: Und habe das Floß in den Meer hergezogen, bin abends immer ans Ufer, habe dann am Strand oder auf irgendwelchen Felsen übernachtet und am nächsten Tag weiter geschwommen.
00:47:33: Und das ziemlich heftige an dieser Disziplin ist... Naja, es ist unberechenbar.
00:47:41: Also auf einem Land, ja klar kannst du einen Gegenwind haben, du kannst auch in den Schneestürmen kommen und so weiter, aber zum einen du kommst trotzdem noch vorwärts, auch wenn es ein bisschen langsamer ist.
00:47:52: Wenn du Wind von vorne hast und wählen, dann schwimmst du rückwärts.
00:47:56: Es verändert sich auch viel, viel schneller und du weißt oft nicht, was für eine Strömung da ist.
00:48:01: Also es ist komplett unberechenbar.
00:48:02: Und Distanzen sind kürzer.
00:48:03: Also es ist auch abends ein Schlafplatz zu finden.
00:48:07: Ja, wenn ich jetzt bis kurz vor Sonnenuntergang schwimme, dann habe ich noch irgendwie maximal ein Kilometer und da muss was kommen.
00:48:12: Und wenn das Steilküste ist, dann strande ich im Dunkeln, weil ich ja häufig das gemacht habe.
00:48:17: Und dann gibt es auch größere Querungen.
00:48:20: Ich bin zwar meistens die Küste entlang geschwommen, aber manchmal musste ich raus auf eine Insel oder eine halbe Insel schwimmen.
00:48:25: Also die längsten Querungen, die ich gemacht habe, waren so neun bis zehn Kilometer offenes Meer und auch da ohne Begleitboot.
00:48:33: Und das ist natürlich so ein sehr, also gerade die ersten Querungen, das ist ein ziemlich, ziemlich unangenehmes Gefühl, wenn man weiß, da ist jetzt ein paar Hundert Meter mehr unter einem und ich verkalkuliere mich und komme in die Dunkelheit.
00:48:47: Ein paar Kilometer vom Ufer entfernt alleine im Dunkelmeer.
00:48:49: Das ist sowas, wo ich definitiv gewachsen bin, weil ich bin aus meiner Komfortzone gekommen.
00:48:56: Aber was machst du dann?
00:48:57: Also wenn dieses Gefühl kommt und du sagst so... Und hoffentlich läuft das jetzt mal, also für mich von außen betrachtet wird es, wie fühlt sich das an, auch so ein bisschen wie Verzweiflung an dem gewissen Punkt wahrscheinlich, oder?
00:49:10: Keine Verzweiflung, also ich habe das große Glück, dass ich meinem ganzen Leben noch nicht in Panik geraten bin.
00:49:15: Ich habe Respekt vor Dingen, brauche ich auch, sonst überlebe ich das als Extremsportler nicht.
00:49:21: Aber ich habe keine Angst, die mich lähmt.
00:49:23: Das heißt, ich weiß, dass ich auch in solchen Situationen noch funktioniere.
00:49:30: Das heißt, ich akzeptiere es.
00:49:31: Das ist jetzt passiert.
00:49:32: Das ist jetzt doof.
00:49:34: Jetzt bin ich aber gefragt.
00:49:37: Und ich bin hierfür gemacht.
00:49:38: Also ich weiß, das ist, wofür ich mein Leben lang trainiert habe.
00:49:42: Und ich achte ganz stark auf die Atmung.
00:49:47: Die Atmung bringt mich auch runter.
00:49:49: Damit werde ich ruhig und fokussiere mich.
00:49:53: Ja und ich weiß, was ich zu tun habe.
00:49:55: Also jetzt geht es da an Land.
00:49:57: Also ich bin und ich schaffe mich und dann geht es weiter nach Dubrovnik.
00:50:01: Und also hier die positive Grundhaltung behalten, ruhig zu bleiben.
00:50:06: Also ein super Beispiel ist auch, wenn jetzt eine Strömung ist.
00:50:11: Es gibt ja viele Menschen, die am Ende auch dann ertrinken, weil sie versuchen gegen die Strömung anzukommen.
00:50:17: Aber wissen sie es eigentlich, man sollte es nicht tun.
00:50:19: Das heißt auch hier, Mal kurz Atmung kontrollieren, runterkommen und schauen.
00:50:27: Okay, ich bin jetzt in der Krisensituation.
00:50:29: Der schlimmste, was ich tun kann, ist den Panik geraten.
00:50:32: Ich bleibe also vollkommen ruhig und rational und analysiere, was mache ich jetzt, um hier rauszukommen.
00:50:37: Was habe ich hier?
00:50:38: Karten habe ich auf der Hand?
00:50:39: Ja, genau.
00:50:40: Und mit denen arbeite ich jetzt?
00:50:42: Ganz genau.
00:50:46: Jonas, eine vielleicht sehr... auch passend extreme Frage, was würdest du tun, wenn du das nicht mehr tun könntest, aufgrund von dem Unfall, aufgrund von irgendwelchen Gegebenheiten, wenn du morgen kein Sport mehr machen könntest?
00:50:59: Was würdest du mit dir machen?
00:51:00: Wie würdest du mit umgehen?
00:51:02: Das ist natürlich ganz schwer, das zu sagen, wenn man es nicht hat.
00:51:08: Wäre für mich, um ehrlich zu sein, das schlimmste, woran ich denken könnte, weil Sport ist mein Leben.
00:51:13: Und trotzdem gibt es aber ganz, ganz viele Menschen, die ... trotzdem wehgefinden, Dinge zu machen.
00:51:22: Also ich habe mal jemanden getroffen, wo ich die Panamelka geradelt bin, der ist, habe ich jemanden überholt.
00:51:28: Ich glaube, Peruvianer war das, oder Kolumbianer.
00:51:31: Der ist mit einem Rollstuhl den Andenpass hochgefahren.
00:51:36: Ich habe mich kurz mit ihm unterhalten und gesagt, er war früher Radfahrer, hatte den großen Traum, die Panamerika zu fahren, hatte dann den schweren Unfall.
00:51:43: Und jetzt hat er das zwanzig Jahre später mit einem Rollstuhl, der war unterwegs von Kolumbien nach Argentinien, im Rollstuhl über die Anden.
00:51:50: Er hat in Beglei seine Frau im Auto hinterher gefolgt.
00:51:53: Also, was ich sagen möchte, es gibt ja trotzdem noch Wege.
00:51:59: Und das ist das Wichtige, dass man irgendwie findet, wie kann man seine Leidenschaft trotzdem noch nachgehen und was machen.
00:52:09: Und es gibt tatsächlich auch einige Studien zu dem Thema.
00:52:14: Und wenn jemand dauerhaft schwere Schmerzen hat, hat es eine große Auswirkung auf das Glück, wenn aber Schicksalsschläge wie ihn verloren... verlorene Arm oder oder oder einen Bein.
00:52:31: Diese Menschen sind, also gibt es Studien, die es zeigen, die sind nicht unglücklicher.
00:52:35: Da gibt es eine Phase, wo man es akzeptiert und die sind aber in ihrem Leben danach oft genauso glücklich wie vorher.
00:52:43: Ich kenne die Studie witzigerweise.
00:52:44: Es dauert genau sechs Monate.
00:52:47: Das Spannende ist aber auch, die geht in alle Richtungen.
00:52:50: Also auch jemand, der im Lotto gewinnt, der hat eine sechs Monate Glücksphase.
00:52:54: Nach sechs Monaten ist er genauso gleich.
00:52:56: glücklich oder unglücklich, wie er vorher war.
00:52:58: Das finde ich eine wahnsinnig tröstliche Info auch.
00:53:02: Also auch das befähigt an eigentlich wieder im Leben zu tun, was man möchte, dass man selbst nach so einem Schicksals schlagen nach sechs Monaten an gleichen Glück, auch messbarer, messbarer Glückskala angekommen ist.
00:53:17: Und das ist der Punkt, zu finden, was kann man jetzt mit der neuen Situation machen?
00:53:22: Also es ist so akzeptieren.
00:53:23: Ich glaube, Ich glaube, wenn man einen harten Schicksalsschlag hat, man muss es akzeptieren.
00:53:30: Wenn man es nicht akzeptiert und jahrelang darüber denkt, über was von Pechmann jetzt hatte oder jetzt hat mir jemand die Vorfahrt genommen und jetzt habe ich einen Unfall und sitze in Rollstuhl, wenn man sich ein ganzes Leben darüber Gedanken macht, das bringt einen ja nicht vorwärts.
00:53:48: Ich überlege auch immer die ganze Zeit, wie man das gut vermitteln könnte mit dem Akzeptieren.
00:53:52: Ich hatte auch letztes Jahr ein großes Bauprojekt geplant.
00:53:56: Da war alles, da hättest du mir nachts um drei aufwecken können, gesagt hier in dem und dem Bürozimmer, die Link gesteckt wurde, wie viele Zentimeter ist die vom Boden weg?
00:54:03: Ich hätte dir das in einer Sekunde sagen können.
00:54:04: Wir haben dann eine Viertelmillion reingesteckt, erst mal erste Investition und haben dann quasi mitten in der Party Quecksilver gefunden.
00:54:14: Und auch da war es, fragen mich die Leute, dass sich das nicht gebrochen hat, das Projekt so.
00:54:19: Das war wirklich, also die vierundzwanzig Stunden war dieses Projekt in meinem Kopf.
00:54:22: Und ich kann es aber, ich kann es nicht so ganz greifen, was man da den Leuten auch mitgeben kann, weil ich glaube, entweder ist man auch so, also es muss eine gewisse Grundveranlagen geben.
00:54:31: Bei mir war es dann so.
00:54:33: Ich habe dann, ich habe mir im Frühjahr letzten Jahres von Oldtimer Leichenwagen gekauft, so ein verglasst und schaut super fancy aus und habe diesen Leichenwagen dann aus der Tiefgarage geholt, habe mir einen Döner geholt, bin mit dem Leichenwagen vor dieses Objekt gefahren, habe mich auf die Motorhaube gesetzt und habe meinen Abschiedsdöner da gegessen und dann ging es weiter.
00:54:48: Und dann haben wir das hier gebaut und jetzt sind wir fünfhundert bis später hier eingezogen.
00:54:53: Aber es ist immer schwer zu vermitteln.
00:54:56: mit dieser akzeptanz ja.
00:54:57: ich glaube also für mich fühlt sich es auch nicht so nach akzeptieren an also ich muss gar nicht bewusst machen sondern für mich ist es immer so der blick nach vorne was was hat das leben jetzt noch zu bieten?
00:55:07: und ich glaube schon auch wo du vorher auch gesagt hast über nachts hat man dann eine zwanzigfache sichtbarkeit die Das ist ja das, wonach die Leute auch aufzuchen.
00:55:17: Das ist so interessant.
00:55:18: Ich habe gestern auch wieder irgendeiner kommentiert bei mir.
00:55:20: Ich möchte unbedingt viral gehen.
00:55:22: Wie kann ich viral gehen?
00:55:23: Das ist halt auch das falsche Ziel.
00:55:24: Am Ende des Tages bist du auch einer, der dem Leben zugewandt ist und der die Chancen halt nutzt.
00:55:30: Und irgendwann kommt der Tag.
00:55:31: Wenn du an diesem Tag nicht gelaufen wirst, dann wär der Straßenhund dir nicht gefolgt und da wär der Fotograf nicht an der Stelle gewesen.
00:55:36: Also, man kann das oft auch nicht planen.
00:55:38: Man muss halt Dinge tun.
00:55:40: Also möchte sein, der Triathlon Rune und die Welt, meine Ursprünglich jetzt war ja während der Pandemie.
00:55:45: Ich habe den vor der Pandemie geplant, bin während der Pandemie unterwegs gewesen.
00:55:49: Und meine ursprüngliche Plan war, ich wollte durch die Adria schwimmen, dann wollte ich mit dem Fahrrad eine schönes warme Südroute nehmen über Türkei, Iran, Pakistan, Indien, Südostasien und wollte dann durch die USA rennen.
00:56:00: Unten waren Im Süd in Asien waren es viel zu viele Grenzen.
00:56:03: Ich bin also ausgewichen auf Russland, bin durch Sibirien geradelt.
00:56:07: USA hat mich auch nicht reingelassen.
00:56:08: Ich bin dann als einziger Land, Kanada auch nicht, das einzige Land, das mich akzeptiert hat bei Mexiko.
00:56:13: Ich bin also durch Mexiko gerannt und das war für mich die letzte Option, weil man kennt einen Ruf von Mexiko mit Drogengartellen und solchen Dingen.
00:56:21: Ich habe nur tolle Erfahrungen in Mexiko gemacht und es wurde nicht nur das beste Abenteuer meines Lebens.
00:56:27: Ich bin heute hier, wo ich bin.
00:56:31: aufgrund von Mexiko.
00:56:32: Das war der Startschuss zu, wo bei mir alles durch die Decke ging.
00:56:35: Ich habe meine Reichweite, ich habe Posts gehabt mit dreißigvierzig Millionen Views auf Instagram.
00:56:42: Und das ist einfach so passiert.
00:56:45: Ich habe die Rahmenbedingungen geschaffen, ich habe auch eine Papagammütze aufgesetzt.
00:56:49: Aber den Namen deutscher Forrest Gump hat mir das mexikanische Fernsehen gegeben.
00:56:52: Die Straßenhöhne war plötzlich da und ist mir gefolgt.
00:56:54: Und dann ist so eine Kettenreaktion entstanden, aber plötzlich eine Polizeiescorte bekommen.
00:56:59: Dann sind da teilweise mit Maschinenpistolen neben mir hergerannt.
00:57:01: Und das sind dann tausend von Menschen gekommen.
00:57:03: Und das waren Bilder, die dann um die Welt gegangen sind.
00:57:06: Und das ist aber passiert.
00:57:07: Und das war nicht der ursprüngliche Plan.
00:57:09: Der ursprüngliche Plan waren andere.
00:57:10: Und es haben ganz, ganz viele Leute haben zu mir gesagt, wo ich auch kein Visum bekommen habe.
00:57:15: Naja, ist auch Pandemie.
00:57:16: Geh nach Hause und starte danach nochmal.
00:57:19: Und das haben wahrscheinlich neun, neunzig Prozent der Menschen gedacht.
00:57:24: Und ich habe daran festgehalten, am Ende war das das ein absoluter Glücksfall.
00:57:29: Und das ist entscheidend.
00:57:33: Man sieht nicht immer, wohin der Weg führt.
00:57:37: Und das ist auch gut so.
00:57:40: Es gibt noch einen wichtigen Punkt, den ich hier hinzufügen möchte.
00:57:43: Zum Thema, was kann man denn machen?
00:57:47: Schauen, dass man positive Menschen um sich hat.
00:57:49: Weil man ist ja auch ein Spiegelbild von seinem Umfeld.
00:57:53: Wenn man sich nur mit negativen Menschen umgibt, dann färbt das ab.
00:57:57: Und ich bin da, also man kann sich im Job ein ganzes Team feuern.
00:58:02: Das möchte ich auch in keiner sarten Weise empfehlen.
00:58:05: Man kann aber im Job beispielsweise schauen im Recruitment.
00:58:11: nicht nur nach den Hard Skills, sondern sind das Optimisten, sind das positive Menschen, weil das wirkt sich auf alle aus und ich bin da ziemlich hart bei meinen großen schwierigen Projekten.
00:58:24: Das geht nicht, wenn ich irgendwie nach einer Langdistance abends in meine Ferienwohnung humpen und dann sagt jemand aus meinem Team, Jonas, du siehst ja sowas von schlecht heute aus und weißt eigentlich schon, es ist halb zwölf, ich weck dich in fünfundhalb Stunden wieder, dann kommt wieder eine langen Distanz.
00:58:45: Das funktioniert nicht.
00:58:46: Ich habe jemand in meinem Team, der sagt, Jonas, es ist ein harter Tag, komm, jetzt geh du mal in die Dusche.
00:58:50: Ich koche dir mal was Feines so lang und morgen ist übrigens Top-Wetter, woher sage, mit Rückenwind und Sonnenschein.
00:58:56: Das sind die Menschen, die ich im Team habe.
00:58:58: Und man kann das natürlich vorleben und das färbt auf andere ab.
00:59:02: Ja,
00:59:03: wir hatten da früher eine Regel beim Einstellen bei uns in der Agentur, die war immer erstens, die Person muss zu uns passen, von der Kultur muss genau das, was du gesagt hast.
00:59:11: Und zweitens, dann lernen wir der Person schon, was wir von ihr brauchen.
00:59:15: Heute drehen wir das Ganze ein bisschen um, weil wir auch in einer anderen Position heute stehen mit der Agentur.
00:59:21: Aber die Regel gibt es trotzdem noch, sie ist nur umgedreht.
00:59:23: Die heißt, wir suchen die besten der besten und dann müssen die noch perfekt zu uns passen.
00:59:28: Und ich glaube, so einfach wäre es ganz oft.
00:59:31: Und das ist ja immer ein Kulturthema.
00:59:32: Also auch die Firmen, die es schwer haben, diese Leute zu finden, die haben ja erst mal ein Problem mit ihrer eigenen Kultur.
00:59:39: Eine Firma, die eine gute Kultur hat, durch und durch.
00:59:41: Und Kultur ist ein großes Wort.
00:59:42: Man kann das auch nicht einfach überstülpen.
00:59:44: Aber die hat auch nie Probleme, Kunden zu finden und auch nie Probleme, gutes Personal zu finden.
00:59:50: Absolut.
00:59:50: Das ist auch ein wunderschönes Schlusswort eigentlich.
00:59:54: Das war doch an einem sehr, sehr guten Punkt.
00:59:56: Mich würde noch ein bisschen interessieren, ganz am Ende, was da nächstes Jahr kommt.
01:00:00: Kannst du schon ein bisschen was verraten?
01:00:03: Klar, also nächstes Jahr, mittlerweile dieses Jahr, habe ich hier zwei große Projekte.
01:00:08: Das erste geht Ende April los, dauert vier Monate.
01:00:12: Und dann habe ich im Ende September nochmal ein zweites großes Projekt, dauert vier Monate, dauert vier Wochen.
01:00:19: Und beides ist aktuell noch streng geheim.
01:00:21: Ich geb es den nächsten Monat bekannt.
01:00:24: Ich kann so viel verraten, es wird wieder ein großes Abenteuer.
01:00:28: Er hat so auch noch keiner gemacht und ist streng geheim.
01:00:32: Und ich habe dann für für zwei tausend siebenundzwanzig tatsächlich ein Projekt, was zwei Jahre geht.
01:00:37: Das wird was ganz ganz großes.
01:00:39: Für mich auch das größte Projekt meines Lebens.
01:00:43: Und da sind wir auch schon an den Vorbereitungen dran.
01:00:46: Und das sind so meine abenteuerlichen, sportlichen Highlights.
01:00:50: Und ansonsten, ja, Vorträge.
01:00:52: Es kommt noch mal ein nächstes Jahr neues Buch raus und ein neuer Film.
01:00:58: Und ja, so genieße ich das Leben zwischen sportlichen Abenteuern und auch Unternehmer zu sein.
01:01:06: Und das macht mir unglaublich Spaß.
01:01:08: Das freut mich.
01:01:09: Es ist immer schön solche Geschichten zu hören.
01:01:11: Also ich packe natürlich alle links auch in die Shownotes.
01:01:13: Es lohnt sich dem Jonas zu folgen, wer es noch nicht macht.
01:01:16: Ich glaube, sehr viele tun das schon.
01:01:19: Jonas, ich wünsche dir, dass du das so lange machen kannst, wie es dich glücklich macht.
01:01:23: Und dass das weiterhin so gut läuft, sehr sehr inspirierend auch auf die ganze Kombination.
01:01:29: Stellt mir wahnsinnig interessant vor, auch so sehr unterschiedliche Dinge zu machen, mit Sponsoren zu sprechen, aber dann auch wieder stundenlang allein auf dem Bike zu sein und für sich zu sein sind auch zwei extreme Welten.
01:01:42: Jetzt wünsche ich dir ganz gut das Training und bedanke mich ganz herzlich fürs Gespräch.
01:01:47: Danke dir, hat sehr viel Spaß gemacht.
01:01:48: Sehr, sehr spannende Fragen und vor allen Dingen nicht nur Fragen, sondern ein Gespräch.
01:01:54: Das ist immer das Allerbeste.
01:01:56: Mach's gut.
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