Paul Johannes Baumgartner – Vom Radio-Star zum Top-Speaker: Erfolg durch Leidensdruck | (#0020)
Shownotes
In der letzten Folge des Jahres 2025 bin ich zusammen mit einer echten Radio-Legende im Studio: Paul Johannes Baumgartner. Seit 30 Jahren ist er eine der bekanntesten Stimmen von Antenne Bayern, doch was viele nicht wissen: Er ist auch ein tiefgründiger Experte für Positive Leadership und Buchautor.
Wir sprechen darüber, warum die klassische „Benefit-Schlacht“ in Unternehmen (Obstkorb, E-Bike, Kicker) oft völliger Quatsch ist und sogar nach hinten losgehen kann. Von Obstkorb, E-Bike & Kicker bis hin zur absurden Geschichte eines Unternehmers, der sein Team nach Thailand einlud und dafür bestraft wurde.
Paul erklärt das PERMA-Modell und wie Führungskräfte es schaffen, dass Mitarbeiter wirklich aufblühen, statt nur Dienst nach Vorschrift zu machen.
Außerdem erzählt Paul seine eigene „Hero's Journey“: Vom 14-jährigen Fanboy, der Thomas Gottschalk & Günther Jauch im Radio bewunderte und Briefe an den Sender schrieb, bis zu dem Moment, als sich durch einen Zufall die Studiotür für ihn öffnete.
Wir diskutieren, warum Leidensdruck oft der bessere Antrieb ist als Leidenschaft und warum Service und v. a. After-Sales die unterschätztesten Umsatzhebel überhaupt sind.
Ein Gespräch voller Humor, Business-Weisheit und Tipps, den richtigen Weg für sein Berufsleben zu finden.
🔍 Was dich in dieser Folge erwartet:
Die Benefit-Falle: Warum ein Thailand-Urlaub für Mitarbeiter die Erwartungshaltung ruiniert und warum der Obstkorb keine Kultur rettet
Positive Leadership: Das PERMA-Modell und warum die Stimmung in der Firma besser sein muss als zu Hause
Stärken erkennen: Die Definition von Talent ist das, was Energie gibt, nicht nur das, was man kann
Radio-Nostalgie & Zukunft: Warum 700.000 Hörer immer noch viel sind, das Medium aber dringend Innovation braucht
Leidensdruck vs. Begeisterung: Wie Paul aus der Angst, den Job zu verlieren, seine Speaker-Karriere aufbaute
Der große Service-Rant: Warum Hannes 45 Minuten mit dem Sonos-Chatbot kämpfte und warum Reklamationen die größte Chance zur Kundenbindung sind
🔗 Links & Empfehlungen: Die Website von Paul Johannes Baumgartner Sein aktuellstes Buch: Wie du die Affen in deinem Kopf zähmst
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Transkript anzeigen
00:00:00: Letzter Podcast des Jahres mit einer richtigen Qualifier seit dreißig Jahren bei Antenne Bayern auf Sendung.
00:00:05: Hannes Zwetsch gehört ja am Apparat mit.
00:00:07: Paulion ist Baumgartner.
00:00:08: Ich freue mich sehr.
00:00:09: Ja, ich mich auch.
00:00:10: Danke für die Einladung.
00:00:10: Ja, sehr gerne.
00:00:12: Dreißigster Dezember.
00:00:13: Letzter Podcast.
00:00:14: Ich glaube, der wird nochmal richtig deep.
00:00:17: Ich habe schon gesagt, ich habe keine Ahnung, was du von mir wissen willst.
00:00:20: Ich hoffe, ich kann liefern.
00:00:21: Ja,
00:00:21: du kannst auf jeden Fall liefern.
00:00:23: Ich bereite mich auch immer wenig vor, muss ich sagen, weil ich immer gerne so ein bisschen reinspüre.
00:00:27: Natürlich, ich fahre dann in meinem Auto, sagt Ceminei.
00:00:30: Ich habe mich wie immer nicht vorbereitet.
00:00:32: Paul-Johannes Baumgartner kommt heute, er zieht mir ein bisschen was.
00:00:35: Und Ceminei sagt erst mal, natürlich seit hundert Jahren gefühlt beim Radio, seit dreißig Jahren.
00:00:41: Und jetzt merke ich aber auch in dem, was mit Ceminei da sagt.
00:00:45: Also Radio weiß ich, Speaker weiß ich, also mache ich ja ganz viele Vorträge auch.
00:00:51: Positive Leadership ist ein großes Thema, das hat mir am meisten interessiert tatsächlich, weil das glaube ich ganz uns auch verbindet irgendwie.
00:00:59: Und jetzt habe ich das Gefühl auch, du hast ja schon öfters auch Bühe geschrieben, du bist Autor, aber ich würde sagen, vielleicht warst du das auch schon immer, jetzt kommt da irgendwie so ein Philosoph mit rein.
00:01:11: Psychologenphilosoph?
00:01:12: Ja, vielleicht.
00:01:13: Ja, natürlich die Themen.
00:01:15: Die Themen haben sich natürlich über die Jahre verändert, muss man ganz klar sagen.
00:01:18: Und viele Dinge, die ich vor zwanzig oder dreißig Jahren wahnsinnig komisch fand oder Dinge, die mich bewegt haben, Themen, die mich bewegt haben, die bewegen mich jetzt nicht mehr so.
00:01:29: Aber das glaube ich, ist ganz normal, wenn man ein bisschen älter wird, dann stellt man sich andere Fragen her.
00:01:34: Das Thema Positive Leadership fand ich heute wahnsinnig spannend.
00:01:37: Positive Leadership, die Antwort auf die Forschungsfrage, wie eben Mitarbeiter aufblühen.
00:01:41: im Unternehmen bleiben und wachsen und das ist einfach ein wahnsinnig wichtiges Thema.
00:01:47: Was sind da die Aufträge über, frage ich mich immer, weil das meine ist das verbindende Glied, wir haben ja hier eine Zugehörigkeit von sieben Jahren, was in der Agenturbranche gibt es nicht, sagen wir irgendwo bei einem Jahr, anderthalb, da wären manche schon froh.
00:01:58: Was denkst du, sind die Themen, die genau dazu führen?
00:02:01: Also was hält die Mitarbeiter, was ist da deine Einschätzung?
00:02:05: Gut, ich sage natürlich, ich spitz immer zu.
00:02:07: Ich sage immer, wenn die Stimmung im Unternehmen besser ist als zu Hause, dann kommen die Mitarbeiter gerne.
00:02:12: Jetzt haben wir es bei Möglichkeiten.
00:02:13: Entweder wir sorgen dafür, dass die Stimmung zu Hause bei den Mitarbeitern unerträglich etwas jetzt unlauter wäre, beinah meiner Meinung nach.
00:02:21: Oder man versucht hat sich Gedanken zu machen, was habe ich denn für Möglichkeiten in meiner Agentur, in meinem Unternehmen, damit die Mitarbeiter gerne kommen.
00:02:29: Also es ist halt die Firma, zu der man will und das ist maximal individuell.
00:02:34: Ich sage nur auch immer wieder weg mit der Benefit-Schlacht.
00:02:37: Also nur über die Benefits wird die Schlacht nicht entschieden.
00:02:40: Oder alles herum lasst eben die und versucht die Unternehmenskultur dem Benefit sein zu lassen.
00:02:46: Also das ist eine Kultursache, eine Kulturfrage.
00:02:49: Das ist ja der Klassiker, die Obstkorb-Diskussion auf LinkedIn oder immer.
00:02:53: Aber ich sage dir eins, also ich zum Beispiel immer wieder feststelle, Gehalt macht es nicht.
00:02:57: Das war mal eine gewisse Zeit lang, hat es Gehalt gemacht.
00:03:00: Und Kultur ist natürlich ein großes Wort.
00:03:04: Weil ich frage mich das ganz oft, wir hatten es gerade draußen, da haben wir über unser Kaffeemaschine geredet, und dann sind wir draufgekommen, dass das vorher mal Steuerkanzlei war, und dann haben wir da die Fotos gezeigt und gesagt, es schaut eh schon gut aus für Steuerkanzlei.
00:03:14: Und mein Runny Gag ist immer blauer Teppichboden, einlagiges Kluppapier, scheiß Kaffee.
00:03:19: Und jetzt, das ist natürlich immer schwer den Leuten auch beizubringen, was dann Kultur auch ist.
00:03:25: Also ich glaube, man kann sich viel inspirieren lassen, die Leute, die sich inspirieren lassen sind ja eh schon.
00:03:30: auf der richtigen, auf der richtigen Welle.
00:03:32: Aber ich glaube, es ist mal relativ schwer auch, ja, das für seinen Laden zu erfinden.
00:03:37: Und ich frage mich da aber immer, was ist denn mit den Chefs los, wo der Laden so scheiße ist?
00:03:43: Weil die gehen auch jeden Tag da rein.
00:03:45: Ja, aber das sind die Chefs.
00:03:47: Ich glaube... Die Führungskräfte haben natürlich eine andere Wahrnehmung, haben auch viel mehr Aufgaben.
00:03:52: Es kommen nicht nur Leadership-Aufgaben auf sie zu, sondern auch trockene Management-Aufgaben, die jetzt nicht so wahnsinnig spannend sind.
00:03:58: Also die Führungskraft hat schon viele Hüte auf und Führung ist wahnsinnig komplex.
00:04:05: Also wenn dir jemand erzählt, wie Führung funktioniert oder wenn ich jemand erzählen möchte, wie Führung funktioniert, dann sage ich immer, jag ihm vom Hof, denn es ist ein Lügner.
00:04:16: Also Führung, wie bin ich selber drauf als Führungskraft?
00:04:19: Also wie resilient bin ich gerade selber?
00:04:22: Wie kann ich mit den Herausforderungen um mich herum selber als Person, als Mensch?
00:04:27: Weil Führungskräfte sind ja immer noch eines, nämlich Menschen.
00:04:29: Wie kann ich gut damit umgehen?
00:04:30: Weil nur wenn es mir gut geht, kann ich dafür sorgen, dass es anderen Leuten in meinem Umfeld auch gut geht.
00:04:35: Und da muss man Punkt zwei natürlich auch sagen, nicht für alles, was im Unternehmen passiert, ist die Führungskraft verantwortlich.
00:04:41: Jeder Mensch, jeder Mitarbeiter, jeder einzelne Angestellte bringt natürlich auch seinen Rucksack von zu Hause mit, hat seine eigenen Probleme, hat seine eigenen Themen, wird genauso beballert mit dem Bad News.
00:04:51: Also die Stimmung in Deutschland war schon mal besser.
00:04:54: Und da kann die Führungskraft nichts dafür.
00:04:56: Da kann die Führungskraft vielleicht auch gar nicht positiv einwirken.
00:04:59: Und es ist auch vielleicht nicht mehr die Aufgabe der Führungskraft, sondern jeder Einzelne muss sich dann die Frage stellen, ist es noch das, was ich machen will, welchen Beitrag trage?
00:05:07: Ich dazu bei, dass die Stimmung im Unternehmen gut wird.
00:05:11: Man kann nicht alles an der Führungskraft festmachen.
00:05:14: Das darf man tatsächlich, glaube ich, also da denke ich oft darüber nach, welches Paket hat denn die Person jetzt gerade selber auch zu tragen.
00:05:19: Und das merkt man selber.
00:05:20: Wenn du selber in der Mitte bist, ja, da kann die gar nichts erschüttern.
00:05:24: Da kann man sagen, komm in die Zeit.
00:05:28: Man merkt das immer genau vor Weihnachten übrigens, finde ich ja.
00:05:30: Wahnsinn.
00:05:31: Also was da immer los ist, da geht es auch bei uns ab wie im Krieg am Telefon.
00:05:34: Muss alles fertig werden.
00:05:35: Weihnachten!
00:05:36: Das wenn vom Jahr das Ende nicht fertig ist, dann geht die Welt runter.
00:05:38: Ja gut, man kann ja auch nicht darüber drähnen, dass jedes Jahr am vierundzwanzigsten jetzt immer wieder heilig Abend ist.
00:05:42: Zack, kommt es um die Ecke.
00:05:44: Ja.
00:05:46: Was sind da deine Tipps?
00:05:49: Bevor wir an die Tipps kommen, was ich viel spannender finde, wer beauftragt dich da?
00:05:52: Weil ich glaube, die richtigen Mittelstandsmannfrieds, wie ich die immer nennen, die beauftragten dich ja gar nicht.
00:05:57: Die sehen ja das, ja?
00:05:58: Doch.
00:05:58: Aber wie?
00:06:00: Wer stupft die?
00:06:00: Ja, ja, aber weißt du, diese... die gar keine Kultur haben, die sagen, ah, Arbeitszeit betrug und alles eine Scheiße, die gibt's ja auch.
00:06:08: Dann denke ich mal, die sind ja gar nicht in der Mitte, die kommen ja gar nicht auf die Idee, jetzt hole ich mir einen Speaker ins Haus oder einen Pirater ins Haus, einen Consultant ins Haus, sondern sie müssen ja schon auf der guten Welle surfen, sagen wir mal so.
00:06:20: Ja, genau, das ist in der Tat so.
00:06:21: Also die Teilnehmer, die bei mir in den offenen Workshops sind oder die Führungskräfte bei den In-Haus-Seminaren.
00:06:29: Die sind viel mehr positive Lieder als die glauben.
00:06:32: Also es ist schon eine gewisse Bereitschaft für das Thema da.
00:06:35: Aber ich glaube das ist auch normal.
00:06:36: Also wenn ich jetzt irgendwo in ein Restaurant gehe, ich suche mir ein Sushi-Restaurant aus.
00:06:41: Meistens hat man schon mal Sushi probiert oder hat eine gewisse Affinität zu Sushi oder zu Indisch oder zum Burger oder wie auch immer.
00:06:47: Und so ist es.
00:06:47: Und das ist natürlich dann auch, das ist schön.
00:06:52: Macht deine
00:06:52: Arbeit auch natürlich leichter, stellen wir vor.
00:06:54: Bist du ja nur im Gegenwind, sonst bist du ja du im Gegenwind.
00:06:56: Sonst
00:06:57: musst du dich ihm erklären oder musst du das Thema rechtfertigen.
00:06:59: Wiederum auf der anderen Seite wünschte ich mir natürlich schon, weil es schon auch in gewisser Hinsicht ein kleiner Auftrag ist, den man hat, wenn man mit dem Thema Positiv-Liedership unterwegs ist.
00:07:08: Ich wünschte mir, dass wir schon die Konfrontation mit Unternehmen, die die Sinnhaftigkeit vielleicht noch nicht gesehen haben, die kritische Fragen stellen.
00:07:16: Die wissen wollen, was bringt es mir denn auch?
00:07:19: Positiv Leadership bringt eine ganze Menge dem Unternehmen.
00:07:21: Also hat nachweislich einen positiven Impact auf sämtliche KPIs.
00:07:26: Kranken fehlt Tage, wesentlich weniger.
00:07:27: Also Führungskräfte, die nach Positiv Leadership führen, haben wesentlich weniger Krankheitstage in der Abteilung im Unternehmen als Führungskräfte, die nicht nach Positiv Leadership führen.
00:07:38: Da gibt es ganz, ganz viele valide Studien von der Universität Wien und Klagenfurt von Prof.
00:07:42: Dr.
00:07:42: Markus Ebener, der da wahnsinnig viel Forschungsarbeit geleistet hat.
00:07:46: Positiv Leadership gibt es eine Studie aus dem Lebens-, aus dem Einzelhandel, Baumärkte, Drogerienmärkte, Lebensmittel-Einzelhandel, wurden dreißigtausend Kassenbos ausgewertet, Ergebnis ist in Unternehmen.
00:07:58: in denen nach Positiv-Leadership geführt wird bis zu siebzehn Prozent mehr Umsatz als im Vergleich zu Unternehmen, in denen nicht nach Positiv-Leadership geführt wird.
00:08:06: Das hat mit Kreativität zu tun, auch einen positiven Impact auf die Veränderungsbereitschaft.
00:08:10: Wir sind in einem wahnsinnig, in einem der größten Veränderungsprozesse überhaupt der letzten Jahrzehnte.
00:08:15: Positiv-Leadership hat auch einen positiven Impact eben auf die Veränderungsbereitschaft der Mitarbeiter, dass sie sagen, okay, ich mache mir weniger Sorgen über Veränderungen, weil ich weiß, es wird alles gut und weiß die Führungstrafte auch vorlebt.
00:08:27: Ich glaube am Schluss, also das sagen wir auch, wir versuchen gerade das Wort Kunden auch so ein bisschen zu verbannen aus unserem, aus unserem Wortschatz, sondern wir sind es eher mittlerweile als Partner, oder wir sind schon immer als Partner, aber jetzt spürt man das erst so richtig, das hat der Umzug auch nochmal gemacht und das verändert auch die Gespräche und ich glaube das, wenn mal ein bisschen Steam wirkt.
00:08:44: Also er findet es auch immer so super wichtig.
00:08:45: Das gehört für mich auch voll dazu.
00:08:46: Hundert Prozent Rückendeckung.
00:08:47: Also das Wichtigste, was wir haben, sind unsere Mitarbeiter.
00:08:50: Und das verstehen die Leute oft.
00:08:51: Selbst wenn ihr produziert, das Gewerbebind.
00:08:52: Ja wer produziert das denn?
00:08:53: Wer hat denn die Ideen?
00:08:54: Selbst wenn jetzt nur Roboter das Ganze produzieren würden.
00:08:57: Wer bringt denn diese Innovation rein?
00:08:59: Und wenn sie es halt nicht nach Arbeit anfühlt.
00:09:01: ... hat ihr jetzt ganz oft den Satz vor Weihnachten, ... ... ja, machst du Urlaub über Weihnachten, ... ... sag ich mittlerweile, ... ... du, wer Urlaub brot, ... ... hast du einen falschen Job?
00:09:07: Ja, das ist natürlich ein sehr ... ... sehr selbstständiges
00:09:08: Leben, ne?
00:09:08: Ja, natürlich ein sehr ... ... sehr
00:09:09: selbstständiges
00:09:10: Leben, ne?
00:09:10: Ja, natürlich
00:09:10: ein sehr ... ... selbstständiges Leben, ne?
00:09:12: Ja, natürlich ein sehr ... ... selbstständiges Leben, ne?
00:09:13: Ja, natürlich ein sehr ... ... selbstständiges Leben, ne?
00:09:15: Ja, natürlich ein sehr ... ... selbstständiges Leben, ne?
00:09:17: Ja, natürlich ein sehr ... ... selbstständiges Leben, ne?
00:09:19: Ja, natürlich ein sehr ... ... selbstständiges Leben, ne?
00:09:22: Ja, natürlich ein sehr ... ... selbstständiges Leben, ne?
00:09:24: Ja, natürlich ein sehr ... ... selbstständiges Leben, ne?
00:09:26: Ja, natürlich ein sehr ... ... selbstständiges Leben, ne?
00:09:29: Ja, natürlich ein sehr ... ... selbstständiges Leben, ne?
00:09:31: Ja, Da gab es dann sogar eine Waschmaschine und Trockner.
00:09:33: Haben wir das zufällig auch, weil wir die Papierhandschichter verbannt haben.
00:09:36: Aber also, bringt eine Wäsche mit, wascht bei uns, die wollten die Leute halt viele, viele Stunden mehr binden.
00:09:42: Und die glaubt, da ist der Grad halt auch schmag.
00:09:44: Dann ist er dann auch kein Positive Leadership, sondern ist genau das Gegenteil, ist Ausnutzung.
00:09:48: Ja, und nein, alles.
00:09:50: Es ist in gewisser Hinsicht, also das mit der Waschmaschine kannte ich bislang nicht.
00:09:54: Zeige ich dir später, wer das ist.
00:09:55: Nein, also dass das ein Unternehmen auch macht oder dass das als Benefit betrachtet wird, das hatte ich bislang nicht klar.
00:10:00: Obligatorische frisches Obst oder was ja auch Sinn macht.
00:10:06: Aber ich würde jetzt nicht sagen, dass das nicht zu positiv leadership gehört, weil für einen Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es vielleicht ein positives Erlebnis, eine positive Emotion, die er oder sie mit dieser Waschmaschine verbindet.
00:10:20: Weil es geht darum, wird man gesehen oder wird man nicht gesehen.
00:10:23: Und deswegen nur, wenn ich sage zugespitzt, weg mit dem Benefit Quatsch.
00:10:27: Die Schlacht wird nicht über die Benefits entschieden.
00:10:30: Halt nicht mit der Gießkanne, sondern gucken, was brauchen die Mitarbeiter?
00:10:33: Was ist sinnvoll?
00:10:34: Benefit für die.
00:10:35: Das Deutschlandticket für €, zum Zeitpunkt der Aufnahme dieses Podcasts, glaube ich, kostet das Deutschlandticket noch €.
00:10:42: Das langweilt einen Topverdiener, der sagt, wie ist er mich beleidigen mit dem Deutschlandticket?
00:10:46: Wohin gegen?
00:10:47: für den Azubi ist es eine super tolle Geschichte und super ... binden das Element auch.
00:10:53: Also deswegen muss man immer gucken, individuell sind die Benefits, machen die Sinn oder machen die nicht Sinn.
00:10:59: Generell zu den Benefits, wenn man da wirklich mal guckt, machen die Sinn oder machen die nicht Sinn, eins ist natürlich klar.
00:11:05: Und das ist das Wichtige, glaube ich, für jede Führungskraft zu erkennen.
00:11:08: Mit jedem Benefit verändert sich die Erwartungshaltung der Mitarbeiter.
00:11:14: Und das ist aber auch, das kann man, das kann man keine Menschen vorbewerfen, weil wir, Hannes, wenn wir einmal in einem drei Sterne Hotel waren, dann wollen wir irgendwann mal einen vier Sterne Hotel ausprobieren.
00:11:23: Wobei
00:11:24: ihr sagen muss, bei mir war das bei Autos ganz spürbar.
00:11:28: Hat auch was mit seiner Mitte zu tun.
00:11:30: Das hat eine Lücke, eine andere Lücke gefüllt.
00:11:31: Das war wichtig, ein großes Auto zu fahren, jetzt.
00:11:34: Das ist immer schwierig, wenn die alten weißen Männer dann über solche Dinge reden und dann steht, siebenhundert PS, RS-Sex vor der Tür.
00:11:40: Aber ich könnte heute auch mit einem Vier hat fünf Hundert glücklicher sein, aber im Hotelspiel ist es voll.
00:11:44: Also in der drei Steine rauskriegst du ihn wieder rein.
00:11:46: Das kann ich nicht mehr
00:11:47: machen.
00:11:47: Ja klar.
00:11:48: Wann gewöhnt sich daran?
00:11:49: Wann gewöhnt sich daran?
00:11:50: Ist der Gewöhnungseffekt.
00:11:51: Und Dr.
00:11:51: Loriaki Kano, Kundenbegeisterungsmodell, wenn ihr da mal googeln wollt, ist halt immer mit der Erwartungshaltung zu tun.
00:11:58: Also Begeisterungsfaktoren werden irgendwann mal durchgereicht zu Leistungsfaktoren, Leistungsfaktoren werden irgendwann mal durchgereicht zu Basisfaktoren.
00:12:05: um im Autobild zu bleiben.
00:12:08: In den Siebzigeren, wenn du Werbung gemacht hast für ein Auto mit, unser Auto hat einen Erbeck und einen Seitenaufprallschutz, dann war das natürlich Begeisterungsfaktor.
00:12:16: Das gab's halt damals nicht.
00:12:17: Jetzt, wenn du heute ein Auto verkaufst, sagst du natürlich, und du sagst zum Kunden übrigens unser totalen Erbeck.
00:12:24: Wow!
00:12:26: Den nehm
00:12:26: ich mit dir natürlich.
00:12:28: Und das ist einfach mit der Erwartungshaltung so.
00:12:29: Und deswegen finde ich ganz, ganz wichtig, die Benefits nicht außer Acht zu lassen.
00:12:33: Zu gucken, aber was ist für meine Mannschaft gut.
00:12:35: Ein Freund von mir, ein Optiker, der jetzt vor ein paar Jahren seine Mitarbeiter einen Ausflug spendiert.
00:12:43: Und zwar fünf Sterne Superior, eine Woche Thailand All Inclusive.
00:12:46: Ich habe zu ihm gesagt, Gratulation zu diesem Benefit und viel Spaß beim nächsten Betriebsausflug.
00:12:53: Weil die Erwartungshalter natürlich auch hier steigt.
00:12:56: Also ich überlege jetzt gerade, wie wir das machen, weil ich würde sagen, bei uns gibt es da nicht so ein Gewinnungseffekt.
00:13:01: Aber dann merke ich jetzt gerade in dem Gespräch.
00:13:04: Ich finde es total wichtig, dass man diese Benefits auch immer wieder überprüft und reinspült, bringen die noch was.
00:13:08: Wir haben zum Beispiel in unserem alten Büro jahrelang Massage gehabt.
00:13:11: Wir haben große Riecher-Kette mit aufbohrt im Marketing.
00:13:14: Und dann haben wir irgendwann gesagt, komm!
00:13:16: Die lassen wir einmal in die Woche kommen, haben wir im ersten Stock ein eigenes Zimmer angebietet, da war richtig schön die Massage, da haben wir Handtücher gekauft, also wir richtig wählen es.
00:13:22: Uns haben alle richtig gefeiert, es war richtig geil.
00:13:24: Und irgendwann ist passiert, dass wir keine Leute mehr begeistern, also die Massöerin ist dann manchmal hochgekommen und gesagt, wer kommt jetzt runter?
00:13:31: und dann haben wir, und das muss aber, das glaube ich ist... Selber alles Kommunikation.
00:13:35: Man muss halt kommunizieren.
00:13:36: Und dann hab ich mich hinsetzt und hab gesagt, Leute, Team-Meeting haben wir einmal in der Woche.
00:13:39: Sag ich, also ich sage euch, wie es ist, ich hab das Gefühl, wir müssen diese Massage wieder sein.
00:13:43: Lassen wir es halt da eh keiner Bock.
00:13:44: Und wenn das dann demokratisch entschieden ist, dann ist es auch kein Wegfeuer von irgendwas.
00:13:48: Und der Bock sagt, wenn es irgendwie ein, zwei Leute gibt, die das unglaublich gerne möchten, wir können einen sechzig Euro steuerfreien Gutschein vergeben im Monat, dann kriegt der Massagegutschein, dann schauen wir uns das an.
00:13:56: Und bei uns mit den Weihnachtsfeiern, ähnliches Beispiel zu Thailand, vor drei Jahren oder vor vier Jahren.
00:14:03: Vor vier Jahren sind wir ja, unsere Weihnachtsfeiern sind immer ganz geheim.
00:14:07: Also plant genau eine Person bei uns.
00:14:08: Keiner weiß irgendwas.
00:14:09: Du kriegst schon mal die Informationen, wie viele Unterhosen, Personalausweis oder Reisepass.
00:14:12: Das sind die einzigen Informationen, die du kriegst.
00:14:14: Und da haben wir dann ein ganzes Abteil im TGV gemietet.
00:14:17: Erste Klasse sind wir nach Paris gefahren und abends haben wir in Moulin Rouge Weihnachtsheuer gemacht.
00:14:21: Jetzt müsste ich aussagen, das kannst du am nächsten Jahr nicht mehr toppen.
00:14:24: Nächsten Jahr haben wir bei Beat the Streets so ein Doppelstock-Tourbus gemietet.
00:14:28: Da waren nur die Getränke vom Roland Kaiser drin.
00:14:30: Pink ist mit dem gefahrenen AC DC, also ein richtig fetter Tourbus, mit sechzehn Schlafkabinen und sind mit dem losgefahrenen Augsburgsindern nach Wien ins Neni und haben bei der Haia Mojo an der Donau gegessen.
00:14:41: Und jetzt war es aber so und deswegen glaube ich, dass Kommunikation alles ist.
00:14:44: Dieses Jahr hatten wir was Ähnliches geplant.
00:14:48: Verraten wir natürlich nicht, was geplant war.
00:14:49: Und dann habe ich aber vor anderthalb Monaten im Team-Mitting gesagt, ich sage euch jetzt was, wir haben eine ganz kranke Weihnachtsfasche wieder geplant.
00:14:56: Aber ich sage euch auch was, ich fühle es gar nicht.
00:14:58: Wir haben jetzt hier über zwei Millionen in das neue Bürok steckt und wir fahren Ende Januar auf der Cache.
00:15:03: Ich
00:15:03: bin total gespannt, was ihr gemacht habt.
00:15:06: Und wir fahren Ende Januar auf Vacation.
00:15:09: Und ich sag euch jetzt einfach, wie es ist, ich fühle es gerade nicht.
00:15:11: Aber das muss nichts bedeuten.
00:15:13: Und dann, finde ich, muss man warten, was die Leute halt auch sagen.
00:15:16: Was kommt da als Feedback?
00:15:17: Und das wissen meine Leute aber auch, wenn die sagen, oh nee, haben wir eigentlich schon erwartet, keine Ahnung, scheißegal, dann machen wir es.
00:15:21: Dann machen wir ziemlich was durch.
00:15:22: Und dann war das aber ganz demokratisch wieder, dass Alex sagt haben, den fühlen wir auch gar nicht.
00:15:27: Wir müssen doch hier feiern.
00:15:29: Hier wissen wir jetzt in unserem neuen Büro.
00:15:30: Jetzt sind wir dann, zu Weihnachtsfeier waren wir es sieben Wochen oder sechs Wochen im neuen Büro.
00:15:35: So, dann suchen wir uns jetzt ein Kater an der Feier mal hier und schön war's.
00:15:39: Also es war wie Agenturin in den ersten fünf Jahren, der war da gestanden und so, also eher hempft sehr.
00:15:44: Aber wunderschön war's.
00:15:45: Perfekt, perfektes Beispiel auch dafür, Hannes, weil in dem Moment viele Unternehmen sind eben in der Benefit-Falle und da hilft nur eins, der bewusste Erwartungshaltungsbruch.
00:15:55: Ehrlich wie in der Dramaturgy.
00:15:57: Gute Stories, wie die aufgebaut sind, da kommt irgendwann mal kommt der bewusste Erwartungshaltungsbruch und da kommt die Wendung.
00:16:03: Und genauso geht das auch bei den Benefits mit einer klaren Kommunikation.
00:16:07: Ich bin ja nach wie vor bei einer großen deutschen Radiostation in Lohn und Brot.
00:16:11: Ich selber konnte leider nicht mit dabei sein, aber eines der besten Fest in den letzten Jahren war ein Basic-Fest im Freien.
00:16:18: Es hat geschüttet.
00:16:20: Es wurden irgendwann noch Zählte, die Leute waren Patschnas.
00:16:23: Darüber sprechen die Leute heute noch, die Mitarbeiterinnen und die Mitarbeiter heute noch.
00:16:26: Und dann kann man auch wieder aufbauen.
00:16:27: Meistens nach einem total verregneten Woodstockfirmenfest, dann kann man so langsam
00:16:32: wieder... Da ist doch das Leben, da ist doch...
00:16:34: Ja, genau.
00:16:34: Und dann kann man auch wieder sagen, okay, jetzt machen wir es beim nächsten Mal wieder ein bisschen edler, vielleicht ein bisschen trockener
00:16:39: und... Man weiß, was man halt auch immer nicht vergessen darf.
00:16:41: Auch da trägt jeder seinen Päckchen.
00:16:42: Also wir haben zum Beispiel zwei, drei im Team, die würden auf keinen Fall fliegen, die haben unglaubliche Flugangst.
00:16:47: Jetzt denkst du, du machst den völligen Wahnsinn mit Thailand und so weiter, das funktioniert gar nicht.
00:16:50: Also wir schauen schon immer sehr auf die Befind, was jetzt bei Antenne Bayern schwierig geht mit hundertfuchzig Mitarbeiter, ja.
00:16:55: Aber... Ähm... Das hat man auch gemerkt an Weihnachten.
00:16:59: Das haben Leute natürlich auch Themen.
00:17:00: Wenn sie zwei, drei Tage unterwegs sind mit uns, wo sie gar nicht wissen, wie lange sie unterwegs sind, die haben eine Familie zu Hause, die haben Kinder zu Hause, die wissen gar nicht, wie sie das managen sollen.
00:17:07: Manche Leute sind vielleicht nicht gerne unterwegs.
00:17:10: Für mich wäre das eh der Horror.
00:17:11: Da lachen immer alle.
00:17:12: Da sind immer sagen, du bist der Einzige, der immer weiß, was dann passiert.
00:17:15: Aber du willst niemals irgendwas machen, wo du nicht weißt, dass die nächsten zwei Tage passiert.
00:17:19: Das liebe ich übrigens auch auf meinem Job als Seminartrainer und Gino-Speaker.
00:17:22: Die Leute im Publikum wissen, was passiert, aber ich bin safe.
00:17:25: Die sind alle, was ist los mit denen?
00:17:26: Alle völlig, völlig.
00:17:28: Nee, nee, wir haben mich gar nix.
00:17:30: Also hier posten, du weißt schon, wo es hingeht, hau ab.
00:17:32: Willi nie machen.
00:17:34: Ja, ich glaube, es ist wie immer im Leben Kommunikation.
00:17:37: Und man muss aber das sagen, weil also die Kunden, vor denen du Vorträge haltest, das sind ja ähnliche Kunden, wie sie hier bei mir in der Agentur sind.
00:17:46: Und ganz oft kriege ich aber die Fragen von denen, die die Wertschätzung vielleicht noch nicht zu haben.
00:17:51: Ja, wie habt ihr zwei Teamassistenten?
00:17:52: Wer zahlt das denn?
00:17:54: Wer zahlt denn die Kaffeemaschine?
00:17:55: Und muss das alles sein?
00:17:57: Und die verstehen gar nicht.
00:17:58: Das fragen die Kunden.
00:18:00: Also wer zahlt denn die?
00:18:01: Wir haben zwei Teamassistenten, die kümmern sich darum, dass uns gut geht.
00:18:03: Die gehen ans Telefon, die machen uns Kaffee, die machen uns Tee, die schauen, dass alles passt.
00:18:07: So, das ist einfach wichtig für uns.
00:18:08: Ja, und bei zwei als zwei Mitarbeiter brauchst du zwei, die das machen.
00:18:11: Die verstehen diesen Wert gar nicht, was das mit der Kultur auch macht.
00:18:15: Das sind Leute im Projektmanagement, denen ihr Job ist, es ans Telefon zu gehen, Kunden zu bedaten, die Projekte perfekt zu managen.
00:18:21: Wenn die viermal am Tag einer Kaffeemaschine stehen und zehn Minuten sich in Kaffee rauslassen, das sind vierzig Minuten, wo die am Kunden arbeiten können.
00:18:28: Und das ist, glaube ich auch, das wird halt immer schwieriger, je mehr Leute es auch werden, da überall reinzuspüren.
00:18:33: Ich kann das jetzt machen, wenn man die zwei oder zwanzig Leute, ich schaue mir das an, ich schaue mir die Leute an und denke mir so, die Person könnte das und das vielleicht brauchen, dann wird die besser arbeiten.
00:18:42: Aber was neben diesen Benefits, die man so erspüren muss, finde ich schon auch, die man immer wieder challenge muss.
00:18:49: Ich glaube, einer der größten Faktoren für die Menschen ist Weiterentwicklungsmöglichkeit.
00:18:54: Das klingt immer so platt.
00:18:56: Und wir haben hier Leute bei uns, der Jonas, der das dann vierzehnjährig ist, der kam zu uns als Mediengestalter.
00:19:01: Er kam von der Augsburger Allgemeinen, der konnte wirklich gar nichts.
00:19:03: Also wirklich, der konnte gar nichts.
00:19:04: Den Hedgern und der normalen Todensanzeige setzen lassen können.
00:19:07: Und der Hedgern will unbedingt programmieren.
00:19:09: Als wir mit einer Webseite damals beworben vor vierzehn Jahren, war das ja sensation.
00:19:12: Und dann habe ich den Eingladen und der ist heute nach wie vor bei uns mittlerweile Fullstack Entwickler also richtig richtig guter Programmierer.
00:19:21: Und ich bin überzeugt der ist einfach nur da weil er sich entwickeln konnte und das merken wir immer wieder.
00:19:27: die Menschen müssen sich aus hat man ja auch in dem Team die die Mädels werden mal schwanger.
00:19:32: dann gibt es einfach auch psychische Themen, wo jemand überbelastet ist und so weiter.
00:19:37: Und man muss mit dem Mitarbeiter sich entwickeln und er muss sich auch entwickeln können oder sie.
00:19:41: Ja, und?
00:19:43: Ja, deswegen.
00:19:44: Das hat jetzt bei, wie heißt er, Jonas?
00:19:46: Ja.
00:19:47: Bei Jonas funktioniert.
00:19:49: Ich kenne jetzt deine Mannschaft zu wenig, aber vielleicht bei einem anderen Mitarbeiter oder bei einer anderen Mitarbeiterin hätte das nicht so den Stellenwert wie bei Jonas.
00:19:57: Könnte sein.
00:19:58: Müssen wir gucken.
00:19:59: Aber die Möglichkeit, wenn da ist, reicht es.
00:20:01: Da wirst du bei mir auf eine Tür rein.
00:20:03: Ich finde Lernen total spannend, neue Dinge auszuprobieren.
00:20:07: krachen zu scheitern, auch wenn sie im ersten Moment nicht so viel Spaß macht, aber doch sehr lehrreich ist, auch das gehört natürlich dazu.
00:20:14: Aber ich glaube jetzt nicht, dass man zum Beispiel sagen kann, jeder will sich weiterentwickeln, oder jeder sagt, ich bin im Unternehmen gegenüber Loyal.
00:20:19: Es ist ja nur ein
00:20:20: Angebot.
00:20:21: Ich sage ja auch zum Kunden, es ist nur ein Angebot, wir haben der Kind nach den Führten, wenn das Angebot für den Passmuschern annehmen.
00:20:27: Aber bei uns ist zum Beispiel so, nochmal Beispiel Sabrina ist Motion Designerin und die bildet sich unglaublich gern weiter.
00:20:33: Und da gibt es bei uns aber, das würde ich jetzt in einem Konzern oder im Mittelstand nochmal anders machen, aber bei uns gibt es jetzt keinen Topf.
00:20:38: Aber dieser Brina weiß genau, wenn die tausend, zweitausend Euro im Jahr für eine Schulung braucht, dann kriegt die die.
00:20:42: Und dann genehmigt geht das dann vorbeilaufen.
00:20:44: Die sagt so, du, ich hab da was gesehen, sag ich so, mach, nimm die Amex, mach.
00:20:48: Ich möchte das Fenster vielleicht weiter aufmachen.
00:20:49: Vielleicht ist es, und wirklich, Hannes, wenn das so ist bei dir in der Agentur,
00:20:52: tut...
00:20:53: Glückwunsch aus vollstem Herzen, wunderbar, wenn du wirklich diese Mitarbeiterinnen, diese Mitarbeiter hast, die sich weit entwickeln wollen, die was Neues sich, Neues Skills sich auf die Festplatte
00:21:04: schaufen wollen.
00:21:07: Aber jetzt im globalen Konzern zum Beispiel, bin mir nicht sicher, ob da auch hundert Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter da so wahnsinnig Bock drauf haben.
00:21:15: Und es werden wirklich, es soll jetzt nicht blöd rüberkommen.
00:21:17: Aber
00:21:17: kann ich hundert Prozent davon?
00:21:18: Ich glaube
00:21:18: einfach, gausche Verteilungskurve, es gibt welche, bei tausend Leuten, da gibt es so und so viel, die wollen, dann gibt es so und so viel, die müssen wir erst auf die Idee bringen, das Lernen Spaß machen kann oder ein Seminar besuchen, Spaß machen kann.
00:21:29: Und manche, die wollen einfach gar nicht erkannt werden, die wollen auch gar nicht angesprochen werden.
00:21:32: Die wollen, die sind im Konzern, weil sie anonymer sind.
00:21:34: Die sind halt vielleicht die Mumien, die man so mitschleppt.
00:21:37: Aber was Positiv Leadership versucht hat, war, rauszufinden, gibt es vielleicht zum Thema Unternehmenskultur, gibt es vielleicht ein paar Parameter, die dafür sorgen, dass Mitarbeiter aufblühen, gerne im Unternehmen bleiben, auch länger und sich weiterentwickeln mit dem Unternehmen.
00:21:53: Und daraus ist, dass das PERMA Modell, PERMA Lead entstanden.
00:21:57: Und das PERMA ist ein Akronym, also jeder Buchstabe steht für einen Nährstoff.
00:22:02: der dafür sorgt, dass Mitarbeiter eben aufblühen, im Unternehmen bleiben und wachsen wollen, das P-Stift für positive Emotions.
00:22:08: Also was trägt die Führungskraft dazu bei, dass die Mitarbeiter positive Emotionen erleben dürfen?
00:22:12: Und da gibt es eine ganz gute Ratio.
00:22:16: Barbara Fredrickson, die wunderbare amerikanische Psychologin, spricht von einem Verhältnis drei zu eins.
00:22:21: Drei mal so viele positive Emotionen, wenn ein Mitarbeiter erlebt, wie auf der anderen Seite negative Emotionen, dann gilt er als gut ausbalanciert, emotional gut ausbalanciert.
00:22:29: Kim Cameron und viele andere sprechen, oder John Gottman zum Beispiel, die sprechen von fünf zu eins.
00:22:35: Also fünfmal so viel positive Speedback, Lob auf der einen Seite, wie aber auf der anderen Seite Korrektur, Fehlerbenennung, wenn was schief gelaufen ist.
00:22:42: Und ganz, ganz wichtig, wenn man so eine Ratio zu als Führungskraft, wenn man damit arbeitet.
00:22:46: möchte, da man den Scheinwerfer darauf richtet, die Ratio lautet drei zu eins oder fünf zu eins und nicht drei zu null oder fünf zu null.
00:22:53: Es ist keine Happyology.
00:22:56: Und da hat es natürlich viel mit sehen und gesehen werden, mit Wertschätzung zu tun.
00:23:02: Das E steht für Engagement.
00:23:03: Es geht so ein bisschen Richtung Jonas jetzt zum Beispiel auch.
00:23:05: Was trägt die Führungskraft dazu bei?
00:23:08: Da geht es um Stärken.
00:23:09: und können die Mitarbeiter überhaupt in den Flow kommen?
00:23:13: Also bringen sie die Skills mit, die von ihnen erwartet werden, an der Position, an der sie im Unternehmen eingesetzt werden, stimmen die Rahmenbedingungen, dass die wirklich in den Flow kommen können.
00:23:21: Ähnlich so wissen wie bei den Pinguinen.
00:23:24: Bei den Pinguinen, wann sind die in ihrem Element?
00:23:27: Die sind in ihrem Element, wenn sie unter Wasser sind.
00:23:29: Da sind die eleganten.
00:23:30: Das ist wirklich wie im Palett.
00:23:32: Und an Land, denkst du dir eher, wer zu Hölle hat das denn bitte zugelassen?
00:23:39: Das ist halt einfach so.
00:23:40: am besten, wenn Exzellenz erwartet wird.
00:23:42: Und das ist in den Unternehmen zurecht so, wenn Exzellenz erwartet wird, müssen Stärken zum Einsatz kommen.
00:23:48: Und jetzt haben aber viele, und wir beide auch nicht, wir haben nicht unsere Stärken auf der Stirn eintätowiert.
00:23:54: Das wäre toll, das wäre für jeden einzelnen Menschen, wäre das toll.
00:23:57: Kannst einfach eine
00:23:57: Schublade auf.
00:23:58: Los geht's.
00:23:58: Ja, und dann weiß man sofort, okay, da schlägt mein Herz, das ist mein Thema.
00:24:03: Wie findet man zum Beispiel raus, was die Stärken für einen selber sind oder was die Stärken eines Mitarbeiters einer Mitarbeiterin sind?
00:24:09: Da gibt es eine wunderbare Stärkendefinition im Positive Leadership, die lautet, was ist es, was aus einem heraus drängt, was man ausleben möchte und was einem brutale Energie kostet, wenn man es zurückhalten muss.
00:24:24: Das finde ich total schön.
00:24:25: Also man kann natürlich stärken Radar, man kann natürlich Clifton Strength feinden, man kann natürlich stärken Workshops machen.
00:24:31: Aber allein diese Definition finde ich schon schön, weil man wunderbar damit arbeiten kann bei sich selber.
00:24:36: Mir ist einiges klar geworden, nachdem ich diese Definition zum ersten Mal gehört habe.
00:24:40: Und auch als Führungskraft, wenn man mit Mitarbeitern arbeitet, die sich weiterentwickeln.
00:24:44: Was ist es, was bei dir... Was ist es, was bei deinen Mitarbeitern in der Agentur an der Position, was aus ihnen herausdrängt, was sie wirklich ausleben möchten und was sie Energie kostet, wenn sie es zurückhalten müssen?
00:24:55: Dann ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, jetzt rede ich mich richtig in Fahrt.
00:25:00: Wenn ich zu schnell werde, bremst mich ein.
00:25:01: Super, hau raus.
00:25:02: Die Geisterung bringt immer ein gewisses Tempo mit sich.
00:25:04: Aber dann ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, warum ich so moderiere beim Radio, wie ich moderiere.
00:25:09: Da ist mir bewusst geworden, warum ich die Vorträge so halte, wie ich sie halte oder warum ich die Seminare so halte, wie ich sie halte.
00:25:15: Weil es hat immer ein bisschen was mit Humor zu tun.
00:25:18: Wenn es heißen würde Baumgartner, wenn du moderierst, es muss eine humorfreie Zone sein, wäre
00:25:24: ich viel am Platz.
00:25:25: Oder wenn ich eingeladen werden würde zu einem Unternehmen und die Maßgabe wäre, es darf kein einziges Mal gelacht werden oder es muss ein furzttrockner, seriöser Fachvortrag werden.
00:25:34: Dann sage ich, sucht euch einen anderen.
00:25:35: Es gibt bestimmt noch viele tolle andere Referenten auch.
00:25:38: Aber ich glaube, ich bin es einfach nicht.
00:25:39: Das halte ich sechzig Minuten oder neunzig Minuten nicht durch.
00:25:43: Das will ich mal selber in der Landung.
00:25:45: Aber weißt du, was ich dir sage?
00:25:46: Jetzt haben wir beide das Glück, dass wir das gefunden haben.
00:25:48: Und ich glaube, als ich erinnere mich da oft zurück, haben wir mal Ausbildung bei Weltbild gemacht und die haben mir da immer ein Fehl am Platz gefühlt.
00:25:56: Das war eine tolle Ausbildung, aber ich habe mir immer schon gedacht, das kann man doch besser machen, das kann man doch besser machen als immer Kaisenmeiter Azubi, Lastin Laban und so.
00:26:02: Heute weiß ich, das war schon richtig damals.
00:26:05: Und dann bin ich noch, das war ja Verlagsgeschäft und dann bin ich quasi nur in die Agenturbranche ein halbes Jahr gegangen nach München und habe mich da auch immer am falschen Platz gefühlt.
00:26:13: Aber ich habe immer gedacht, dass ich
00:26:15: falsch bin.
00:26:17: Und die fragen mich ganz oft, weil ich das sehe als wahnsinniges Geschenk.
00:26:20: Ich bin jeden Tag überglücklich, dass ich jeden Tag eben nicht arbeiten muss.
00:26:23: Sondern das machen darf, was mir richtig glücklich macht.
00:26:26: Wie kann man da auch Leuten helfen, die gar nicht... Weißt du, das Modell, was du jetzt gerade erklärt hast, da muss ich schon auf einem richtigen Pfad sein und dann kitzel ich quasi die nächsten zwanzig Prozent raus.
00:26:36: Aber wenn ich so gar nicht weiß... Und das, das glaube ich, ist auch so ein Tipp, den man geben muss bei dieser ganzen Schman mit, du kannst alles machen, du kannst alles werden.
00:26:44: Was für ein Bullshit, gar nichts.
00:26:46: Du hast ja gewisse Voraussetzungen.
00:26:48: Jetzt stelle ich zum Beispiel fest, dass ich reden kann.
00:26:50: Sonst war dieser Community Day letztes Jahr.
00:26:52: Das war ja nicht gelernt.
00:26:53: Das konnte ich einfach.
00:26:54: Das Mikrofon und dann ging das los.
00:26:56: Und es macht einen so glücklich und es geht so leicht.
00:26:59: Und da hat ein Freund letztens zu mir gesagt, vielleicht ist das eine Idee.
00:27:01: Der hat gesagt, er hat es in seinem Business gelernt.
00:27:05: Er muss den Stein ins Rollen bringen bei neuen Ideen und man darf, da hab ich noch mal was gelernt, ich hab das nämlich jetzt ausprobiert, und es muss dann leicht gehen.
00:27:13: Nur, man muss eines dazusagen, man darf den Stein nicht zu früh loslassen, das hab ich jetzt bei einem Internetprojekt bei uns gemacht und hab jetzt den Stein nochmal genommen und ihn nochmal ein bisschen runtergeschliffen und jetzt lass ich den laufen.
00:27:22: Und das ist ja ähnlich, wie du sagst, was gibt mir positive Energie, was muss raus?
00:27:28: Und ich glaub, da muss ich so ein bisschen hinhören, aber ich frage mich immer wieder, was könnte man dafür ein Tipp geben?
00:27:32: für jemand, der jetzt wirklich ... Und ich finde es so wichtig, dass man das sichtbar macht, weil man darf den Leuten aussagen, hey, wenn du, wenn das gerade nicht läuft, dann ist es vielleicht nicht dein Ding.
00:27:41: Dann ist es vielleicht was ganz anderes.
00:27:43: Und das ist ja das Schöne, das muss man heutzutage auch sagen.
00:27:45: Ich glaube, das war selten so die letzten hundert Jahre, aber wir sind ja jetzt an dem Moment.
00:27:50: Wo viele sagen oder das vorher auch schon erwähnt, dass es nicht einfach ist, das sehe ich gar nicht.
00:27:54: Also ich sehe auch keine Wirtschaftskrise, ich sehe das alles nicht.
00:27:57: Ich sehe oft Krisen, also wenn mir jemand sagt, der Wirtschaftskrise aus der Laden macht zu, dann gehe ich auf die Webseite, ich schaue mir das an und dann weiß ich, wo die Krise ist, der Lichtshand an der Wirtschaft, der Lichtshand an der ganzen Scheiße, die die da kommunizieren und produzieren.
00:28:08: Aber wir waren ja in den letzten hundert Jahren nie an so einer Position wie jetzt, wo du einfach heute sagen kannst, wir zwei hören jetzt auf.
00:28:14: hab ich übrigens heute Nacht träumt, das war völlig abgefahren.
00:28:16: Ich hab träumt, dass du und ich zusammen eine Sendung kriegen beim Bayerischen Rundfunk, eine Kochsendung.
00:28:20: Ausgrenen beim Bayerischen Rundfunk.
00:28:22: Also das war völlig abgefahren, hab ich mir noch gedacht, Mensch, irgendeiner musst du jetzt jemanden kennen beim Bayerischen Rundfunk, weil da sehe ich uns total Baumgartner und Zwetschge.
00:28:29: Das ist doch Wahnsinn.
00:28:30: Der Titel allein schon.
00:28:32: Aber wenn wir das machen wollen würden, müsste mir jetzt jemanden vom BR kennen, aber wir könnten morgen Yoga-Lehrer werden.
00:28:39: Und das finde ich schon, dass man den Leuten auch sagen muss.
00:28:42: ist der Ort, an dem du bist, der, wo du auch gesehen wirst.
00:28:45: Aber erst mal zu überlegen, läuft es einfach, was ich mache, macht mich das glücklich.
00:28:50: oder vielleicht liegt es schon an der Geschichte, weil leider stimmt es nicht, dass ich mit Affirmationen und was es, ich war es.
00:28:57: Genau,
00:28:59: das ist so.
00:28:59: Es gibt eine Studie von Gallup aus dem Jahrz-Boot-Hausend-Elf und da wurde das Mindset von Führungskräften erhoben.
00:29:06: Und er hat sich rausgestellt, dass es zwei große Missverständnisse gibt.
00:29:09: Also ich mache jetzt einfach nur Prämisse.
00:29:10: eins aus Zeitgründer, aber die erste Prämisse war, eine weltweite Studie, männlich, weiblich, divers, branchenmix, siebzig, achtzigtausend, befragte, was eine wahnsinnig hohe Fallzahl ist für eine Studie.
00:29:22: In Europa, wenn eine Studie als Valide gelten soll, dann, glaube ich, reichen dreihundert bis siebenhundert, das
00:29:28: ist wirklich eine Makulatur.
00:29:30: Das ist ja fast wie
00:29:31: die FWB.
00:29:31: Und da
00:29:34: hat sich herausgestellt, dass es ein paar Missverständnisse gibt.
00:29:37: Und zwar ein Großteil der befragten Führungskräfte hat gesagt, ja, wollt dem stimme ich zu.
00:29:42: Jeder, die die Frage war, Menschen können sich in allem entwickeln, wenn sie nur wollen.
00:29:49: Kompletter Bullshit.
00:29:50: Das ist, das ist einfach, im ersten Moment klingt es ja logisch.
00:29:54: Im ersten Moment vielleicht reflexartig.
00:29:56: Man möchte
00:29:56: das auch
00:29:57: glauben.
00:29:58: Menschen können sich in allem entwickeln, wenn sie nur wollen.
00:30:00: Das stimmt aber nicht.
00:30:01: Wenn ein Dreijährige zum Beispiel zu Mama und Papa dackelt und sagt, ich möchte Posaune lernen, dann geht das physisch nicht, dann geht das körperlich nicht.
00:30:09: Da kann Blockflöte spielen, aber Posaune geht körperlich nicht.
00:30:13: Also das Geheimnis des Könnens liegt nicht im Wollen, sondern das Geheimnis des Könnens liegt schon auch im Können.
00:30:19: Es gibt Limiterungen und das zu akzeptieren ist eben wahnsinnig wichtig.
00:30:22: Und ich glaube, das ist auch der erste Schritt, wenn man feststellt, man ist jetzt wirklich nicht glücklich in dem, was man macht, es zu akzeptieren, dass man nicht glücklich ist in dem, was man macht.
00:30:33: Dass man nicht sagt, okay, nur noch vierzig Jahre bis zur Rente, das ziehe ich jetzt durch.
00:30:38: Wenn ein Fünfjähriger sagt, der will, welch Stürmer es da werden, trifft aber nur in zehn Prozent der Fälle das Tor beim Fußball, dann wird das nichts.
00:30:46: Ich bin vor kurzem dreißig geworden, mir wurde nachgesagt, ich werde kein Teenies da, weil sie eine Unverschämtheit fand.
00:30:51: Also es gibt limitierende Faktoren.
00:30:53: So nach dem Motto, weißt du, was du kannst, alles, das ist völliger Hummbug.
00:30:56: und zieht sie dort schon mal gesagt, nicht alles, was im Internet steht, stimmt.
00:31:00: Und dann halt im zweiten Schritt herzukommen, herzugehen und zu überlegen, was, wo bin ich denn in meinem Element?
00:31:06: oder auch mit der stärkeren Definition aus einem Positiv-Leadership.
00:31:10: Oder mal vielleicht im Internet, wenn man möchte, so einen Big Five-Test zu machen, der ein Indikator sein kann, der kostet auch nichts.
00:31:16: Der ein Indikator sein kann, werden wir ein paar Fragen gestellt, wo die Reise denn hingehen könnte.
00:31:21: Aber ich glaube, der erste Schritt ist wirklich Akzeptanz, wenn man unglücklich ist, es zu akzeptieren.
00:31:26: Und der zweite Schritt, vielleicht auch eine gewisse Veränderungsbereitschaft, welche Möglichkeiten gibt es denn?
00:31:31: damit ich das finde, was wirklich mein Thema ist, wo wirklich mein Herz hingeht.
00:31:38: Wahrscheinlich hat es auch, wie immer alles, auch mit der Mitte wieder zu tun, weil das, was du gesagt hast, das merke ich auch beim Herr Bewerst, das merkt, also das finden müssen, was mich voll in meinen Element bringt, um dann zu sagen, das und das kann ich nicht.
00:31:50: Und das ist aber mit einer Gelassenheit, also da kann ich gleich sagen, nee, das kann ich nicht.
00:31:54: Und das will ich auch gar nicht, das bin ich nicht.
00:31:55: Ja, genau.
00:31:57: Das mache ich übrigens, wenn jemand etwas will, was ich machen soll und ich bin nicht so richtig überzeugt davon, dann sage ich immer, das traue ich mir nicht zu.
00:32:06: Ja, nee, ich mache das ganz anders.
00:32:08: Ich sage auf gar keinen Fall.
00:32:10: Wirklich, das war immer meine Strategie.
00:32:11: Das mache ich heute leider schon immer.
00:32:13: Also wenn du zum Beispiel sagst, Hannes, jetzt sind wir so gut befreundet, ich ziehe nächste Woche ein Ende um, kannst du mir helfen und sage auf gar keinen Fall.
00:32:19: Ja.
00:32:20: Wenn es nicht rausgeht, ihr hilft dir, ihr finanziert ihnen Umzug gerne mit, aber umziehen auf gar keinen Fall helfe ich beim Umziehen.
00:32:26: Entscheidend
00:32:27: ist das Ergebnis.
00:32:28: Genau.
00:32:28: Der Weg dahin, der ist sehr individuell wie für Feindiger Fisch.
00:32:31: Genau.
00:32:31: Entscheidend ist das Ergebnis, dass man dich beim Umzug helfen muss.
00:32:34: Aber schauen wir mal, das ist sehr spannend.
00:32:35: Wie hast du das gemacht?
00:32:36: Vor dreißig Jahren gab es irgendeinen Glück.
00:32:38: Glück.
00:32:38: Glück.
00:32:39: Daran glaube ich jetzt gar nicht.
00:32:41: Ja, aber dann bin ich sehr gespannt auf deine Definition.
00:32:43: Mit vierzehn Jahren war mir klar, also nicht, dass ich Keynote-Speaker werden wollte, nicht, dass ich Bücher schreiben möchte, das war mir überhaupt nicht klar.
00:32:50: Das
00:32:51: ist ja aus der zwei, drei
00:32:52: Jahre, oder?
00:32:52: Und wo ich letztendlich eines Landen werde, stand heute, das war mir natürlich mit vierzehn nicht klar.
00:32:57: Aber ich war als vierzehnjährige infiziert vom Medium-Radio.
00:33:00: Und zwar kann ich mich noch an Zeiten erinnern, da war Thomas Gottschalk noch jünger, da war Günther Jauch noch jünger und die haben beim Bayerischen Rundfunk damals moderiert.
00:33:07: und diese Übergaben, Die haben nacheinander moderiert und diese Übergaben zwischen den beiden waren für damalige Verhältnisse revolutionär, ungescriptet, ungefältert.
00:33:17: Das hat einfach Spaß gemacht.
00:33:18: Und ich bin als vierzehnjähriger von der Schule nach Hause gekommen, habe den Schulranzen in die Ecke gefehlt und bin bewusst zum Radio gegangen, zum Gerät, habe eingeschaltet, um diese Übergaben mitzubekommen und das hat mich eben angefixt.
00:33:33: Ich nenn es Glück.
00:33:34: Wie würdest du es nennen, dass du als vierzehnjähriger so infiziert bist von so einer Geschichte?
00:33:38: Leidenschaft.
00:33:40: Ja, die in mir schlummert, aber ich konnte es ja nicht definieren.
00:33:42: Also, keine Ahnung, vielleicht ist sie wachgeküsst worden, meine Leidenschaft.
00:33:46: Na
00:33:47: ja, aber das war ja erst mal eine Begeisterung, oder?
00:33:49: Also, ich habe jetzt gedacht, du meinst das Glück, dass du, es hat mit Glück zu tun gehabt, dass du da bist, wo du heute bist.
00:33:55: Das glaube ich nämlich gar nicht.
00:33:56: Es hat mit ständig... Die, die vielleicht doch wieder über so die Person ständig was zu probieren.
00:34:02: Und das habe ich ja sehr spät gemerkt.
00:34:03: Also ich habe ja eine Filmproduktion auch und der Jonas, mit dem ich die zusammen habe, die ist fifty-fifty, die Firma.
00:34:10: Und zudem habe ich irgendwann mal auf einer Produktion gesagt, oh, haben wir schon auf viel Glück gehabt in unserem Leben, dass wir da sind, wo wir sind.
00:34:15: Und er hat gesagt, und der ist normalerweise eigentlich gar nicht so der, der dann so auf die zwölf haut und da hat er gemerkt, er hat ja richtig aggro gemacht.
00:34:20: Dann hat er gesagt, so ein Bullshit, du hast neunhundertfünfeinneunzig Sachen in deinem Leben probiert und fünf haben wir jetzt auch gut funktioniert.
00:34:26: Aber die Rahmenbedingungen müssen auch passen zur richtigen Zeit.
00:34:28: Das
00:34:28: war eine Faszination, also da auch hinzugehen und zu sagen, jetzt muss ich hören, wie der Gottschalk das dem Jahr auch übergibt.
00:34:34: Ich bewundere Straßenmusik.
00:34:35: Wir waren jetzt auf Verteventura und in Coralejo.
00:34:39: Da war am Abend ganz allein Straßenmusiker.
00:34:42: Da hat keiner Geld, ich auch nicht, ich habe leider kein Kleingeld dabei gehabt, muss ich zu meiner Entschuldigung sagen.
00:34:47: Aber der hat mit einer Leidenschaft gespielt und er wird keine Millionen verdienen.
00:34:51: Vermute ich mal.
00:34:52: Man weiß es ja nie.
00:34:53: Aber das finde ich großartig.
00:34:55: Und vielleicht ist das auch oftmals so ein zartes Flänzchen, aus dem was Wunderbares entstehen kann.
00:35:00: Ed Sheeran hat auch als Straßenmusiker angefangen und ich kenne keine netteren Künstler als Ed Sheeran.
00:35:05: keinen bodenständigeren Künstler als Ed Sheeran.
00:35:07: Aber vielleicht war es wirklich bei mir so, dass das in mir schlummerte.
00:35:13: Ich habe schon immer Menschen gern zum Lachen gebracht.
00:35:15: Ich habe schon immer gerne gute Geschichten.
00:35:17: Ich mochte schon immer gerne gute Geschichten, gut erzählt die Geschichten auch.
00:35:20: Und vielleicht ist es da wachgeküsst worden.
00:35:22: Und da muss man schon auch sagen, natürlich, also ... Das waren die goldenen Zeiten des Radios, die ich dann selber auch miterleben durfte.
00:35:29: Das war ja
00:35:29: ein newest shit, muss man sagen.
00:35:30: Das war ja nicht die Privatradio, das war ja eine bayerische Rundfunktion.
00:35:33: Das war eine
00:35:33: bayerische Rundfunktion.
00:35:34: Aber das Privatradio ging ja dann los.
00:35:36: Genau.
00:35:36: Aber schon das Beispiel auch, wenn Menschen sich entwickeln wollen oder wenn es zum Thema Leidenschaft geht, was bringt Menschen wirklich in Bewegung?
00:35:46: Im Endeffekt ist es Begeisterung für etwas oder Leidensdruck?
00:35:51: Also wenn ich maximal unzufrieden bin.
00:35:53: oder wenn die Rahmenbedingungen sich so verändert haben, auch da gibt es eine Geschichte.
00:35:57: Zwischen Jahrzehnte und Jahrzehnte habe ich die Frühsendung moderiert im Wechsel mit einem anderen Kollegen.
00:36:01: Und Morningshow ist für alle Nichtradio-Macher.
00:36:05: Morningshow ist halt immer eine tolle Geschichte, weil sechzig bis siebzig Prozent der Umsätze werden in der Morningshow generiert.
00:36:10: Du hast ein tolles Team, damals acht bis zehn Leute, die gemeinsam mit dir an der Sendung gearbeitet haben.
00:36:16: Und dann gab es aber eine strategische Umstellung der Morningshow.
00:36:18: Das heißt, der andere Morgenmoderator wollte wieder vier Wochen machen und Baumgartner ist rausgeflogen.
00:36:23: Und dann sind aber beide Faktoren eben zusammengekommen.
00:36:25: Begeisterung für etwas, weil ich dann überlegt habe, okay, Begeisterung fürs Radio ist nach wie vor da, aber vielleicht gibt es noch was anderes, weil du maximal abhängig bist vom Trainer.
00:36:34: Von einer Person.
00:36:35: Wenn der Trainer sagt, du spielst, dann spielst du.
00:36:37: Also wenn der Programmdirektor sagt, du moderierst, dann moderierst du.
00:36:40: Wenn ein Programmdirektor, nämlich dein Programmdirektor sagt, du moderierst nicht mehr.
00:36:44: Du bist in der Po gekniffen, was machst du denn da?
00:36:46: Und da war wieder derselbe Spiel nochmal Begeisterung für etwas, aber da war erst mal der Leidensdruck.
00:36:50: Wie geht es denn weiter mit mir?
00:36:51: Weil ich wusste auch nicht, werde ich noch weiter moderieren, stehe ich noch im Dienstplan.
00:36:54: Es war ein bisschen diffus damals.
00:36:56: Und dann habe ich überlegt, ja was kannst du denn?
00:36:58: Da habe ich mich selber geantwortet und ja eigentlich nicht viel.
00:37:02: Aber reden läuft ganz gut.
00:37:04: Aber reden läuft ganz gut.
00:37:06: Dann kam noch ein Kumpel, der gesagt hat, halt doch Seminare, Kommunikationsseminare.
00:37:10: Dann sage ich, was soll ich denn in den Kommunikationsseminaren, was soll ich denn machen?
00:37:14: Das erste Thema war die Macht der Stimme, weil natürlich ein Radiomoderator und das Thema Stimme unmittelbar miteinander verknüpft sind.
00:37:20: Aber da war dann wirklich für das, was ich heute mache als Keynote Speaker, Seminartrainer, Buchautor, da war wirklich nicht die Begeisterung für Keynote Speaking, für Seminar.
00:37:29: Da hast
00:37:30: du dir in der Schublade gekramt, ich habe einen Leidensdruck und was kann ich denn jetzt?
00:37:34: Und was kann ich jetzt?
00:37:34: Und das in Kombination, also was bringt Menschen in Bewegung, Begeisterung oder Leidensdruck und wenn es richtig abgehen soll, beides.
00:37:42: Ich sage das leider ganz oft, das nehmen wir uns immer manchmal auch rum in meinen Coachings für Agenturen.
00:37:49: Sag ich, ich wünsche dir, dass dieser Kunde, der nur viermal im Jahr so einen großen Umsatz macht, dass dir der wegbricht, dass du mal aus dem Quark kommst und dass du einen Arsch jetzt mal hochkriegst.
00:37:59: Ergänzen dazu, also ich kann ja immer nur erzählen, wie es bei mir war, auch das ist keine Blaupause.
00:38:03: Aber ich denke ja, wenn ich so erzähle, interessiert das da überhaupt jemand, weil es immer so individuell ist.
00:38:08: Aber als ich dann diese Referententätigkeit und Seminartätigkeit aufgebaut habe, war eines meiner Maxime, eines meiner Mantras war, der Snow Plan B.
00:38:22: Nur dann funktioniert das.
00:38:22: Tu jetzt einfach so, als ob es nicht, weil ich bin ja nach wie vor Bayern, Tene Bayern in der Moderation gewesen, halt in einer anderen Sendung.
00:38:28: Eigentlich auch gar nicht so gut, zu komfortabel.
00:38:30: Außer du sagst dir, tu jetzt einfach so, als ob's den Plan B nicht gäbe, also Fallback-Lösungen, wieder hundert Prozent Radio, sondern tu so, als ob du zu hundert Prozent in die Selbstständigkeit gehst, in diese Keynote-Speaker-Tätigkeit, dann, weil du das brauchst.
00:38:47: Du brauchst einen Drive, du brauchst einen Druck, du brauchst eine Portion Wahnsinn, was ja mit Begeisterung auch unmittelbar zu tun hat.
00:38:54: Aber
00:38:54: wie bist das Angangen?
00:38:56: Ich will das jetzt mal apö.
00:38:57: Wo finde ich Kunden?
00:39:00: Ich bin so angegangen, dass ich erst mal meine Seminare vor drei Personen gehalten habe.
00:39:04: Weil ich natürlich keinen Standing hatte.
00:39:05: Ich habe aber keine Marke.
00:39:06: Die Radiomarke war aufgebaut.
00:39:08: Baumpaul war damals ein großes Thema.
00:39:10: Ich habe die ganze Zeit gestern überlegt, ob es der Baumpaul war.
00:39:13: Ja,
00:39:13: genau.
00:39:13: War eine große Geschichte.
00:39:14: Aber davon kannst du im anderen Business.
00:39:17: Das hat die Leute nicht wirklich.
00:39:18: Ja,
00:39:18: ihr kommet die auch.
00:39:19: Also war er nicht da.
00:39:21: Und dann halt apö.
00:39:24: Im Kleinen, so wie Michael Mitermeier, seine ersten Programme vor zehn Leuten gespielt.
00:39:29: Er konnte jeden Einzelnen per Handschlag begrüßen, hat aber da neunzig Minuten durchgezogen.
00:39:32: Und bei mir war es ähnlich.
00:39:33: Und dann irgendwann gab es den Ripple-Effekt, da sind dann fünf Teilnehmer da waren, die wiederum, was zu sagen hatten in der Firma, die dann gesagt haben, das Thema ist für uns auch im Vertrieb zum Beispiel interessant, die macht das Stimme bei uns.
00:39:47: Aber woher kommen die ersten drei?
00:39:49: Die Leute fragen mir so oft, wie hast du deine ersten Kunden gefunden?
00:39:54: Ich glaub, alle Freunde, die bei drei nicht auf dem Baum waren, waren
00:39:56: fällig.
00:39:57: Das ist es nämlich.
00:39:57: Man muss es einfach nur allen erzählen.
00:39:59: Du
00:39:59: musst einfach nur anfangen.
00:40:00: Das ist wie einfach anfangen.
00:40:01: Wer sieht nach Mensch aus?
00:40:03: Wer ist in einer gewissen Abhängigkeit?
00:40:06: Entschuldigt, die vielleicht noch einen Gefallen.
00:40:07: Bam, bam, bam.
00:40:07: Und schon hast du drei Teile beim Seminar sitzen.
00:40:11: Und Geduld.
00:40:12: Was nicht meine Stärke ist.
00:40:14: Auch nicht meine.
00:40:15: Gar nicht.
00:40:16: Gar nicht.
00:40:18: Ja.
00:40:19: Weißt du?
00:40:20: Also bei mir war das so, ich war ja quasi, hab meinen Hauptgeld als DJ verdient und erst als ich die Agentur trotzdem aufgebaut und da war aber genau das und erst als ich quasi dieses DJ Dasein nicht mehr machen konnte und hundert Prozent Gas auf diese Agentur gesetzt hab, ging's komplett durch die Deckel.
00:40:36: Aber
00:40:36: auch schön wieder, dass du als DJ gearbeitet hast, weil das sag ich auch
00:40:39: immer wieder Menschen, immer
00:40:41: wieder Menschen, die sich interessiert, sag ich, das was du bisher gemacht hast und wenn es eine furztrockende Tätigkeit war.
00:40:48: die dich nicht erfüllt hat.
00:40:51: Sei dankbar, weil für irgendwas war's gut.
00:40:53: Ähnlich wie in der Kunst, Kunst baut ja auch Musik, baut ja auf gewissen Akkorden, auf gewissen Tönen, die ja definiert sind.
00:41:01: Und zwar vor hundert, zwundert, dreihundert Jahren schon definiert waren.
00:41:04: Und genau so ist es auch, also um wirklich herauszufinden, was man gut kann oder wo die Reise hingehen soll, schon auch mal gucken, gibt's denn auch irgendwas aus meiner Vergangenheit.
00:41:13: Was ich mitnehmen könnte, worauf ich aufbauen könnte.
00:41:15: Weil es komplett neu aufbaut.
00:41:18: Wenn ich nicht das Thema Stimme gehabt hätte oder nicht gewusst hätte, dass ich gut reden konnte, was ich ja schon bewiesen habe zu dem Zeitpunkt in den Sendungen.
00:41:24: Ich glaube, ich wäre auch der zweite Bildungsweg der zweite Karriereweg vielleicht nicht so entstanden, wie entstanden ist.
00:41:30: Also nicht die Verrangenheit verdammt.
00:41:32: Also Zukunft braucht Herkunft.
00:41:33: Ich
00:41:34: habe jetzt bei unserem Bauprojekt, jetzt kennst du ja das aktuelle Bauprojekt.
00:41:38: Wir wollten ja so ein Kesselhaus bauen in Augsburg, das klicklich gescheitert ist.
00:41:42: Habe ich lang überlegt, für was war es gut, weil normalerweise sehe ich das mal relativ schnell.
00:41:47: Okay, das war schief gelaufen.
00:41:49: Ist mir auch völlig wurscht, ich bin da gar nicht nachtragend und sage, okay, es ist schief gelaufen.
00:41:52: Passt, das habe ich raus gelernt, das ist das weiter.
00:41:54: Und da war ich wirklich so ganz überfragt.
00:41:56: Und heute weiß ich aber, ich hätte diese Baustelle hier nicht mal, ich hätte sie nicht überlebt.
00:42:02: Ohne diese Erfahrung vorher mit diesem Riesenbauprojekt, das war ich ja easy.
00:42:05: Und trotzdem war es schwierig.
00:42:06: Und bin heute froh, dass ich das große nicht gemacht habe.
00:42:10: Mir wird noch interessieren, wie du zum Radio kommst.
00:42:11: Es gibt diese Faszination, man hört da immer zu.
00:42:16: Und jetzt muss man ja irgendwas dafür tun, um zum Radio zu kommen.
00:42:22: Ja, auch hier Giant Error.
00:42:25: Also ich habe erstmal Briefe an den Bayerischen Rundfunk geschrieben, die zum Großteil unbeantwortet blieben.
00:42:30: Hin und wieder, vielleicht auch weil es so viele waren, hin und wieder kam dann ein Brief zurück, ja studieren Sie.
00:42:34: Also was muss ich tun, um Moderator werden zu können, dann hat es sechs Wochen gedauert, kam ein Brief zurück damals, ja studieren Sie.
00:42:41: Da habe ich den Brief hingeschrieben, ja was denn?
00:42:43: Journalismus, damals, oder?
00:42:44: Da kam zurück, egal, fand ich auch interessant.
00:42:47: Ganz stark, ganz stark.
00:42:47: Also mir konnte wirklich keiner weiterhelfen.
00:42:49: und dann habe ich durch Zufall bei einer Stiftung entdeckt, dass die Hörfungsseminare anbieten.
00:42:57: Und da bin ich dann hin und da waren dann so Rookies wie ich, die Nullerfahrung hatten, aber eben auch die Dozenten, die schon in ihrem Positionen waren bei großen Radiostationen oder auch kleineren München Radiostationen.
00:43:10: Und die waren tip top.
00:43:11: Und da habe ich einen kennengelernt.
00:43:12: Ich nenne Namen immer wieder gerne, weil vielleicht hätte ohne ihn der ganze Spaß nicht diese Dynamik angenommen.
00:43:18: Das war der Michael Kermes von Radio Trausnetz.
00:43:21: Einer der Dozenten, glaube ich, sogar dort oder einer der Teilnehmer damals.
00:43:25: Aber auf alle Fall habe ich den bei diesem Seminar, bei ihm diese Seminare kennengelernt.
00:43:29: Und wir waren uns sympathisch.
00:43:30: Und dann Michael sagt dann irgendwann mal am Ende des Seminars, sagt er zu mir, er hat ja schon moderiert bei Radio Trausnitz in Landshut.
00:43:36: Hast du dir mal Lust, so eine Radio Station an dir anzuschauen?
00:43:39: Und ich dachte im ersten Moment an, ich habe mich verhört.
00:43:42: Wie aufregend.
00:43:43: Und habe dann nochmal nachgefragt.
00:43:45: Also du schaust durch den Gesprächspartner durch.
00:43:48: Du weißt, er hat jetzt was gesagt, bist du aber nicht sicher, ob du dich verhört hast.
00:43:51: Dann sag ich, bitte.
00:43:52: Und er sagt, ja, hast du den Lust, dir mal eine Radiostation anzuschauen?
00:43:55: Magst du denn mal zu uns nach Land zu kommen?
00:43:56: Das war als, ich weiß es noch wie heute, als jemand die Himmelspfort, als würde jemand die Himmelspforte aufstoßen und noch zur Seite gehen und so sagen, bitte Herr Baumgartner, treten Sie ein.
00:44:07: Und dann die Posaunen von Jericho.
00:44:10: Und dann sag ich ja natürlich.
00:44:12: Und dann auch hier wieder Penetrans.
00:44:15: Da bin ich da drin gewesen und habe offensichtlich jetzt nicht so eine, bei der Besichtigung vielleicht schon einen ersten Eindruck hinterlassen, dass man gesagt hat, da müssen wir noch nachfragen, aber dass man gesagt hat, okay, das können wir uns im Team vorstellen mit dem Baumgarten, da hat es von null, von nullen eine Ahnung, aber er hatte gute Einstellungen, das kriegen wir schon irgendwie hin.
00:44:33: Und habe dann da meine ersten Sendungen moderiert.
00:44:35: Und das war, so ging es los.
00:44:39: Ich hatte ein sehr ähnliches Erlebnis, obwohl ich ja gar nicht.
00:44:42: Also auch eine Faszination für Radio schon immer.
00:44:43: Da war damals noch Daniel Melzer, Brot und Spiele bei Radio Fantasy gemacht, war eine ähnliche Sensation.
00:44:48: Das werden am Abend nicht gehört hast, dann hast du am nächsten Tag im Schulbus keine Chance gehabt.
00:44:52: Also musstest du hören.
00:44:54: Und dann durfte die da auch mal reinschnuppern.
00:44:56: Weiß gar nicht, ging über zwei, drei Ecken.
00:44:58: Und jetzt ganz lustig, weil ich habe ihn vor vier Wochen bei Antenne Bayern wieder getroffen.
00:45:03: Da hat damals die Morgen schon Stefan Schwabeneder gemacht.
00:45:07: Und dann war er bei der Antenne rumgelaufen da vor ein paar Wochen.
00:45:09: Und dann sieht es all die Antenne-Studio-Energie da rein.
00:45:13: Und dann hab ich mir die Geschichte erzählt.
00:45:14: Ich hab gesagt, das gibt's ja nicht.
00:45:14: Dann war ich in Zehen, glaub ich, oder so.
00:45:16: Es war Wahnsinn.
00:45:16: Es waren so netten ICDs.
00:45:18: Es waren nur so Dinger zum Reinstecken irgendwie so.
00:45:21: Cartridges.
00:45:21: Cartridges, ja, genau.
00:45:22: Also völlig crazy, völlig crazy.
00:45:25: Eine Faszination damals, die ja heute gänzlich vermisst beim Radio.
00:45:32: Für das Medium.
00:45:32: Äh, dieser ganze Vibe, ich hatte ja dieses Jahr auch einen Podcast mit Jean-Lucamely, Radiopreisträger, wo es genau darum ging.
00:45:42: Wo ich, also ich sehe auch für das Mediumradium, wie es heute ist, keine Zukunft.
00:45:47: Überhaupt nicht.
00:45:48: Wie es jetzt gerade gespielt wird quasi.
00:45:50: Also mit einer, das was du erzählst, das war ja Wahnsinn damals.
00:45:53: Dieses Medium war neu, die Leute durften selber was machen.
00:45:56: Und heute ist es ja gänzlich anders.
00:45:58: Also du hast eine Redaktion, es ist sehr klar vorgegeben, man ist mehr... Vortragender als wirklich ein, ja oder vielleicht ist man heute jetzt Moderator.
00:46:06: Früher waren wir ja Entertainer und ganz... Freie also und personality und das war einfach wahnsinn.
00:46:13: und heute.
00:46:14: Es passiert auch nichts mehr.
00:46:16: sehr viele radio sind auch im marketing betreut und ist meine ganz große kritik immer warum nutzen die nicht dieses wahnsinnig geile medium das?
00:46:22: meines erachtens sieht man jetzt auch mit der wiederkehr der podcast wie die leute eigentlich lust haben zuzuhören.
00:46:29: was der für die magie.
00:46:29: sie entsteckt in unserer völlig überladenen doom scrolling welt wo ich zehn tausend videos am tag sehe und jetzt höre ich da nur was.
00:46:36: und da kann ich machen mit seiner stimme so viel sachen machen.
00:46:40: Und da bin ich ganz gespannt.
00:46:42: Da habe ich mir heute noch gedacht, heute früh habe ich mir gedacht, da frage ich doch heute mal, wo Radio in dreißig Jahren ist.
00:46:47: und dann habe ich mir gedacht, oder ich frage, wo Radio in zehn Jahren ist oder vielleicht frage ich auch, wo Radio in fünf Jahren ist.
00:46:52: Ja, und das wird dir keiner verantworten können.
00:46:55: Das wird dir keiner verantworten können, da mag, wird es letzten Endes richten.
00:46:59: Und ich bin optimistisch, was das Medium betrifft, weil jetzt die Generationen an Radio machen natürlich auch hier wieder Thema Leidensdruck.
00:47:08: Der Leidenzug ist riesig und es müssen jetzt kreative Ideen entwickeln werden, wie es weitergehen soll.
00:47:15: Aber eins ist natürlich auch klar, aber das ist im Medium auch geschuldet, diese Rekordquoten kriegst du nicht mehr wieder.
00:47:22: Also Antenne Bayern zu Spitzenzeiten als Waller-Riebeber zum ersten Mal da war, haben wir pro durchschnittliches Ende schon eine µm Hürre gehabt.
00:47:30: Das war toll, vor allem weil ich es miterleben durfte, weil ich teil sein durfte.
00:47:34: Aber das wird nicht mehr passieren, auch in fünf Jahren nicht.
00:47:36: Also wenn wir bei achthunderttausend oder siebenhunderttausend sein werden, dann können wir immer noch zufrieden sein und man muss auch ganz ehrlich sagen, es sind siebenhunderttausend oder achthunderttausend Hürre pro durchschnittliche Sendestunde, es sind immer noch viel.
00:47:46: Brutal.
00:47:47: Brutal.
00:47:48: Also insofern, es gibt natürlich eine ganze Menge zu tun, es gibt aber auch viele Ideen.
00:47:52: Letzten Endes wird es das Medium, also sprich das Gerät, entscheiden wie es weitergeht mit dem Mediumradio.
00:48:00: Weil wenn du als junger Mensch und die jungen Menschen kaufen ja keine Radios logischerweise.
00:48:04: Warum denn auch?
00:48:05: Ich kaufe mir auch keine Radio.
00:48:06: Ich hab mein Smartphone.
00:48:07: Wenn ich Radio hören will, höre ich den Radioplay oder geh direkt in die App von Antenne Bay und du hörst mir da an.
00:48:14: Aber spannend wird es sein, wie lange die Marke noch gespielt werden kann.
00:48:20: Und was man für Ideen hat, wie man kreativ mit Audio in Zukunft umgehen kann.
00:48:26: Das geht nicht nur linear, sondern es geht über die Apps, das geht über Streams, das geht über Plattformen.
00:48:32: Und ich glaube, die große Chance jetzt, und da sehe ich wirklich eine große Chance, für ganz radio über Deutschland besteht darin, dass das Silo-Denken jetzt endlich mal Ad-Actor gelegt wird und überlegt wird, wie man am besten kooperieren kann.
00:48:47: Aber ich sage dir eins.
00:48:49: das ist leidensdruck auch noch nicht groß genug.
00:48:51: also wir haben wirklich sender.
00:48:53: wir haben es fünfzehn jahrelang radiofentasien auksburg betreut also ein sehr kleiner sender genau das gegenteil.
00:49:00: die webseite von ego fm ist zum beispiel von uns.
00:49:01: also wir haben sehr unterschiedliche sender gehabt.
00:49:03: es haben wir kann ja gemacht und so weiter.
00:49:06: Der Leidensdruck ist meines Erachtens immer noch nicht groß genug, und wenn ich so ein Medium hätte, und das habe ich hundert Jahre lang bei Fantasy auch gepredigt, habe gesagt, wenn ihr das Medium habt und immer noch über die Sekundenverkäufe gehen müsst, dann habt ihr das nicht verstanden.
00:49:17: Dieses Medium ist ja pure gold, jetzt hören sieben, achthunderttausend Leute Antenne Bayern.
00:49:22: Jetzt kann ich doch damit was machen, die Sekunde, die verkaufte Sekunde in, das ist ja übertächtig, weil ich es vorher ja kurz erwähnt habe, mit diesen Radio-Umfragen auch, ne?
00:49:30: Jeder Radiosender ist ja immer nach der
00:49:32: M.A.,
00:49:32: das sind die großen Befragungen, M.A.
00:49:34: in Deutschland, Medienanalyse und die F.A.
00:49:35: die Funk-Analyse Bayern, jeder Radeisender ist immer der Beste.
00:49:38: Du suchst ja immer in der Excel-Tabelle, in der FAB, Reiter, Acht und Dreißig, Zeile, Vierzehn, die zwölf bis sechs
00:49:45: Fünf, natürlich,
00:49:46: natürlich, aber natürlich merken es die Werbetreibenden, die jetzt an meiner, die jetzt von mir verraten werden, auch und sagen so, ja, welchen Sender wird es, dann Augsburg empfehlen, sagen die.
00:49:55: Ach, spür rein, was gefällt dir, was passt zu deiner Marke.
00:49:59: Man könnte ja heute so krasse digitale Produkte entwickeln und das habe ich damals auch in dem Essen.
00:50:04: mit dem Radius an der Chef gesagt.
00:50:05: Lass uns doch ein geiles Stadtportal zum Beispiel machen, wenn du jetzt ein Stadtradie sendest.
00:50:09: Auch so gibt es kein geiles Stadtportal.
00:50:11: Das dümpelt alles so seit zwanzig, dreißig Jahren dahin.
00:50:14: Lass es pushen.
00:50:14: Zweite GmbH, geht zu deinen Gesellschaftern, Studio Gong, erzählt es denen, dann steckt man da, die Sekunden verkauft sich die selber in diese Gesellschaft und pusht mal was Zweites, was Drittes hoch.
00:50:23: Und das ist so, das ist da immer so.
00:50:24: ein bisschen die Kritik, weil ich habe eine unglaubliche Begeisterung für das Mediumradio, aber es ist noch zu komfortabel und die Ideen sind da.
00:50:32: Und das muss man auch ganz ehrlich sagen, ich fahre da auch noch mal hin, aber die Lokale... und von Tage in Nürnberg immer.
00:50:37: Da gab es das schon vor zehn Jahren, hat man schon gesagt, oh, da muss sich was verändern, jetzt kommt das Streaming und dieses Internet und so.
00:50:42: Es ist immer noch viel zu gemütlich.
00:50:46: Ja, spannend ist natürlich, dass die Radiosen ja nicht nur die Hörer als Kunden haben, sondern auch die Kunden als Kunden.
00:50:55: Werbetreibenden.
00:50:56: Und die haben natürlich auch gewisse Erwartungshaltungen.
00:50:58: Und weil wir vorhin über Benefits gesprochen haben und wie sinnlos es ist, mit der Gießkanne darüber zu gehen, so ist es natürlich auch für die Werbekunden, dass viele sagen, okay, Prinzip Gießkanne, nehmen wir noch mit.
00:51:07: Also sprich, lineares Radio.
00:51:09: Aber wir wollen wissen, wie wir den vierzehnjährigen erreichen können.
00:51:11: Und das kriegst du über das lineare Radio, kriegst du das nicht raus?
00:51:14: Und
00:51:14: wir wollen den Lied messen.
00:51:16: Wir
00:51:16: wollen wissen, wo hat er unseren Decks
00:51:18: bis der gelaufen?
00:51:18: Wann hat er gekauft?
00:51:19: Und das macht die Sache natürlich nochmal spannende Herausforderne.
00:51:22: Aber Hannes, wenn die ich mir so ... das so anschaue, was du so machst mit deiner Agentur.
00:51:26: Das ist dann eine kleine Aufgabe unter anderem zu sagen, was es für Möglichkeiten gibt und wie man das Ganze wieder nach vorne.
00:51:32: Da gibt
00:51:32: es teilweise, hatten wir Sendern, zwanzig bis vierzig Geschäftsideen geschrieben dazu, die liegen da.
00:51:41: Kann ich nichts zu sagen?
00:51:42: Der Leidensdruck ist zu gering.
00:51:43: Der Leidensdruck ist zu
00:51:44: gering.
00:51:46: So,
00:51:48: irgendwann beschließt du Bücher zu schreiben.
00:51:52: Und das war ne erst mal, also da sie jetzt so ein bisschen wandelt drin, weil das war jetzt erst mal so positive Leadership, waren erst mal B-B-Bücher.
00:52:01: Und dann kommt da letztes Jahr ein Buch raus mit Oma Werde ein.
00:52:06: Verdammt gut, dass sie hier auch.
00:52:07: Wahnsinn.
00:52:07: Also dieser Titel, der ist immer Wahnsinn.
00:52:12: Da merkt man, finde ich schon, da kommt jetzt schon ne persönliche Note mit rein.
00:52:15: Weil was hat das die Oma?
00:52:17: Also da passiert irgendwie was.
00:52:18: Aber würde ich sagen, ist ja noch sehr B to B angehängig.
00:52:24: Und jetzt kommt aber ein sehr persönliches Buch in twenty-fünfundzwanzig raus.
00:52:29: Und deswegen meine ich auch der Philosoph, weil also irgendwie wechselt es jetzt auch voll in meinen Nerv trifft.
00:52:34: Ihr habt in meiner Dozententätigkeit an der Hochschule immer vermieden, die B to B, B to C Vorlesung zu halten, weil das gibt es für mich nicht.
00:52:40: Es gibt immer nur zwei Menschen auf beiden Seiten.
00:52:43: Und jetzt kommt das neueste Buch raus, das muss ich ganz an den Menschen wenden oder nicht mehr ans Unternehmen.
00:52:50: Ja, und ist aus dem Buch entstanden, Oma wärm verdammt guter CEO, weil der Verlag, der Kabbal-Verlag gesagt hat, naja, BtoB, wunderbar, also geht's um positive Leadership, Weisheit trifft Wirtschaft, da geht's um einen gesunden Menschenverstand, aber eigentlich die Ideen... Wie das mit Führung gut funktionieren kann, wie die Führung gut funktionieren kann, wie das Leadership in Unternehmen gut funktionieren kann.
00:53:18: Das betrifft eigentlich jede einzelne Person.
00:53:20: Also sprich, daraus ist dann das Spin-off sozusagen entstanden.
00:53:24: Wobei, Spin-off trifft es vielleicht auch nicht ganz richtig.
00:53:26: Weil im ersten Moment dachte ich mir, cool, jetzt schaust du nochmal genau, was du bei Oma und CEO geschrieben hast und dann brichst das so ein bisschen runter auf die private Ebene.
00:53:34: Ich habe beim Schreiben aber festgestellt, dass es wirklich ein Selbstständig ist, ein eigenständiges Buch werden muss.
00:53:40: Und es ist auch sehr persönlich geworden.
00:53:42: Ja, irgendwann, glaube ich, kommt jeder bei sich selber raus.
00:53:45: Und je älter man wird, desto mehr kommt
00:53:48: man bei sich selber
00:53:49: an.
00:53:51: Und viele Affen im Kopf, also wie du die Affen in deinem Kopf zählst, zwanzig Monkey Mind Hex.
00:53:59: Das Schöne ist ja, jeder hat ja Affen im Kopf.
00:54:01: Also und jeder, jeder ist ja in seiner... In seiner Bubble Lund, da passiert er nicht nur Positives, also spricht Gedankenkauresel, man kriegt die Nachrichten, Inflation, Ukraine, Krieg, Gaza, ist ja nicht alles positiv.
00:54:17: Und wenn man so sieht, wie die psychischen Erkrankungen zugenommen haben in den letzten Jahren, ist man... Gut beraten, glaube ich, wenn man ein glückliches, gelingendes Leben haben möchte, sich ein paar Fragen zu stellen oder sich zu überlegen, wie kann ich denn mit der Situation gut umgehen, die mich momentan belastet?
00:54:34: Und so ist das Buch eben entstanden und dadurch wurde es eben wahnsinnig persönlich, weil ich alle zwanzig Manchemind-Hacks an mir selber ausprobieren durfte oder auch nach wie vor ausprobieren darf.
00:54:44: Was ist der Top-Hack?
00:54:45: Ja, nachdem eine meiner Stärken, eine meiner Signaturstärken das Thema Humor ist, bin ich natürlich schnell bei dem Kapitel Humor angekommen.
00:54:55: Diese wunderschöne Szene in diesem Film, das Leben ist schön, Lavita Ebell, wo der Vater, das ist ein Sohn als Spieler im KZ, ganz, ganz tragische Rahmenbedingungen.
00:55:07: Aber es ist schön, wo der Vater seinem Sohn das Leben in diesem KZ erträglich machen möchte, indem er sagt, das ist alles nur ein Spiel.
00:55:16: Und er dreht alles so hin, alles, was passiert in diesen schwierigen Bedingungen, kommt beim Sohn so anders, ob das nur ein großes Spiel wäre.
00:55:24: Und so wird es erträglich für ihn.
00:55:26: Und für mich ist es schon, ich versuche dann auch immer aus verschiedenen Situationen, versuche dann, das lustige Momentum rauszuziehen.
00:55:35: Das ist so meine Art der Bewältigung von Situationen, mit denen ich nicht so gut zurechtkomme.
00:55:41: Aber das ist auch wieder individuell, weil es dann ein anderer sagt, das Thema ... No-Brain-Faktzone.
00:55:48: Kapitel Nummer eins ist für mich wichtig.
00:55:50: Also ich schaffe mir einen Umfeld, in dem ich nicht täglich bombardiert werden mit den ganzen Bad News, sondern ich sehe zu, dass zum Beispiel meine drei zu eins oder fünf zu eins Ratio, also dreimal so viele positive Emotionen wie negative oder fünfmal so viele positive Emotionen, dass die da stimmt, damit ich emotional gut ausbanasiert bin.
00:56:07: Das ist wahnsinnig individuell.
00:56:08: Aber ich finde Humor ist wichtig.
00:56:09: Optimismus ist wichtig.
00:56:10: Es gibt keine Alternative zum Optimismus.
00:56:13: Und was ich mir in der momentanen Situation, also ich Ich habe schon das Gefühl, dass die Stimmung in der Gesellschaft schon mal besser war.
00:56:18: Ich habe auch das Gefühl, dass die Stimmung in vielen Unternehmen schon mal besser war.
00:56:22: Aber was ich schon glaube und da trägt das Buch ein kleines Stück oder wenn es dem Buch gelingt, da ein kleines Stück einen positiven Deckungsbeitrag zu leisten, was wir brauchen sind wieder mehr Profeten des Optimismus, denn Profeten des Pessimismus.
00:56:36: Davon haben wir momentan wirklich genug.
00:56:40: Das ist ja ein bisschen ein Algorithmusproblem, glaube ich tatsächlich.
00:56:42: Also es ist ein Medium-Problem, weil das merke auch ich in meinen Videos.
00:56:47: Wenn du jetzt ein Video machst und das ist nur nett, sagen wir mal nett.
00:56:51: Wir machen mal drei Kategorien und das ist nett und funktioniert nicht.
00:56:54: Das funktioniert schlichtweg nicht.
00:56:55: Also der Algorithmus spielt es nicht aus, die Leute swipen weiter, die haben da gar keine Interesse.
00:56:59: Wenn es total und deswegen bin ich da voll bei dir, wenn es total positiv ist, dann funktioniert es genauso gut wie wenn es total anti ist.
00:57:06: und all diese drei Dinge habe ich stark bedient dieses Jahr.
00:57:12: Immer aus einer authentischen Haltung raus, so wie es halt gerade war.
00:57:16: Aber in meinem größten Aufreger-Video gegen die oder eine Kritik an die IHK hat zwei Millionen Aufrufe mittlerweile auf TikTok.
00:57:23: Naja, das ist lustig, dass du das ansprichst anstatt, weil das habe ich ja auch gesehen.
00:57:26: Das wurde mir den Algorithmus gespielt.
00:57:27: Und trotzdem
00:57:27: bist du herkommen.
00:57:29: Und ich dachte mir, was regte sich denn so auf?
00:57:30: Aber ich bin dran geblieben, weil irgendwie der Rand war einfach hoch emotional.
00:57:36: Man hat gemerkt, das kommt jetzt aus dir raus.
00:57:38: Ja,
00:57:38: hundertprozentes Muster raus.
00:57:40: Und das ist natürlich auch ein Problem, weil ich ... Also ich bin tatsächlich nicht der Meinung, dass es wirklich negativer ist, sondern uns spielt es halt viel rein und das ist ja so wie du dich halt umgibst auch am Ende des Tages.
00:57:52: Das merkst du ja auch selber, wenn du mit positiven Leuten dann hast du einen positiven Vibe und dann werden was Negatives kommt, sagst du, was ist los mit dem, was passiert da.
00:58:00: Und das merke ich schon auch, wenn ich in die Wirtschaft schaue.
00:58:05: Wenn die sagen, ja, Wirtschaftskrise muss halt aufpassen und so weiter und so fort und dann sehe ich aber schon und das war schon immer so im Leben.
00:58:11: Es gibt nur Gewinner und Verlierer.
00:58:12: und das Mittelmaß, das kracht halt langsam weg.
00:58:14: Und dann kommt der in unsere Branche um KI und das und das.
00:58:17: Die Frage ist ja, was tust du und die Finder?
00:58:20: ist der Einzelhandel immer ein sehr gutes Beispiel.
00:58:23: Der Einzelhandel hat es doch selber verkackt die letzten sechzig Jahre.
00:58:26: Was gab es denn?
00:58:26: Es gab einen Winterschlussverkauf.
00:58:28: Es gab einen Sommerschlussverkauf.
00:58:29: Das waren die einzigen Gaudis, die die veranstaltet haben im Jahr.
00:58:33: Irgendwann ging es los.
00:58:34: Wir finden kein gutes Personal mehr.
00:58:35: Das kann ich auch noch mal hören.
00:58:36: Wir finden kein gutes Personal mehr.
00:58:37: Jeder zweite Gastronomie macht mein Laden zu, weil ich finde kein gutes Personal mehr.
00:58:40: Ja, wenn du die mit Mindestlohn abspeichst, dann findest du kein gutes Personal mehr.
00:58:43: Aber wenn du heute in der Person hast, die dir an jedem Tisch eine teure Flasche Rotfernen verkauft, dann muss die der Person halt mal fünf oder zwanzig Euro dich schon bezahlen.
00:58:50: Und so ... Merke ich das schon in Unternehmen, also es gab noch nicht einen Laden und das kann.
00:58:56: jetzt im April habe ich den die Agentur hier seit zwanzig Jahren.
00:59:00: Ich habe noch nicht ein einzigene Firma Pleite gehen sehen, die ihren Scheiß zusammen hatten auf gut Deutsch.
00:59:05: Also die am Ende des Tages sich darum gekümmert haben, stimmt meine Positionierung, stimmt mein Produkt ist da eine Qualität drin, stecke ich meine ganze Leidenschaft in dieses Produkt, will ich die Leute nur verarschen oder will ihnen eine wirkliche Lösung oder ein wirklich geiles Produkt liefern.
00:59:19: Und die dann halt... Alles durchgezogen haben die ganze Customer Johnny, wo der Marketing Mix gepasst hat, die sich um ihre Mitarbeiter gekümmert haben, die sich um ihren After-Sales gekümmert haben.
00:59:27: Das ist ja auch immer ein ganz großes Thema.
00:59:29: Hatt ich jetzt zum Beispiel hier, du hattest das Toiletten-Erlebnis schon, wir haben ein bisschen Musik in unseren Toiletten, da waren Sonos-Boxen drin, ich bin ein großer Sonos-Fan gewesen, muss man sagen, da kommt der nächste Randbite auf die Follower zu.
00:59:41: Ja, dann haben die in der Zeit funktioniert.
00:59:43: Eine Box, eine von, also wir haben jetzt hier fünf, im Gang sind zwei und drei in den Toiletten gewesen.
00:59:48: Und dann schreibe ich mit diesem Sohn aus Support und schreibe fünfundvierzig Minuten in so einem Chat.
00:59:53: Und dann kommt, also totaler, ich hab dem alles erklärt.
00:59:56: Chat
00:59:57: oder Chatbot?
00:59:58: Es war erst ein Chatbot, der hat relativ schnell verstanden, der muss es übergeben.
01:00:00: Da ging der erste Witcher los, die können den Chat nicht übergeben.
01:00:04: Die zwanzig Minuten, muss ich leider anderlieren, wenn ich ans Sohn ausdenke.
01:00:07: Die zwanzig Minuten, die ich mit dem Chatbot geschrieben hab, die kann er nicht übergeben an den Agent, das ist ja schon völliger Wahnsinn.
01:00:13: Und dann wollten die Leute einfach nur verarschen.
01:00:15: Also starten sie ihre Fritzbox neu.
01:00:17: Ich habe gesagt, wir haben ein Netzwerk-Unternehmen.
01:00:20: Wir kennen uns schon aus.
01:00:21: Also wir wissen schon, was wir hier tun.
01:00:23: Nein.
01:00:23: Und das muss an ihnen liegen und so.
01:00:25: Und ja, wenn der After Sales halt auch nicht passt, dann ist es auch vorbei.
01:00:28: Ich habe eine Frage.
01:00:31: Hast du Ihnen denn eine Rechnung geschickt für die Beratungsleistung?
01:00:34: Das wäre eine gute
01:00:35: Idee.
01:00:36: Weil eigentlich müsste man es machen.
01:00:37: Eigentlich müsste man, du hast dir Zeit genommen.
01:00:39: Du hast dir Zeit genommen und jetzt nicht unbedingt, ich vermute mal, ich hoffe, du warst höflich und da bist
01:00:45: du fast zum Schluss.
01:00:46: Interpunktion, Subjektpredikat, Objekt hat auch noch weitestgehend gestimmt, keine persönlichen Beleidigungen.
01:00:51: Eigentlich sollte man tut dem Unternehmen was Gutes.
01:00:54: Man sagt, okay, pass auf, hier läuft was schief und solange man sich mit Unternehmen noch auseinandersetzt, wenn was schief läuft, heißt ja, dass eine gewisse Nähe da ist.
01:01:02: Und eigentlich hast du ja nichts anderes gemacht, als eine Beratungsleistung erbracht, eine Dienstleistung erbracht.
01:01:07: Also erste Frage, du hast natürlich keine Rechnung geschrieben, weil macht man in dieser Situation auch nicht
01:01:11: mehr.
01:01:11: Aber die zweite Geschichte,
01:01:13: in meinem Markenkern steht ja das Thema Begeisterung.
01:01:16: Also sprich, am Anfang ging es los, im Jahr zwei tausend zwei, nachdem das mit der Stimme kam, mit dem, die Macht der Stimme, weil ich relativ schnell im Vertriebskontext ging es um das Thema Kundenbegeisterung.
01:01:26: Das größte Begeisterungspotenzial liegt im Service und im After Sales.
01:01:32: Hundert Prozent.
01:01:33: Deine Geschichte erinnere ich daran und ich dachte, die Zeiten hätten sich jetzt schon wieder verändert, zum positiven verändert, was in Deutschland nicht so, das verstehe ich bis heute nicht so richtig, was nicht so wahnsinnig hoch im Kurs steht, ist Service und After Sales.
01:01:45: Aber das kommt wahrscheinlich daher, dass wir eine produzierende Industrienation sind.
01:01:50: Also immer ein bisschen über die Engländer gelächelt haben oder über die Österreicher, die in die ganz andere Service- und Dienstleistungskultur haben.
01:01:56: Aber das größte Begeisterungspotenzial entsteht nun mal im Service und im After Sales.
01:02:00: Und ich sag dir eins, das ist so dumm, weil das ist wild, aber es ist so.
01:02:07: Das merken wir auch in der Agentur, wenn du einen Kunden hast, der an irgendeinem Punkt nicht begeistert war oder sogar enttäuscht.
01:02:13: Und du nimmst dich dem an und begeisterst den, so begeistern kannst du den gar nicht aus dem Staat
01:02:19: raus.
01:02:19: Ja, genau, aus einer Reklamation herraus.
01:02:20: Das ist unbeschreiblich.
01:02:21: Reklamationen sind eine der größten Chancen, die du überhaupt hast.
01:02:24: Aber
01:02:25: schau, vielleicht hört jemand unserem Podcast, der in einer ähnlichen Situation ist, mit einem Kunden, der sich beschwert hat bei ihm und vielleicht nimmt er unseren Impuls auf und sagt, eigentlich haben sie recht, als Wetschgünter Baumgarten.
01:02:34: Sie moderieren zwar keine Sendung beim Bauschrom-Funk,
01:02:37: keine Kochshow, immer noch nicht.
01:02:39: Aber mit dem, was sie sagen, Service und Aftersales, da liegt das Glück der Erde.
01:02:42: Da kümmern wir uns jetzt wieder drum.
01:02:44: Dann hat sich doch dieser Podcast schon... Ja, der
01:02:45: hat sich doch sowieso gelohnt.
01:02:47: Unabhängig davon, dass er sich sowieso schon gelohnt hat, noch mal gelohnt.
01:02:51: Das ist jetzt das berühmte Schlussbord, oder?
01:02:53: Ja, gefühlt schon irgendwie auch so, du wirst noch was wissen.
01:02:55: Stunde sechs ist doch guter, ist doch gut.
01:02:59: Es wäre so einfach, wenn man alles mit Leidenschaft macht und mit Kommunikation, dann wäre es so einfach.
01:03:06: Aber dann wäre es wieder langweilig.
01:03:08: Vielleicht ist es so einfach.
01:03:10: Man muss einfach in seine Mitte finden und dann machen.
01:03:14: Vielen, vielen Dank für deinen Besuch.
01:03:16: Hat mir viel Spaß gemacht.
01:03:17: Danke dir für die Einladung.
01:03:19: Und ich wünsch dir, dass das Buch auf jeden Fall komplett noch durch die Decke geht, auch das neuerste Buch.
01:03:26: Und vor allem, weil wir da beim Radio sind, dass es in zehn Jahren die Radiobranche noch geht.
01:03:30: Lass uns doch in zehn Jahren wieder treffen, spätestens und dann schreiten wir das eine oder andere Thema an, das wir heute schon mal gesehen haben.
01:03:36: Und
01:03:36: dann schauen wir, was das Deutschlandticket kostet im Jahr two-thausend, fünf-vottreißig.
01:03:40: Können wir gerne machen, ich bin da rein.
01:03:42: Alles klar.
01:03:42: Guten Rutsch.
01:03:43: Danke, wünsche ich dir auch.
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